Mitglieder der Landesregierung
seit 2026

Die von Ministerpräsident Cem Özdemir geführte Landesregierung hat am 13. Mai 2026 ihre Arbeit aufgenommen. Neben dem Ministerpräsidenten besteht die Landesregierung aus elf Ministerinnen und Ministern. Sie alle sowie ein Staatssekretär haben Stimmrecht im Kabinett.
Neben dem Ministerpräsidenten stellen die Grünen fünf Minister:innen, sechs Ministerien liegen bei der CDU.
Wer besetzt welches Ministerium?
Die Verteilung zwischen Grünen und CDU im Überblick
[1] Die Grünen besetzen auch das Amt des Bevollmächtigten des Landes Baden-Württemberg beim Bund sowie eine Staatsrätin bzw. einen Staatsrat
Außerdem regelt der Koalitionsvertrag: Die Grünen behalten das Amt des Ministerpräsidenten über die gesamte Legislaturperiode – auch dann, wenn z.B. einzelne Abgeordnete die Fraktion wechseln und sich damit die Mehrheitsverhältnisse im Landtag ändern sollten.
Die Landesregierung
Der Ministerpräsident

An der Spitze der Landesregierung steht der Grünen-Politiker Cem Özdemir (*Dezember 1965). Der Landtag hat Özdemir am 13. Mai 2026 mit 93 von 157 Stimmen gewählt.
Özdemir ist nach seinem Vorgänger Winfried Kretschmann (2011-2026) der zweite Ministerpräsident in Deutschland, den die Grünen stellen.
Özdemir wurde in Urach (heute: Bad Urach) geboren. Er ist ausgebildeter Erzieher und hat einen Abschluss in Sozialpädagogik an der Evangelischen Fachhochschule für Sozialwesen in Reutlingen. 1994 wurde er für die Grünen in den Bundestag gewählt. 2002 trat er von seinem Mandat zurück, zog jedoch 2004 für die Grünen ins Europäische Parlament ein. Von 2008 bis 2018 war Özdemir Bundesvorsitzender der Grünen, 2017 zog er erneut in den Bundestag ein. Als Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft gehörte Özdemir von 2021 bis 2025 der Ampel-Bundesregierung an, ab Ende 2024 war er zudem kommissarisch Bundesbildungsminister.
Bei der Bundestagswahl 2025 trat Özdemir nicht mehr an. Er führte die Grünen als Spitzenkandidat in den Landtagswahlkampf 2026 und gewann seinen Wahlkreis Stuttgart II mit dem höchsten Erststimmenanteil landesweit.
Özdemir ist der erste Ministerpräsident in Deutschland mit türkischen Vorfahren. Zuvor war er bereits der erste Bundestagsabgeordnete sowie der erste Bundesminister mit türkischen Vorfahren.
Im Staatsministerium angesiedelt sind zudem:
- Rudolf Hoogvliet (Grüne), Staatssekretär und Bevollmächtigter des Landes beim Bund (mit Stimmrecht im Kabinett)
- Florian Haßler (Grüne), Staatssekretär für politische Koordination und Internationales
- Jörg Krauss (Grüne), Staatsminister und Chef der Staatskanzlei (Politischer Beamter) sowie Koordinator der Landesregierung für Verwaltungsmodernisierung, Bürokratieabbau und bessere Rechtsetzung.
Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Europa

Innenminister und gleichzeitig Stellvertretender Ministerpräsident ist der CDU-Politiker Manuel Hagel (* Mai 1988).
Hagel wurde in Ehingen an der Donau geboren. Er ist ausgebildeter Bankkaufmann und hat ein Diplom zum Bankbetriebswirt der Frankfurt School of Finance & Management. Er leitete die Sparkasse Ehingen, bevor er 2016 für die CDU in den Landtag von Baden-Württemberg einzog. Ab 2021 war er Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion. Seit 2023 ist Hagel CDU-Parteichef in Baden-Württemberg, er gehört als beratender Teilnehmer dem CDU-Bundesvorstand an.
Hagel führte die CDU als Spitzenkandidat in den Landtagswahlkampf 2026. Bei der Wahl gewann er wie schon 2016 und 2021 erneut das Direktmandat in seinem Wahlkreis Ehingen. Seit Mai 2026 ist er Stellvertretender Ministerpräsident und Minister des Inneren, für Digitalisierung und Europa.
Ebenfalls im Innenministerium angesiedelt sind:
- Cornelia von Loga (CDU), Staatssekretärin.
- Elmar Steinbacher (CDU), Staatssekretär für Regierungskoordination und Amtschef.
- Reiner Moser, als Staatssekretär zuständig für den Polizeibereich sowie den Bevölkerungs- und Verfassungsschutz.
Ministerium für Finanzen

Minister für Finanzen ist Dr. Danyal Bayaz (* Oktober 1983).
Bayaz hat Wirtschaftswissenschaften in Hohenheim studiert und über Finanzmärkte promoviert. Später arbeitete er für die Unternehmensberatung Boston Consulting Group.
Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen ist Bayaz seit 2005. Von 2013 bis 2017 war er Mitglied des Landesvorstandes der Grünen Baden-Württemberg. Von 2017 bis 2021 war er Abgeordneter im Deutschen Bundestag, bevor er 2021 als Finanzminister in die damalige grün-schwarze Landesregierung unter Winfried Kretschmann wechselte. Bei der Landtagswahl 2026 trat er nicht an, wurde jedoch nach der Wahl vom neuen Ministerpräsidenten Cem Özdemir erneut zum Finanzminister ernannt.
Ebenfalls im Finanzministerium angesiedelt ist:
Andrea Lindlohr (Grüne), Staatssekretärin.
Ministerium der Justiz und für Migration

Das Ministerium der Justiz und für Migration führt der CDU-Politiker Moritz Oppelt (* Februar 1989).
Oppelt wurde in Heidelberg geboren und ist in Neckargemünd aufgewachsen. Er hat in Mannheim Betriebswirtschaftslehre und Jura studiert und anschließend in einem Notarbüro in Wiesloch sowie als Dozent an der Hochschule für Finanzen und Verwaltung in Ludwigsburg gearbeitet. Zudem war er Jurist in der Landesfinanzverwaltung.
Seit 2021 ist Oppelt Bezirksvorsitzender der CDU Nordbaden. Ebenfalls 2021 gewann Oppelt das Direktmandat für den Bundestag im Wahlkreis Rhein-Neckar. Bei der Wahl 2025 holte er erneut die meisten Stimmen in dem Wahlkreis, verpasste aber dennoch den Einzug in den Bundestag. 2026 wurde er zum neuen Justizminister ernannt.
Ebenfalls im Justizministerium angesiedelt ist:
- Siegfried Lorek (CDU), Staatssekretär
Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft führt weiterhin die Grünen-Politikerin Thekla Walker (* März 1969).
Thekla Walker wurde in Dülmen (Nordrhein-Westfalen) geboren. Sie studierte Geschichte und Amerikanistik an der Eberhard Karls Universität Tübingen und absolvierte Weiterbildungen in Natur- und Waldorfpädagogik. Später arbeitete sie unter anderem beim Naturschutzbund Deutschland und als Dozentin für Naturpädagogik. Für die Grünen war Walker von 2009 bis 2014 Mitglied des Stuttgarter Stadtrats und von 2011 bis 2016 eine der beiden Landesvorsitzenden der Partei.
Nach der Wahl 2021 wurde Walker zur Umweltministerin ernannt und in diesem Amt nach der Wahl 2026 bestätigt. Seit 2016 ist sie Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Böblingen. Bei der Landtagswahl 2026 stand Walker auf Platz 1 der Grünen-Landesliste und zog auch über die Liste in den Landtag ein, nachdem sie bei den vorangegangenen Wahlen noch jeweils das Erstmandat errungen hatte.
Ebenfalls im Ministerium angesiedelt ist:
Dr. Andre Baumann (Grüne), Staatssekretär
Ministerium für Kultus

Seit 2026 führt mit Andreas Jung (* Mai 1975) wieder ein CDU-Politiker das Ministerium für Kultus.
Jung wurde in Freiburg geboren. Er studierte in Konstanz Jura und arbeitete anschließend als Rechtsanwalt in Mannheim. 2005 zog er erstmals als direkt gewählter Abgeordneter für Konstanz in den Bundestag ein und verteidigte das Mandat bei allen folgenden Wahlen. Er war Mitglied des CDU-Landesvorstands und ist Mitglied des Landespräsidiums, zudem ist er einer von sechs stellvertretenden Parteivorsitzenden der Bundes-CDU.
Nach seiner Ernennung zum Kultusminister von Baden-Württemberg im Mai 2026 legte Jung sein Bundestagsmandat nieder.
Ebenfalls im Kultusministerium angesiedelt ist:
- Andreas Deuschle (CDU), Staatssekretär.
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst ist die Grünen-Politikerin Petra Olschowski (* Juni 1965). Sie wurde 2026 erneut für das Amt ernannt, das sie bereits seit 2022 innehatte.
Petra Olschowski studierte nach einer Lehre als Einzelhandelskauffrau im Kunsthandel an der Universität Stuttgart Kunstgeschichte und Germanistik. Einige Jahre war sie als Journalistin tätig, bevor sie Geschäftsführerin der Kunststiftung Baden-Württemberg GmbH wurde. Im Jahr 2010 wurde sie Rektorin der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.
Im Mai 2016 wurde Olschowski Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Als die damalige Ministerin Theresia Bauer im Herbst 2022 als Oberbürgermeisterin von Heidelberg kandidierte, folgte Olschowski ihr als Ministerin. Bei der Landtagswahl 2026 verteidigte Olschowski im Wahlkreis Stuttgart IV das Direktmandat, das sie bereits 2021 gewonnen hatte.
Ebenfalls im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst angesiedelt ist:
Nese Erikli (Grüne), Staatssekretärin.
Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus

Die CDU-Politikerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (* Oktober 1972) ist Ministerin für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus.
Die Diplomkauffrau wurde in Balingen geboren. Sie hat in Tübingen Volkswirtschaftslehre studiert und an der Universität Würzburg promoviert. Anschließend war sie Praktikantin bei der Londoner Investmentbank Morgan Stanley sowie als Analystin bei Ernst & Young an den Standorten London und Frankfurt. Sie ist seit 1998 Gesellschafterin der Bizerba SE & Co. KG in Balingen. Dort war sie von 2014 bis zu ihrem Amtsantritt als Ministerin im Mai 2016 Mitglied des Aufsichtsrats.
Mitglied der CDU wurde Hoffmeister-Kraut 2009. Seit 2017 ist sie Beisitzerin im Landesvorstand der CDU Baden-Württemberg. Bei der Landtagswahl 2016 gewann sie das Direktmandat im Wahlkreis Balingen, das sie bei den Wahlen 2021 und 2026 verteidigte. Wirtschaftsministerin ist Hoffmeister-Kraut seit 2016, wobei sich der Zuschnitt des Ressorts in den jeweiligen Legislaturperioden änderte: Von Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau (2016-2021) über Wirtschaft, Arbeit und Tourismus (2021-2026) hin zu Wirtschaft, Handwerk und Tourismus (seit 2026).
Ebenfalls im Ministerium angesiedelt ist:
- Thomas Dörflinger (CDU), Staatssekretär
Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit

Minister für Soziales, Arbeit und Gesundheit ist der Grünen-Politiker Oliver Hildenbrand (* Februar 1988).
Hildenbrand wurde in Wertheim geboren. Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr in einer Psychiatrie studierte er in Bamberg und Bonn Psychologie und schloss das Studium 2014 mit dem Master ab. Von 2013 bis 2021 war Hildenbrand Grünen-Landeschef. Bei der Landtagswahl 2021 gewann er das Erstmandat im Wahlkreis Stuttgart III, das er 2026 verteidigte.
Ebenfalls im Ministerium angesiedelt ist:
- Petra Krebs (Grüne), Staatssekretärin
Ministerium für Verkehr

Das Verkehrsministerium leitet mit Nicole Razavi (* Mai 1965) erstmals nach 15 Jahren wieder eine CDU-Politikerin.
Razavi wurde in Hongkong geboren und hat in Ebersbach an der Fils die Schule besucht. Nach ihrem Studium der Anglistik, Politik und Sportwissenschaft in Tübingen und Oxford arbeitete sie als Assessorin und Studienrätin an einem Gymnasium in Stuttgart. Von 1995 bis 2001 leitete sie die Presse- und Marketingabteilung der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg. Schließlich wurde sie 2001 persönliche Referentin des Staatssekretärs im Ministerium für Umwelt und Verkehr. Von 2004 bis 2005 war sie Leiterin des Ministerbüros, dann bis 2006 Leiterin des Büros des Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion.
Seit 2006 hat Razavi bei jeder Landtagswahl für die CDU das Direktmandat im Wahlkreis Geislingen gewonnen. Seit 2011 ist sie Mitglied im Landesvorstand der CDU Baden-Württemberg. 2021 wurde sie zur Ministerin im neu geschaffenen Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen ernannt. Nach der Wahl 2026 wechselte sie an die Spitze des Verkehrsministeriums.
Ebenfalls im Ministerium angesiedelt ist:
- Raimund Haser (CDU), Staatssekretär
Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen

Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen leitet die Grünen-Politikerin Theresa Schopper (* April 1961).
Schopper wurde im bayerischen Füssen geboren und hat Soziologie, Psychologie und Kriminologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München studiert. Von 1988 bis 1994 war Schopper Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion im Bayerischen Landtag, bevor sie 14 Jahre lang Landtagsabgeordnete in Bayern war. Sie war auch Landesvorsitzende der bayerischen Grünen, bevor sie 2014 ins baden-württembergische Staatsministerium wechselte.
Hier war sie ab 2016 Staatssekretärin und ab 2018 Staatsministerin. Im Mai 2021 wurde sie zur ersten grünen Kultusministerin in der Geschichte Baden-Württembergs. Nach der Landtagswahl 2026 wechselte sie vom Kultusministerium an die Spitze des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen.
Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat

Das Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat führt seit 2026 die CDU-Politikerin Marion Gentges (* August 1971).
Gentges wurde in Haslach im Kinzigtal geboren. Nach ihrem Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Freiburg und dem Referendariat am Landgericht Offenburg arbeitete Gentges als angestellte Rechtsanwältin in Hessen. Seit 2004 ist die Rechtsanwältin selbstständig mit eigener Kanzlei und hat sich auf Arbeitsrecht spezialisiert. Die Anwaltszulassung ruht seit 2021, als Gentges zur Ministerin für Justiz und Migration in Baden-Württemberg ernannt wurde. Nach der Wahl 2026 wechselte sie an die Spitze des Ministeriums für Ländlichen Raum.
Gentges ist im Jahr 1990 der CDU beigetreten, seit 1993 ist sie Mitglied im Kreisvorstand der CDU Ortenau. Bei den Landtagswahlen 2016 und 2021 zog sie jeweils über ein Zweitmandat in den Landtag ein, bevor sie bei der Wahl 2026 den Wahlkreis Lahr direkt gewann.
Ebenfalls im Ministerium angesiedelt ist:
- Sarah Schweizer (CDU), Staatssekretärin
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Autor: Internetredaktion LpB BW | Letzte Aktualisierung: Mai 2026