Landeskunde Baden-Württemberg

 

Außenhandel

Für die Wirtschaft in Baden-Württemberg ist der Außenhandel besonders wichtig. So hat das Bundesland 2015 Waren im Wert von 194,8 Milliarden exportiert - mehr, als jemals zuvor. Innerhalb von zwanzig Jahren hat sich das Exportvolumen mehr als verdoppelt. Dementsprechend hoch ist auch die Exportquote, also der Anteil der Exporte am Bruttoinlandsprodukt. Mit 42 Prozent ist das einer der höchsten Werte unter den deutschen Flächenländern (Deutschland: 39,5 Prozent) und jeder dritte Arbeitsplatz in der Industrie in Baden-Württemberg hängt vom Export ab.

Schwerpunkte im Export

Die erfolgreichsten Güter für den Export sind in Baden-Württemberg Kraftwagen und Kraftwagenteile. Aber auch Maschinen und pharmazeutische Erzeugnisse werden viel exportiert. Damit zeigt sich die internationale Bedeutung der Industrie, die 2015 mehr als die Hälfte ihres Umsatzes (56,4 Prozent) aus Geschäften mit Auslandskunden erwirtschaftet hat. Dabei gehen die meisten der Waren nach Europa (2013: 64 Prozent). Betrachtet man aber einzelne Länder weltweit, so nehmen die USA und China den höchsten Warenwert ab. Innerhalb der EU ist Frankreich das Exportland Nummer eins für Baden-Württemberg, gefolgt von Großbritannien und der Schweiz.

Im Lauf der vergangenen Jahre ist der Export immer wichtiger geworden. So lag die Exportquote 1995 noch bei 25 Prozent. Doch bringt die starke Ausrichtung auf Export auch eine Abhängigkeit von der Eurozone und den weltwirtschaftlichen Entwicklungen mit sich. Gezeigt hat sich das bei der Finanzkrise 2009, als die Industrie in Baden-Württemberg im Bundesvergleich besonders stark eingebrochen ist (-21 Prozent, Deutschland: -15 Prozent). Dafür hat sich die Industrie auch vergleichsweise schnell wieder erholt, da sie 2010 bereits wieder auf dem Niveau vor der Krise war.

Einfuhren nach Baden-Württemberg

Außenhandel ist keine Einbahnstraße: Den Ausfuhren Baden-Württembergs stehen erhebliche Einfuhren aus aller Welt gegenüber. Aufgrund des hohen Einkommensniveaus ist das Land ein bedeutender Absatzmarkt für Importwaren. Im Jahr 2015 wurden Waren im Wert von rund 156 Milliarden Euro eingeführt.

Wichtigste Importgüter sind pharmazeutische Produkte, Kraftwagen und Kraftwagenteile und Maschinen. Mehr als die Hälfte der Einfuhren kommt aus den Ländern der EU, gefolgt von den USA und Japan.

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