Landeskunde Baden-Württemberg

 

Verkehr

Die Verkehrsinfrastruktur gilt als öffentliches Gut - es kann also niemand von ihrer Nutzung ausgeschlossen werden. Doch der Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur ist aufwändig. Um aktuellen Herausforderungen und Ansprüchen gerecht zu werden, hat das Land Baden-Württemberg 2010 einen Generalverkehrswegeplan (GVP) vorgelegt. Dieser umfasst Überlegungen zu allen Verkehrträgern und -arten bis zum Jahr 2025. Besondere Schwerpunkte in Bezug auf Verkehr sind dabei der demografische Wandel, Umweltaspekte, sowie die Herausforderungen für Baden-Württemberg als exportorienterten Wirtschaftsstandort. Der GVP steht deshalb auch unter dem Leitmotiv "Nachhaltige Verkehrsentwicklung - Mobilität sichern". Der Aspekt der Nachhaltigkeit wird auch in einem aktuellen Strategiepapier des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur hervorgehoben. Das Dokument "Nachhaltige Mobilität - für alle" konzentriert sich dabei auf Konzepte der Zukunft, die unter Berücksichtigung vieler Politikbereiche und ressortübergreifend umgesetzt werden müssen. Als besonders wichtig gilt dabei, allen Menschen einen einfachen Zugang zu Mobilität zu ermöglichen. 

Die konkreten Projekte und Vorhaben, die das Land initiiert und finanziert, werden zusätzlich zum GVP in einem Maßnahmenplan aufgeführt, der alle Verkehrsträger umfassen soll. Ein Teil des gesamten Maßnahmenplans wurde 2013 mit Bezug auf die Entwicklung der Landesstraßen bereits veröffentlicht.

Der grün-schwarze Koalitionsvertrag sieht vor:

Güterverkehr

Baden-Württemberg ist aufgrund seiner zentralen Lage in Europa ein Transitland. Das macht sich speziell seit der Einführung des europäischen Binnenmarkts und des damit verbundenen freien Warenverkehrs bemerkbar: Ab 1994 gab es einen sprunghaften Anstieg des Schwerlastverkehrs, der Güter auf den Fernstraßen transportiert hat. Doch auch jetzt noch - mehr als 20 Jahre später - wächst der Güterverkehr weiter. Um den daraus entstehenden Anforderungen gerecht werden zu können, sind neue Konzepte in der Vekehrsinfrastruktur notwendig. Ziel des Landes ist es, den Transport vermehrt von der Straße auf Schienen und ins Wasser zu verlagern.

Aktuell: Verkehrsprojekte bis 2030

Am 3. August 2016 hat das Bundeskabinett den Bundesverkehrswegeplan beschlossen. Darin ist vorgesehen, wie rund 270 Milliarden Euro bis 2030 in deutsche Straßen, Schienen und Schiffswege investiert werden sollen. Der drittgrößte Anteil bundesweit geht nach Baden-Württemberg:

Mehr zum Bundesverkehrswegeplan.