Landeskunde Baden-Württemberg

 

Harald Schmidt

Bild: Dontworry

Harald Schmidt wurde 1957 in Neu-Ulm geboren und wuchs in Nürtingen auf. Er lebt mit seiner Lebensgefährtin und seinen fünf Kindern in Köln. 

Beruflicher Werdegang

Nachdem er sein Abitur gerade so bestanden hatte, leistete er seinen Zivildienst in einem katholischen Pfarrbüro und studierte anschließend Schauspiel an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Er spielte unter anderem an den Städtischen Bühnen in Augsburg und am „Düsseldorfer Kom(m)ödchen“. Auch später kehrte er gelegentlich zum Theater zurück, so z. B. 2002 mit seiner Rolle als Diener Lucky in „Warten auf Godot“ an das Bochumer Schauspielhaus. Früher engagierte er sich als Pfadfinder und spielte Orgel in seiner katholischen Gemeinde.

Fernsehkarriere

1988 war er beim Sender Freies Berlin mit der Sendung „MAZ ab!“ zu sehen, es folgten 1990 die Sendung „Pssst…“ und „Schmidteinander“, zusammen mit Herbert Feuerstein. Zunächst im WDR gesendet, erschienen beide Sendungen ab 1994 bzw. 1995 in der ARD.
Von 1992 bis 1995 moderierte er die Show „Verstehen Sie Spaß?“, jedoch nur mit mäßigem Erfolg. Immer wieder spielte er mit der Erwaltungshaltung der Zuschauer, indem er einmal beispielsweise eine Minute lang ein Metronom laufen ließ und stellte sich selbst in den Mittelpunkt der Sendung. Dies gefiel dem Samstagabend-Publikum nicht, sodass seine letzte „Verstehen Sie Spaß“- Sendung nur noch eine Quote von 4,82 Prozent erzielte.

1995 bis 2003 moderierte er die „Harald Schmidt Show“, für die er wegen seines Zynismus schnell den Spitznamen „Dirty Harry“ erhielt. Viele Opfer seiner Späße reichten Klage ein. Es gab jedoch viele Anhänger der Sendung und sein Humor wurde von so manchem Feulletonisten geschätzt. Er galt als kluger und pointierter Komiker, Alice Schwarzer bezeichnete ihn als „gnadenlosen Aufklärer und Moralist“.

Nachdem der Geschäftsführer der ProSiebenSat.1 Media AG, Martin Hoffmann, entlassen wurde, verlängerte Harald Schmidt seinen Vertrag nicht und legte eine Pause ein. Er ging auf Weltreise und ging auf eine Kabarett- Tour mit seinem Sendungs-Kollegen Manuel Andrack.
Unter großer medialer Aufmerksamkeit startete Harald Schmidt im Dezember 2004 seine neue Late-Night-Show in der ARD. Doch 2007 entwickelte er mit dem Comedian Oliver Pocher die Sendung „Schmidt & Pocher“, die vor allem seitens früherer Anhänger stark kritisiert wurde. Seit 2009 hatte er nun wieder eine eigene Sendung mit dem Schwerpunkt auf politischem Kabarett, die viel Zustimmung erhält.

Schmidt gab im September 2010 seine Rückkehr zu Sat.1 bekannt.


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Kultur in BW

 

Baden-Württemberg bietet ein breites kulturelles Spektrum, das von klassischen Sparten wie etwa Theatern, Orchestern, Museen, Bibliotheken, Schlössern und Gedenkstätten bis hin zu Film und Medien, Kreativwirtschaft und Tourismus reicht. Dabei haben Kunst und Kultur eine hohe gesellschaftliche Relevanz und spielen deshalb in vielen Poltikfeldern eine Rolle.

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