Landeskunde Baden-Württemberg

 

Region Donau-Iller

Foto: LMZ Baden-Württemberg
Regionalverband Donau-Iller
Grafik: Regionalverband Donau-Iller

Die Region Donau-Iller liegt an der Schnittstelle der Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern. Den baden-württembergischen Teil der Region Donau-Iller bilden der Alb-Donau-Kreis, der Kreis Biberach und der Stadtkreis Ulm, im bayerischen Teil sind es die Landkreise Günzburg, Neu-Ulm, Unterallgäu sowie die kreisfreie Stadt Memmingen.

Damit gehört die Region Donau-Iller zu zwei Bundesländern. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit wurde 1973 mit einem Staatsvertrag besiegelt. Grund dafür waren die engen Verflechtungen im Wirtschafts- und Lebensraum. Eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit hilft, Unterschiede in der räumlichen Entwicklung zu überwinden und verhindert eine Konkurrenzsituation beiderseits der Bundeslandesgrenzen. 

Die Aufgaben des Regionalverbands sind im Staatsvertrag geregelt. Das zentrale Instrument bildet der Regionalplan mit integriertem Landschaftsrahmenplan. Darin sind die fachplanerischen Zielsetzungen festgelegt, räumlich ausgeformt und es werden die landesplanerischen Vorgaben konkretisiert und umgesetzt. Aber auch über den Regionalplan hinaus werden Themen in der Region gemeinsam bearbeitet. Dazu zählen Verkehrs-, Umwelt- und Siedlungsplanung genauso wie eine einheitliche Vorgehensweise bei der Suche von regionalbedeutsamen Standorten wie beispielsweise für Windkraftanlagen, Rohstoffabbau oder für große Wirtschaftsbetriebe.

Zwei große Naturräume gliedern die Region Donau-Iller. Im Nordwesten der Region erhebt sich die Schwäbische Alb bis auf eine Höhe von über 800m. Diese zeichnet sich durch eine Vielzahl von Klüften und Höhlen, Trockentälern und bewaldeten Hügeln aus. Der Bereich der Schwäbischen Alb ist bis heute nur dünn besiedelt und bis auf wenige Ausnahmen noch überwiegend von der Landwirtschaft geprägt.

Den zweiten großen Naturraum bildet die Donau-Iller-Lech-Platte. Dieser Teil des Voralpenlands war im Tertiär vom Meer bedeckt, in das die zahlreichen Flüsse aus dem Alpengebiet ihre Sedimentfracht ablagerten. Die heutige Oberflächenstruktur entstand hauptsächlich durch die Gletscher, die sich in den verschiedenen Kaltzeiten von den Alpen bis an die Donau erstreckten. Westlich der Iller überfuhren die Gletscher mehrfach den Untergrund und hinterließen so den glazialen Formenschatz mit zahlreichen Grund- und Endmoränen, Seen Mooren und Kuppen. Die Flüsse Iller, Günz und Mindel schnitten sich in diese Sedimentablagerungen ein und durch gleichzeitige Hebung des Untergrundes bildeten sich daraus die typischen, teils mit dichtem Wald bestandenen Schotterterrassen, wie sie vor allem im bayerischen Teil der Region zu finden sind.

Illertissen-Au, Foto: LMZ Baden-Württemberg

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Regionalverband Donau-Iller

 

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Statistische Informationen

 

Eine Auswahl wichtiger statistischer Angaben zu den Regionen finden Sie hier.

Vertiefende Informationen bieten das Statistische Landesamt Baden-Württemberg sowie das Institut für südwestdeutsche Wirtschaftsforschung (ISW).


 
 
 
 
 

Politik & Unterricht: Regionen in Baden-Württemberg

 

Regionale Identität im Alltag
Schüler entdecken ihre Region
Großregionen in Baden-Württemberg
Wege zur Landesindentität
Heft 1/2001 PDF (2 MB) 

 
 
 
 
 

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