Landeskunde Baden-Württemberg

 

Matthias Erzberger

(1875-1921)

Bild: Bundesarchiv

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Wer war Matthias Erzberger?

Matthias Erzberger (1875 - 1921) wurde 1875 in Buttenhausen auf der Münsinger Alb geboren und am 26. August 1921 bei Freudenstadt von zwei paramilitärischen Rechtsextremisten ermordet. Er war Parteipolitiker, Parlamentarier und Reichsminister in der Weimarer Republik und ein Wegbereiter der parlamentarischen Demokratie. 

Matthias Erzberger wird als „der große Mann des Parlamentarismus und der Finanzreform“ (Theodor Eschenburg) bezeichnet. Seine Gegner brandmarkten ihn als „Vaterlandsverräter“ und erzeugten ein Klima des Hasses und der Konfrontation. Viele seiner Parteifreunde stimmten in die Hetze mit ein.

 

Ein Wegbereiter der Demokratie

Er gilt in vielerlei Hinsicht als Exponent der frühen Weimarer Demokratie: Mit seiner Unterschrift unter den Waffenstillstandsvertrag von Compiègne besiegelte er im November 1918 das Ende des Ersten Weltkriegs.

Matthias Erzberger, einer der entscheidenden Wegbereiter der parlamentarischen Demokratie in Deutschland, reformierte als Minister nach Ende des Ersten Weltkrieges in der jungen Weimarer Republik die zerrütteten Staatsfinanzen und schuf in nur neun Monaten ein grundlegend neues Steuersystem, das bis auf unsere Zeit Auswirkungen zeigt. Er etablierte eine sozial gerechte Verteilung der finanziellen Lasten, wie sie bis heute Grundlage des deutschen Steuerrechts ist.

 

 

Hetze gegen ihn stachelte zu seiner Ermordung an

Sein Einsatz für die Demokratie und die Courage, im Sinne der jungen Republik auch unpopuläre Lösungsvorschläge zu vertreten, ließen ihn zu einer Zielscheibe rechtsgerichteter Hetzkampagnen werden. Sein politischer Gegner Karl Helfferich bezeichnete ihn in der von ihm verfassten Broschüre "Fort mit Erzberger" als "Reichsverderber".  In Verkennung seiner weitsichtigen Entscheidungen als »Novemberverbrecher« diffamiert, wurde er am 26. August 1921 von rechtsextremistischen Tätern ermordet. Seine Ermordung 1921 war ein frühes Fanal für das Schicksal der Weimarer Republik, die er mitaufgebaut hatte. 

„Allein die Demokratie kann die Zukunft und Rettung des deutschen Volkes verbürgen.“

Diese von Erzberger bereits 1920 geäußerte Überzeugung erhielt angesichts der totalitären Gräuel der nationalsozialistischen Epoche trauriges Gewicht.

 

 

Knapp 100 Jahre später: Ermordung Lübkes

Sobald Hetze gegen Vertreter des Staats in Zusammenhang mit dessen späterer Ermordung steht, fällt aus heutiger Sicht zwangsweise der Fall Lübcke ein: Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke wurde Anfang Juni 2019 durch einen Kopfschuss ermordet. Sein Engagement für Flüchtlinge ließ ihn bereits zu Lebzeiten zur Zielscheibe rechtsextremer Hetze werden. Noch Wochen nach der Tat fanden sich auf YouTube menschenverachtende Kommentare gegen Lübcke. 

"Wo die Sprache verroht, ist die Straftat nicht weit."

Mit dieser Aussage gegenüber der SZ im Juni 2019 verurteile Bundespräsident Frank Walter Steinmeier die Hasskommentare gegen Lübcke vor und nach seinem Tod. Eine Aussage, die im Lichte der Geschichte auch knapp 100 Jahre früher Gültigkeit besessen hätte.

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Das Leben des Matthias Erzberger

Matthias Erzberger kam am 20. September 1875 in Buttenhausen auf der Münsinger Alb zur Welt. Sein Vater Josef war Schneidermeister und Briefträger. Die Mutter, Katharina, geb. Flad, war eine Bauerntochter aus Buttenhausen mit gleichfalls katholischem Glauben. Matthias war das älteste von sechs Kindern. Seine einfache Herkunft, der Katholizismus und das schwäbische Wesen prägten ihn entscheidend. Nach dem Besuch der katholischen Volksschule in Buttenhausen und Bichishausen wechselte der hervorragend begabte, mit einem phänomenalen Gedächtnis ausgestattete Schüler auf Empfehlung eines seiner Lehrer auf die Präparandenanstalt in Schwäbisch Gmünd, um sich zum Volksschullehrer ausbilden zu lassen. Seine erste Anstellung als Lehrer erhielt Erzberger 1894 nach Absolvierung des Saulgauer Lehrerseminars in Marbach, kam später nach Göppingen und Feuerbach (bei Stuttgart) und fand in dieser Zeit auch zur Politik.

Matthias Erzberger wurde am 20. September 1875 in Buttenhausen auf der Schwäbischen Alb geboren und wuchs in einfachen dörflichen Verhältnissen auf. Nach einer Ausbildung als Volksschullehrer war er zunächst als Journalist in Baden-Württemberg tätig. Zudem leitete er ein katholisches Arbeitersekretariat und half – selbst Sohn eines Schneidermeisters – schwäbischen Handwerkern und Bauern dabei, ihre Interessen in Vereinen zu bündeln. Als Vertreter des Zentrums in den Reichstag gewählt, kämpfte er bereits zur Zeit des Deutschen Kaiserreichs für einen Ausbau der Rechte des Parlaments und erregte Aufsehen, als er Missstände in der Kolonialpolitik aufdeckte.

Obschon zunächst obrigkeitstreu und durchaus am imperialistischen Machtsreben orientiert, erkannte Erzberger im Verlauf des Ersten Weltkrieges die zermürbende Sinnlosigkeit der blutigen Auseinandersetzungen, wandte sich nachdrücklich von seiner alten Linie ab und forcierte rasche Friedensverhandlungen. In der schwierigen Anfangsphase der Weimarer Republik gehörte er von Beginn an zu jenen Politikern, die sich intensiv um den Aufbau und den Erhalt der neuen Demokratie bemühten.

Erzbergers vielschichtiges Engagement für die Republik und sein Mut, dieses Engagement auch unter dem Druck scharfer Angriffe auf seinen Ruf und seine persönliche Sicherheit voranzutreiben, kennzeichnen ihn jenseits früherer Obrigkeitstreue als einen verdienstvollen Wegbereiter der ersten deutschen Demokratie.

In Stuttgart begegnete Erzberger führenden Köpfen der neugegründeten württembergischen Zentrumspartei, die die Interessen des katholischen Bevölkerungsteils vertrat. Unter dem Einfluss des von ihm sehr verehrten Redakteurs Josef Eckard entschied sich Erzberger für den Parteieintritt.

Stets stand für Erzberger das Anliegen seiner Partei im Vordergrund, den Einfluss des marxistischen Sozialismus einzudämmen und die Lebenssituation der Menschen zu verbessern. Frühzeitig erfuhr er seine Prägung als „Linker“ in der Zentrumspartei, dem besonders die Arbeiter und Handwerker am Herzen lagen.

Als Mitarbeiter im Arbeiterverein (Arbeitersekretär) oblag ihm die Vermittlung von Wissen, und so musste er erst einmal selber seinen Bildungshorizont erweitern. 1896 trat er als Redakteur beim „Deutschen Volksblatt“ ein, dem Presseorgan der Zentrumspartei in Württemberg. Erzberger war fortan rastlos tätig, beantwortete tausende von Anfragen seiner Klientel, hielt Vorträge und veröffentlichte Broschüren zu Arbeiterfragen.

Daneben schrieb Erzberger eine Reihe politischer und geschichtlicher Bücher, unter denen „Die Säkularisation in Württemberg von 1802 bis 1810. Ihr Verlauf und ihre Nachwirkungen“ (1902) noch heute als Standardwerk gilt. Erst 24 Jahre alt, eröffnete Erzberger 1899 als Vorsitzender der Süddeutschen Gewerkschaftskommission den ersten christlichen Gewerkschaftskongress in Mainz. Er war einer der Begründer der christlichen Gewerkschaften als Gegenstück zu den sozial demokratisch dominierten.

Erzberger empfahl sich mit Fleiß, Tatkraft, einem besonderen Rednertalent und Ehrgeiz für größere Aufgaben. Einer seiner Förderer, der Reichs- und Landtagsabgeordnete Adolf Gröber, gewann ihn für die „große Politik“. 1903 errang Erzberger, erst 28jährig, das Reichstagsmandat des 16. württembergischen Wahlkreises Biberach-Leutkirch-Waldsee-Wangen, das er bei den folgenden Wahlen jeweils erfolgreich verteidigte. Der „Benjamin des Reichstags“ ließ von Anfang an keine Zweifel daran aufkommen, dass die Rolle des Hinterbänklers für ihn ungeeignet war.

Der seit 1900 verheiratete Familienvater nahm 1904 festen Wohnsitz in Berlin und verfolgte systematisch seinen Weg als „Berufsparlamentarier“ – was damals ganz unüblich war. Er spezialisierte sich insbesondere auf Haushaltsund Steuerfragen und erwies sich schon in seiner ersten Wahlperiode als Abgeordneter als hervorragender Etatkenner. Da er der Überzeugung war, seine Wähler kontinuierlich von der Politik der Zentrumsfraktion im Reichstag unterrichten zu müssen, schrieb er jährliche Rechenschaftsberichte und gab eine eigene Korrespondenz heraus, die in katholischen Zeitungen Süddeutschlands erschien.

Geradezu arbeitswütig und stets nach Betätigung drängend, verlor der junge Abgeordnete gelegentlich die Folgen seiner Aktionen aus dem Blick. 1906 führten seine heftigen und großes Aufsehen erregenden Attacken auf die Verwaltung der deutschen Kolonien zum Rücktritt des Leiters der Kolonialabteilung im Auswärtigen Amt, zur Auflösung des Reichstags und 1907 zu Neuwahlen („Hottentottenwahlen”).

Obwohl die Zentrumspartei ihre Stärke im Reichstag bewahren konnte, verlor sie mit der neuen Konstellation ihre parlamentarische Schlüsselstellung. Einflussreiche Fraktionskollegen ließen Erzberger ihren Unwillen spüren. In der Zeit zwischen 1907 und 1914 wurde es ruhiger um ihn, da ihm nachdrücklich nahegelegt worden war, sich politisch zurückzuhalten. Dafür schrieb Erzberger mehr denn je, nicht zuletzt auch „Der Humor im Deutschen Reichstag” (1910).

Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Sommer 1914 engagierte sich Erzberger sogleich beim Aufbau des „Nachrichtenbüros des Reichsmarineamts“ und der „Zentralstelle für Auslandsdienst“, deren Aufgabe die politische Aufklärung des im Krieg neutralen Auslands war. Als Publizist und Politiker gewann er an Einfluss zurück und noch hinzu. Langfristig verhängnisvoll wirkte sich seine Art aus, oft spontan und ohne Rücksprache mit Partei und Fraktion aufzutreten, zu sprechen und zu veröffentlichen.

Erzberger, der die Heeres- und Flottenpolitik der kaiserlichen Regierung lange unterstützt hatte, erkannte im Laufe des Krieges die Unmöglichkeit einer für Deutschland siegreichen Beendigung und trat für einen Verständigungsfrieden ein. Folgerichtig kritisierte er den „uneingeschränkten U-Boot-Krieg“ und betrieb im Juli 1917 maßgeblich die Friedensresolution des Reichstags, die einen Verständigungsfrieden ohne Gebietserwerbungen vorschlug.

Als einer der führenden Köpfe der Reichstagsmajorität betrieb Erzberger den Sturz des Reichskanzlers Theobald von Bethmann-Hollweg und focht 1918 vehement für die Einführung des parlamentarischen Regierungssystems. Regierungen sollten zukünftig vom Parlament bestellt werden und von seinem Vertrauen abhängig sein. Die Regierungen erhielten auf diesem Wege ihre demokratische Legitimation. Vor 1918 waren die Parlamente von der Regierungsbildung, Entlassung und Berufung der Regierungschefs und/oder einzelner Minister fast völlig ausgeschlossen. Folgerichtig gehörte Erzberger, wie etwa auch die Württemberger Adolf Gröber und Conrad Haussmann, seit Anfang Oktober 1918 als Staatssekretär (de facto Minister) dem Kabinett des Reichskanzlers Prinz Max von Baden an, der ersten Reichsregierung, deren Mitglieder zum großen Teil aus den Reihen der Reichstagsfraktionen stammten. Die vom Kabinett auf den Weg gebrachte Verfassungsreform („Oktoberverfassung”) kam jedoch zu spät und blieb angesichts der Novemberrevolution von 1918 Makulatur.

Waffenstillstand und Friedensvertrag

Erzberger hatte sich auf Drängen des Reichskanzlers und der Obersten Heeresleitung bereiterklärt, die Leitung der deutschen Waffenstillstandskommission zu übernehmen.

Am 11. November 1918 unterzeichnete Erzberger das Waffenstillstandsabkommen bei Compiègne und war danach mit dessen Durchführung beauftragt.

Zu diesem Zeitpunkt war bereits der „Rat der Volksbeauftragten“ als oberstes deutsches Regierungsorgan im Amt. Der im Februar 1919 gebildeten Reichsregierung unter Philipp Scheidemann (SPD) gehörte Erzberger als Minister ohne Geschäftsbereich an. Im Januar 1919 war er in die in Weimar tagende Deutsche Nationalversammlung gewählt worden. Mit klarem Blick für die Situation des in über vier Jahren Krieg ausgebluteten Deutschland setzte sich Erzberger nachdrücklich und unbeirrt für den Frieden ein und sprach sich deshalb – im Gegensatz zu den meisten seiner Kabinettskollegen – für die Unterzeichnung des Vertrags von Versailles (28. Juni 1919) aus.

Die öffentliche Meinung in Deutschland empfand Erzbergers Votum für die Annahme des „Schanddiktats” ebenso wie seinen Einsatz für den Völkerbund als Verrat. Weite Kreise des rechten Spektrums der jungen Weimarer Republik, deren Verfassung am 11. August 1919 in Kraft trat, projizierten ihre Enttäuschung über den faktisch verlorenen Krieg und das Ende der Monarchie auf Erzberger.

Nachdem Scheidemann, um nicht die politische Verantwortung für die Unterzeichnung des Vertrags von Versailles tragen zu müssen, zurückgetreten war, bildete sein Parteifreund Gustav Adolf Bauer eine neue Regierung aus Vertretern der Parteien der sogenannten „Weimarer Koalition” (SPD, Zentrumspartei, DDP).

Matthias Erzberger war Vizekanzler und Finanzminister dieser Regierung. Als eines seiner wesentlichen Verdienste sollte sich die Reichsfinanzreform erweisen. In ihrer Bedeutung von den Zeitgenossen nicht erkannt und wegen der Inflation zunächst nicht voll wirksam, machte sich Erzberger bei den Föderalisten und einflussreichen Vertretern der im Kaiserreich herrschenden Schicht noch mehr Feinde. Als Schöpfer der eigenständigen Reichsfinanzverwaltung wagte er einen großen Schritt hin zum deutschen Einheitsstaat, indem er die bisherige Finanzhoheit der Länder wesentlich einschränkte und u.a. dem Reich die Zuständigkeit für die Eisenbahnen sicherte.

Die Finanzämter waren fortan Reichsbehörden und erhoben die Steuer, während die Länder auf den Finanzausgleich verwiesen blieben. Erzberger führte eine Reichseinkommenssteuer und das Reichsnotopfer (bzw. seit 1922 Reichsvermögenssteuer) ein, ebenso die Umsatz-, Grunderwerbs-, Erbschafts- und Kapitalertragssteuer. Er sicherte damit auf der Basis neuer politischer Rahmenbedingungen die Lebensfähigkeit des Reiches, ohne die Interessen der Länder über das notwendige Maß hinaus zu verletzen. 

Erzbergers Amtszeit als Minister war nicht von langer Dauer. Der deutschnationale Politiker Karl Helfferich trat als Intimfeind Erzbergers auf und wurde zum Rammbock der Rechten, die mit Erzberger die junge Republik angreifen und treffen wollten. Helfferich, Verfasser der Schrift „Fort mit Erzberger!” (1919), warf ihm vor, zwischen Politik und Geschäft nicht zu unterscheiden und sich selbst zu bereichern, Erzberger wehrte sich gerichtlich. Die rechte Presse überzog den Minister mit einer bis dahin beispiellosen Verleumdungskampagne. Der zeitlebens umtriebige Erzberger bot Angriffsflächen.

Der von Januar bis März 1920 vor dem Landgericht Berlin-Moabit stattfindende Beleidigungsprozess erbrachte keine vollständige Entlastung des Reichsfinanzministers. Der wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe verurteilte Helfferich galt als „moralischer Sieger”. Erzberger, dessen Position unhaltbar geworden war, musste am 12. März 1920 von seinem Amt zurücktreten und ließ auch sein Reichstagsmandat ruhen.

Die Widerstände in der württembergischen Zentrumspartei, ihn bei der Reichstagswahl im Juni 1920 wiederum als Spitzenkandidaten aufzustellen, waren erheblich. Dennoch setzte sich Erzberger durch und errang das Mandat erneut. Im Laufe des Jahres 1921 nahm der zwangsweise Zuruhegesetzte seine Aktivitäten wieder auf, hielt zahlreiche Vorträge und veröffentlichte Artikel in der Presse. Erzberger kehrte in die Politik zurück.

Am 26. August 1921 verübten zwei Mitglieder der paramilitärisch-chauvinistischen „Organisation Consul” ein Pistolenattentat auf Erzberger, als dieser auf der Kniebisstraße bei Freudenstadt im Schwarzwald mit seinem Freund, dem Reichstagsabgeordneten Carl Diez, spazieren ging. Erzberger war sofort tot, Diez überlebte schwerverletzt. Die Tat blieb zunächst ungesühnt. Erst nach 1945 wurden die beiden Mörder zu hohen Haftstrafen verurteilt. 

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Material zu Matthias Erzberger

Menschen aus dem Land. Landeskunde, Landesgeschichte, Landespolitik. 5|2002

zum kostenlosen Download (PDF)

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Letzte Aktualisierung durch die Internetredaktion der LpB BW im August 2019.
Teile der Inhalte stammen von Frank Rabergs Texten für die Reihe Menschen aus dem Land 5/2002.

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