Landeskunde Baden-Württemberg

 

Johann Peter Hebel (1760-1826)

Bild: LMZ

Der in Basel geborene Johann Peter Hebel verbrachte - abgesehen von einigen Reisen und Aufenthalten an anderen Orten - den größten Teil seines Lebens in Karlsruhe. Bis heute ist er berühmt unter anderem für seine Alemannischen Gedichte, die er in Mundart verfasste.

Johann Peter Hebel kam am 10. Mai 1760 als Sohn eines Webers und Dienstboten und dessen Frau in Basel zur Welt. Sein Vater verstarb bereits ein Jahr nach seiner Geburt, die Mutter während Hebels Schulzeit. Durch externe Förderungen konnte Hebel nach Abschluss der Schule dennoch ein Theologiestudium in Erlangen aufnehmen, erhielt darauf jedoch keine feste Anstellung als Theologe.

Nach Ende des Studiums arbeitete Johann Peter Hebel zunächst als Hauslehrer bei einem Pfarrer in Hertingen, 1783 erhielt er schließlich eine Anstellung als Lehrer am Pädagogium in Lörrach. Hier unterrichtete er Latein, Religion, Mathematik, Griechisch und Geographie. 1791 wechselte er an das Gymnasium in Karlsruhe und wurde Subdiakon der dortigen Hofkirche.

Literarische Tätigkeit

1802 begann Hebel seine Mitarbeit am Badischen Landkalender, 1803 erschienen die Alemannischen Gedichte, eine Sammlung von Lyrik, die er in alemannischer Mundart verfasst hatte. 1807 wurde Hebel Redakteur des Badischen Landkalenders (fortan unter dem Titel Rheinischer Hausfreund), ein Jahr später wurde er Direktor des Gymnasiums in Karlsruhe. 1811 erschien das Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes, eine Sammlung volktümlicher Anekdoten und Geschichten. Das Schatzkästlein enthält vor allem Beiträge Hebels aus dem Badischen Landkalender bzw. dem Rheinischen Hausfreund.

1814 beendete Hebel seine Tätigkeit als Direktor des Gymnasiums sowie seine Redaktionstätigkeit im Rheinischen Hausfreund. 1819 zog er als evangelischer Prälat in den badischen Landtag ein. Im Jahr 1824 gab er seine bekannten Biblischen Geschichten heraus. Noch im selben Jahr beendete er auch seine Lehrtätigkeit in Karlsruhe.

Johann Peter Hebel starb am 22. September 1826 infolge einer Krankheit, die er sich auf einer Dienstreise zugezogen hatte, in Schwetzingen.


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