Landeskunde Baden-Württemberg

 

Eduard Mörike (1804-1875)

Bild: LMZ

Eduard Mörike ist einer der bedeutendsten Dichter des 19. Jahrhunderts. Er veröffentlichte nicht nur Lyrik, sondern auch zahlreiche andere Schriften, unter anderem Novellen und Märchen.

Eduard Mörike kam am 8. September 1804 als siebtes von dreizehn Kindern in Ludwigsburg zur Welt. Mörike besuchte zunächst das Gymnasium in Ludwigsburg, nach dem Tod des Vaters 1817 siedelte er nach Stuttgart über. Er wurde von seinem Onkel versorgt und beendete in Stuttgart das Gymnasium, bevor er sich 1818 für ein Studium der Theologie in Urach einschrieb. 1822 wechselte er nach Tübingen über, 1826 konnte er sein Studium beenden. Nach Abschluss des Studiums war Mörike zunächst als Vikar in verschiedenen Orten tätig. 1829 verlobte er sich mit Luise Rau, die Verbindung wurde jedoch wenige Jahre später wieder gelöst.

Tätigkeit als Schriftsteller

Bereits Ende der 1820er Jahre erfolgten die ersten Veröffentlichungen von Mörikes Lyrik. 1832 erschien sein erster und einziger Roman, „Maler Nolten“. Ab 1834 war Eduard Mörike Pfarrer von Cleversulzbach, wo er mit Mutter und Schwester lebte. Jedoch war er gesundheitlich stark beeinträchtigt, woraufhin er 1843 beurlaubt wurde. Mit Ende seines Dienstes konzentrierte er sich ganz auf das Schreiben.

In den Folgejahren zog Mörike mehrmals um, unter anderem wohnte er in Bad Mergentheim, Schwäbisch Hall und Nürtingen, sein Hauptwohnort war allerdings Stuttgart. 1851 heiratete er Margarethe Speeth. In diesen Jahren veröffentlichte Mörike unter anderem „Idylle am Bodensee“, „Mozart auf der Reise nach Prag“ und mehrere Gedichte und Märchen. Außerdem verfolgte er eine Tätigkeit als Lehrer für Literatur am Katharinenstift in Bad Mergentheim.

Mörikes Literatur bewegt sich zwischen Romantik und Realismus und zeichnet sich vor allem durch ihre Musikalität aus. Seine Veröffentlichungen reichen dabei von Novellen über Lyrik bis hin zu Märchen und dem einzigen Roman „Maler Nolte“.

1873 trennte sich Eduard Mörike von seiner Frau Margarethe und zog mit einer der beiden Töchter wieder nach Stuttgart, wo er am 4. Juni 1875 krankheitsbedingt verstarb.


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