Landeskunde Baden-Württemberg

 

Bundesverkehrswegeplan

Der Bundesverkehrswegeplan 2030 ist ein Konzept, das Projekte in der Verkehrspolitik und deren Finanzierung bis 2030 darstellt. Es ist vom Bundesverkehrsministerium zusammen mit Gutachtern erarbeitet worden und Anfang August 2016 vom Bundekabinett verabschiedet worden. Der Rahmen des eines Bundesverkehrswegeplans umfasst jeweils etwa 10 bis 15 Jahre, zuletzt ist der Bundesverkehrswegeplan 2003 beschlossen worden.

Um in dem Plan alle wichtigen Projekte zu erfassen, konnten Akteure aus Landes- und Bundespolitik, aber auch Bürger und Verbände im Vorfeld Vorschläge anmelden. Auch das Land Baden-Württemberg hat eine Liste erstellt.

Fast 18 Milliarden für Straßen und Schienen

Insgesamt sollen in Deutschland bis 2030 rund 270 Milliarden Euro in Verkehrswege investiert werden. Dabei ist das Ziel, vor allem bereits vorhandene Straßen zu sanieren, anstatt neue Straßen zu bauen.

Baden-Württemberg bekommt unter allen Bundesländern insgesamt den drittgrößten Anteil, denn ins Ländle sollen 9,7 Milliarden Euro für Straßen und 8,2 Milliarden Euro für Schienen fließen. Doch der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) kritisiert den beschlossenen Bundesverkehrswegeplan, weil dieser für ihn den Ausbau der Schiene zu wenig beachte (zum Interview mit dem Minister beim SWR). Von den 8,2 Milliarden für Schienen sind 7,7 Milliarden für Neubauten (Karlsruhe-Basel, Stuttgart-Ulm) vorgesehen. Dagegen ist die Finanzierung für ein zweites Gleis auf zehn Kilometern Länge für die Frankenbahn zwischen Heilbronn und Würzburg abgelehnt worden. Das Land hatte ursprünglich für Schienen rund 1,1 Milliarden Euro mehr gefordert, die im Bundesverkehrswegeplan abgelehnt worden sind.

Für Baden-Württemberg sind insgesamt 160 Straßenbauprojekte vorgesehen. Darunter fällt etwa der Ausbau der Autobahnen 5, 6, 8 und 81. Auch sind zehn Bahnvorhaben vorgesehen und der Ausbau der Schleusen auf dem Neckar.

Der Bundesverkehrswegeplan zum Herunterladen.

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