Landeskunde Baden-Württemberg

 

Die Bevölkerung

Die Bevölkerung im deutschen Südwesten ist in der Vergangenheit rasant gewachsen. 1910 lebten etwa 4,6 Millionen Menschen auf dem Gebiet des heutigen Baden-Württemberg. 1952, im Jahr der Gründung des Landes, waren es bereits 6,7 Millionen. Im Jahr 2017 wurde erstmals die Schwelle von elf Millionen überschritten. Heute leben rund 11,1 Millionen im Land. Davon sind 50,3 Prozent Frauen. (Stand: 2020)

Zudem hat der Südwesten ein im Vergleich der deutschen Länder relativ günstiges Verhältnis von Geburten zu Sterbefällen.
Über die letzten Jahre hinweg betrachtet liegt das Durchschnittsalter der Bevölkerung in Baden-Württemberg mit 43,5 Jahren etwa ein Jahr unter dem bundesdeutschen Schnitt.

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Die räumliche Bevölkerungsverteilung

Die Größenunterschiede zwischen den Kommunen im Land sind beachtlich. Die Spannweite bei den Einwohnerzahlen der Städte und Gemeinden reicht von knapp 100 (Böllen im Landkreis Lörrach) bis rund 636.000 in der Landeshauptstadt Stuttgart. Zwar hat die Gemeindereform zu Beginn der 1970er-Jahre die Zahl der Kommunen auf rund ein Drittel reduziert. Trotzdem gibt es aber unter den 1.101 Kommunen des Landes noch rund achtzig mit weniger als 1.000 Einwohnern.

Auf der anderen Seite zählen neun baden-württembergische Städte (Stand 2019) zu den bundesdeutschen Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern:

  • Stuttgart (636.000)
  • Karlsruhe (312.000)
  • Mannheim (310.000)
  • Freiburg (230.000)
  • Heidelberg (160.000)
  • Ulm, Heilbronn und Pforzheim (je rund 126.000)
  • Reutlingen (115.000)

Fast jeder fünfte Baden-Württemberger (19,3 Prozent) lebt in einer Großstadt. Etwa 35,4 Prozent der Bevölkerung leben in Gemeinden zwischen 5.000 und 20.000 Einwohnern, weitere 31,5 Prozent in Städten mit einer Einwohnerzahl zwischen 20.000 und 100.000. Etwa 14 Prozent der Menschen im Land leben in einer der rund 500 Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern (Stand 2019).

Auf das gesamte Land Baden-Württemberg gesehen leben 310 Menschen pro Quadratkilometer. Nach den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen sowie nach Nordrhein-Westfalen belegt Baden-Württemberg damit Rang fünf im Vergleich der deutschen Länder. Innerhalb des Landes gibt es bei der Bevölkerungsdichte allerdings große regionale Unterschiede. Mit Abstand am dichtesten besiedelt sind die industriellen Ballungsräume im Land, allen voran die Region Stuttgart (ca. 790 pro qkm). Es folgen die Regionen Mittlerer Oberrhein (480 pro qkm) und Rhein-Neckar (470 pro qkm). Am wenigsten Einwohner je Quadratkilometer haben die Regionen Heilbronn-Franken (187 pro qkm), Bodensee-Oberschwaben (178 pro qkm) und Donau-Iller (176 pro qkm).


Stand: Juli 2020, Internetredaktion der LpB

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