Landeskunde Baden-Württemberg

 

Große religiöse und künstlerische Strahlkraft

Der Inbegriff Beuroner Kunst: Das Innere der Gnadenkapelle. Foto: Erzabtei St. Martin, Beuron

1946 gründeten Benediktinerinnen von der Heiligen Lioba aus Freiburg i. Br. die Heimschule Kloster Wald. Anstelle des 1953 aufgehobenen Marien-Lyzeums eröffnete 1956 die Kongregation der Schwestern des Heiligen Franziskus in Erlenbad die Liebfrauenschule mit Internat in Sigmaringen.

Mit seinen Ordensniederlassungen wurde Hohenzollern ein Land mit großer religiöser und künstlerischer Strahlkraft. Besonders die Erzabtei Beuron erlangte mit der Pflege des Choralgesangs, der Beuroner Kunstschule, der Philosophisch- Theologischen Hochschule und dem Palimpsest- Institut eine weit über Südwestdeutschland hinausragende Bedeutung. Seit 1900 absolvierten die Angehörigen der Thüringer Franziskanerprovinz ihre Philosophiestudien im Kloster Gorheim.

In dieser Atmosphäre konnten sich auch einzelne Formen der Volksfrömmigkeit voll entfalten. Es sei hier nur an die Wallfahrten zu den Gnadenbildern in Beuron und Laiz, zur Heiligen Anna in Haigerloch und zur Kapelle Maria Deutstetten in Veringenstadt hingewiesen. Feierlich wurde in Sigmaringen jeweils am 24. April das Fidelisfest begangen.