Landeskunde Baden-Württemberg

 

Forschung

Foto: LMZ Baden-Württemberg

Wirtschaft und Wissenschaft

Stand: Oktober 2017

Traditionell gibt es in Baden-Württemberg eine enge Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Das exportorientierte Hochlohnland kann nur auf den Weltmärkten erfolgreich bleiben, wenn es technologisch fortschrittliche Produkte, Verfahren und Dienstleistungen entwickelt. Neben dem Ausbau und der Förderung der Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bilden deshalb die Technologiezentren den Kern der Forschungs- und Technologiepolitik.

Mit über 52 staatlichen Hochschulen und Berufsakademien sowie rund zwanzig kirchlichen und privaten Hochschulen verfügt Baden-Württemberg über eine der vielfältigsten Studienlandschaften der Bundesrepublik Deutschland.

Studium in Baden-Württemberg

Forschung und Entwicklung

Im Punkt der Innovationsfähigkeit belegt Baden-Württemberg im europäischen Vergleich einen Spitzenplatz. Dafür fließen auch rund 4,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung (2014) – deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt (2,9 Prozent), dem EU-Durchschnitt (2,0 Prozent) oder etwa in China, Japan und den USA.  Laut Statistischem Landesamt hat Baden-Württemberg 2015 rund 18,5 Milliarden Euro in die FuE investiert und das FuE-Personal war 114 000 Stellen stark. Von dem Geld wurde knapp die Hälfte in die Zukunft der Automobilindustrie investiert. In dieser Branche stehen Fragen nach Abgasreduzierung, Elektrifizierung, Digitalisierung sowie zum Themenfeld autonomes Fahren an. Neben der Automobilindustrie hat Baden-Württemberg seinen Schwerpunkt in der Forschung und Entwicklung auf Elektrotechnik und Maschinenbau gelegt.

Mit Bayern zusammen trägt Baden-Württemberg 52 Prozent der gesamten deutschen FuE-Investitionen in den Wirtschaftssektor.

Forschungseinrichtungen

Baden-Württemberg gilt als das Land mit dem dichtesten Netz an Forschungseinrichtungen in Deutschland. Die Universitäten sind die größten Forschungseinrichtungen des Landes und Zentren international anerkannter Grundlagenforschung. An ihnen sind fast zwanzig Prozent aller Sonderforschungsbereiche der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingerichtet: Zwölf Institute der Max-Planck-Gesellschaft haben im Südwesten ihren Sitz und weitere 14 Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft.
Insgesamt gibt es in Baden-Württemberg über 80 Hochschulen, bzw. Hochschulstandorte.

Neben den Universitäten, technisch orientierten Fachhochschulen und den naturwissenschaftlich orientierten Max-Planck-Instituten gibt es zahlreiche speziell auf die Bedürfnisse der Wirtschaft ausgerichtete Forschungseinrichtungen, die außerhalb der Universitäten angesiedelt sind, aber in enger Verbindung mit ihnen stehen.

Hierzu zählen die Institute der Fraunhofer-Gesellschaft, die Institute der industriellen Gemeinschaftsforschung, die Vertragsforschungseinrichtungen an den Universitäten und die Großforschungseinrichtungen in Stuttgart und Karlsruhe. Diese wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen bilden Brücken zwischen der Grundlagenforschung der Universitäten und der technischen Entwicklung neuer Produkte und Verfahren in den Betrieben.Ein Viertel der Forschungskapazität deutscher Großforschungseinrichtungen ist in Baden-Württemberg konzentriert, so beispielsweise das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg.

Technologietransfer

Baden-Württemberg verfügt darüber hinaus über ein flächendeckendes System des Technologietransfers. Den Unternehmen des Landes steht ein dichtes Netz von Anlaufstellen bei den Wirtschaftsorganisationen (wie den Industrie- und Handwerkskammern) zur Verfügung.

Die Steinbeis-Stiftung unterstützt mit ihren mehr als 300 überwiegend an den Fachhochschulen des Landes betriebenen und fachlich orientierten Transferzentren vor allem kleine und mittlere Unternehmen durch Beratung, Schulung und Durchführung von Entwicklungsaufträgen.

Zur Förderung von technologieorientierten Unternehmensgründungen gibt es rund dreißig Technologie- und Gründerzentren im Land. In dem klassischen Mittelstandsland Baden-Württemberg wird damit darauf geachtet, dass auch kleine und mittlere Unternehmen sich das wissenschaftliche Know-how bei ihren Gründungs- und Innovationstätigkeiten erschließen können.

Baden-Württemberg hat am 15. Dezember 2016 die europäische Wirtschaftskooperation "Cyber Valley" gestartet. Ziel von Cyber Valley ist es, Künstliche Intelligenz (KI) zu entwickeln und zu erforschen.

mehr zu Cyber Valley

 

Bildungsbericht 2015

 

Der dritte Bildungbericht für Baden-Württemberg wurde im Juni 2015 veröffentlicht. Der Schwerpunkt liegt dieses Mal auf der Regionalen Schulentwicklung. Der Bericht ist Ergebnis einer Kooperation aus Landesinstitut für Schulentwicklung und dem Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.

zum Bildungsbericht 2015

 
 
 
 
 

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