Foto: LMZ Baden-Württemberg

Tourismus

Das Genießerland Baden-Württemberg besuchten im Jahr 2009 rund 16 Millionen. Mit 42,4 Millionen Übernachtungen im Jahr ist Baden-Württemberg nach Bayern dasjenige Bundesland ist, das die meisten Touristen beherbergt.

Die meisten ausländischen Besucher stammen aus den Nachbarländern Baden-Württembergs, wobei die Schweizer und Niederländer an der Spitze rangieren. Insgesamt über 17 Prozent der Übernachtungen sind den ausländischen Reisenden zuzurechnen, die zudem durchschnittlich höhere Tagesausgaben tätigen. Insgesamt ist die Zahl der Urlauber im letzten Jahr aufgrund der Wirtschaftskrise deutlich gesunken. Seit dem Frühjahr 2010 steigen die Übernachtungszahlen wieder an. 

Das Ländle ist somit sowohl für Inländer als auch für Ausländer einer der führenden Tourismusstandorte in der Bundesrepublik Deutschland. Dies bedeutet auch, dass sich der Fremdenverkehr zu einem dominanten Erwerbszweig entwickelt hat. Der Tourismussektor erwirtschaftete mit seinen 200.000 direkt abhängigen Arbeitsplätzen etwa fünf Prozent des Bruttoinlandsproduktes von Baden-Württemberg.

Das Reiseverhalten ändert sich

Doch auch wenn der Tourismus international und national zu einem der größten Wachstumsmärkte zählt, unterliegt er tief greifenden strukturellen Veränderungen. Neben der sinkenden Aufenthaltsdauer der Gäste und der verstärkten Reisehäufigkeit, ist der Anteil der Auslandsreisen bei den Deutschen auf 70% gestiegen.

Darüber hinaus haben sich die Reisemotive der Touristen stark diversifiziert. Sowohl Sport und Fitness als auch Abenteuererlebnisse werden von den Besuchern immer häufiger gefordert und nehmen im Urlaub einen größer werdenden Stellenwert ein. Sichtbar ist dies an den vielerorts angebotenen Trendsportarten, wie zum Beispiel dem Snowboarden oder dem florierenden Freizeiterlebnispark Europark Rust. Angesichts der gesellschaftlichen Weiterentwicklung zur „Informations- und Freizeitgesellschaft“, wird sich dieser Trend in Zukunft weiter fortsetzen.

Durch die individuelleren Urlaubswünsche haben sich die Regionen in Baden-Württemberg zunehmend spezialisiert. Darüber hinaus sind gute Marketingstrategien  und Serviceleistungen für die Urlaubsgegenden immer wichtiger geworden. Erkennbar ist die schwerpunktmäßige unterschiedliche Funktionsübernahme der Städte auch an der Werbekampagne „Sterne des Südens“. An dieser nehmen alle Großstädte sowie Baden-Baden teil, wobei sich letzteres auf die Themen Kultur, Unterhaltung und Gesundheit spezialisiert hat. Mit diesem Konzept lockt es derzeit ungefähr 700 000 Besucher pro Jahr an.

Da Baden-Württemberg jedoch mit 57 höheren prädikatisierten Heilbädern und Kurorten das Bäderland Nummer Eins in Deutschland ist, können sich Besucher nicht nur in den Thermalquellen von Baden-Baden entspannen. Die zahlreichen Heilbäder und Kurorte bieten rund 90.000 Menschen einen Arbeitsplatz. Des Weiteren hat das Land Baden-Württemberg ein Gesetz über die Anerkennung von Kurorten und Erholungsorten verabschiedet, um dem verschärften Wettbewerb in diesem Bereich entgegenzuwirken.

Trotz der Anpassung verlieren insbesondere die klassischen Reisegebiete wie der Schwarzwald und der Bodenseeraum immer mehr Touristen. Während früher die ländlichen Räume als Erholungsgebiete fungierten, weist der Trend heute in Richtung Städtetourismus. Große Städte wie Stuttgart, Mannheim oder Karlsruhe sind selbst zu Zielgebieten des Tages- und Übernachtungstourismus geworden.

Tourismus als Landespolitik

Um die vielfältigen Herausforderungen im Reisegewerbe zu bewältigen, hat das Wirtschaftsministerium in Zusammenarbeit mit der baden-württembergischen Dachorganisation Tourismus-Verband Baden-Württemberg e.V. die grundsätzlichen Aufgabenziele der Tourismuspolitik definiert. Im Mittelpunkt der Tourismuspolitik stehen hierbei das Tourismusmarketing sowie die finanzielle Förderung strukturschwacher Regionen.

Seit März 2009 wird im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms des Bundes die kommunale Tourismusinfrastruktur in den Jahren 2009 bis 2011 durch das Sonderprogramm "Nachhaltige Tourismusinfrastruktur" der Landesregierung mit 17 Millionen Euro unterstützt. 

Wirtschaftsministerium & Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum: Tourismuskonzept Baden-Württemberg (PDF, 2.0 MB)

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Ministerium für Finanzen und Wirtschaft

 
Ministerium für Finanzen und Wirtschaft

Minister: Dr. Nils Schmid

Ministerium für Finanzen und Wirtschaft

 
 
 
 
 
 

Urlaub und Tourismus

 

Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Baden-Württemberg: Mehr als 200.000 Arbeitsplätze hängen direkt vom Tourismus ab. Mehr Informationen finden Sie hier...

 
 
 
 
 

Tourismusverband BW

 

Der Tourismusverband Baden-Württemberg bietet mit seinem Internetangebot vielfältige Informationen zu Regionen und Städten, eine große Auswahl an Reisethemen wie beispielsweise barrierefreies Reisen und die Möglichkeit, online eine Unterkunft zu buchen.

 
 
 
 
 

Entwickungen im Tourismus

 

Korff, Cornelia (2008): Entwicklungen im Tourismus. In: Gebhardt. Hans: Geographie Baden-Württembergs. Raum, Entwicklung, Regionen. Erschienen bei der Landeszentrale für politische Bildung.

 
 
 
 

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