Foto: LMZ Baden-Württemberg

Industrielle Ballungsräume vs. Handwerk

Dr. Reinhold Weber

Traditionell weist der deutsche Südwesten eine dezentralisierte Industrie- und Wirtschaftsstruktur auf. Dennoch: In den industriellen Ballungsräumen Baden-Württembergs – in der Region Stuttgart, in der Region Rhein-Neckar/Mannheim und in der Region Mittlerer Oberrhein/Karlsruhe – konzentrieren sich mehr als ein Drittel der Einwohner und fast die Hälfte der Produktion des Landes.

Die Kernregion ist die Region Stuttgart, einer der größten industriellen Ballungsräume Deutschlands, von deren Dynamik und Innovationskraft permanente Impulse für alle Landesteile ausgehen.

Besonders beachtlich – trotz sinkender Tendenz – ist das Handwerk in Baden-Württemberg. Es steht für Kontinuität, Standorttreue, aber auch für Innovation. Mit über 80.000 Betrieben und etwa 700.000 Mitarbeitern in rund 125 verschiedenen Berufen, mit rund 60.000 Lehrstellen und einem jährlichen Gesamtumsatz von über 60 Milliarden Euro ist das Handwerk ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Land.

Vorherrschend sind kleingewerbliche Strukturen: In mehr als der Hälfte aller Betriebe arbeiten höchstens vier Mitarbeiter, weniger als zwei Prozent der Betriebe beschäftigen fünfzig Mitarbeiter und mehr.


 

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