
- Foto: LMZ Baden-Württemberg
Außenhandel
Dr. Reinhold Weber
Die Wirtschaft in Baden-Württemberg ist wie in kaum einem anderen Land im Auslandsgeschäft tätig. Sie behauptet sich im internationalen Wettbewerb, denn immer mehr Unternehmen beliefern die Märkte anderer europäischer und außereuropäischer Länder. Die Exportquote – das heißt der Anteil der Exporte am Bruttoinlandsprodukt – liegt bei fast vierzig Prozent; jeder dritte Arbeitsplatz in der Industrie in Baden-Württemberg hängt vom Export ab.
Sektoral liegt der Exportschwerpunkt im Investitionsgüterbereich. Große Anteile der Industrieexporte machen Kraftwagen und Kraftwagenteile, Maschinen, chemische Erzeugnisse und Elektrotechnik aus, mit einigem Abstand gefolgt von Textilien. Insgesamt werden pro Jahr Waren im Wert von rund 120 Milliarden Euro exportiert. Ausgeführt wird weltweit, vor allem aber in die Länder der EU. Die größten Abnehmer sind Frankreich, Großbritannien und Italien.
Insgesamt gesehen ist Baden-Württemberg stärker als der Durchschnitt der anderen deutschen Länder auf Märkten außerhalb der EU präsent. Nordamerika und Ostasien sind Schwerpunkte wirtschaftlicher Kooperation. Die Bedeutung der sich entwickelnden Länder in Mittel- und Osteuropa, Asien und Lateinamerika als baden-württembergische Wirtschaftspartner wird auch in Zukunft kontinuierlich zunehmen. Die aufstrebenden Volkswirtschaften Chinas, Russlands und der neu beigetretenen EU-Länder werden immer wichtiger.
Außenhandel ist keine Einbahnstraße: Den Ausfuhren Baden-Württembergs stehen erhebliche Einfuhren aus aller Welt gegenüber. Aufgrund des hohen Einkommensniveaus ist das Land ein bedeutender Absatzmarkt für Importwaren. Im Jahr 2009 wurden Waren im Wert von rund 109 Milliarden Euro eingeführt.
Wichtigste Importgüter sind vor allem chemische Erzeugnisse, Kraftwagen und Kraftwagenteile, Maschinen, aber auch Textilien und Nahrungsmittel. Mehr als die Hälfte der Einfuhren kommt aus den Ländern der EU, gefolgt von den USA und Japan.
Ministerium für Finanzen und Wirtschaft

Minister: Dr. Nils Schmid
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