Landeskunde Baden-Württemberg

 

Institutionen

Diese Einrichtungen und Organisationen zum Thema Flucht und Vertreibung gibt es in Baden-Württemberg:

Haus der Heimat

Das Haus der Heimat in Stuttgart ist eine Kultureinrichtung des Landes Baden-Württemberg. Es dient im Sinne des Bundesvertriebenengesetzes der Pflege und Weiterentwicklung des deutschen Kulturguts der ehemaligen deutschen Ost- und Siedlungsgebiete und ist eine zentrale Begegnungsstätte des Landes für alle Bevölkerungskreise, besonders für Vertriebene, Flüchtlinge und Spätaussiedler.
Das Haus der Heimat zeigt Ausstellungen und veranstaltet Lesungen, Konzerte und Vortragsreihen zu Musikgeschichte, Geschichte, Kultur und Landeskunde. Seine Bibliothek mit etwa 20.000 Medieneinheiten ist der Öffentlichkeit zugänglich und an die Fernleihe angeschlossen.
www.hdhbw.de

Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde

Das Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde in Tübingen hat die Aufgabe, auf der Grundlage des Bundesvertriebenengesetzes die Geschichte, Landeskunde und die Dialekte der Herkunftsgebiete der Vertriebenen und Spätaussiedler; die zeitgeschichtlichen Fragen von Flucht, Vertreibung und Spätaussiedlung sowie der Eingliederung wissenschaftlich zu erforschen und zu
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dokumentieren. Das Institut führt wissenschaftliche Tagungen durch, hält Lehrveranstaltungen an der Universität Tübingen und gibt Publikationen heraus.
www.idglbw.de/de

Institut für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa

Das Institut für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa in Freiburg erforscht, sammelt und dokumentiert das Kulturgut der Vertriebenen und Spätaussiedler. Die Untersuchungen richten sich auf Sammlungen von Volksliedern, Mundarten, Dokumenten, Büchern, Zeitschriften, Landkarten und Lichtbildern. Schwerpunktmäßig befasst sich das Institut mit mündlicher Überlieferung, Volkserzählung, Volkslied, Brauch und Sitte sowie mit Lebensberichten und Volksglauben. Die Forschungsergebnisse werden auf wissenschaftlichen Tagungen dargestellt.
www.jkibw.de

Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg

Die Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg mit Sitz in
Stuttgart hat die Aufgabe, im zusammenwachsenden Europa die Pflege der deutschen Kultur in Ungarn, Rumänien und im ehemaligen Jugoslawien zu fördern und zu unterstützen. Dies gilt vor allem für die noch heute von Donauschwaben bewohnten Gebiete und die dort lebenden Donauschwaben.
www.dsksbw.de

Donauschwäbisches Zentralmuseum

Das Donauschwäbische Zentralmuseum zeigt seit Juli 2000 in einem Teil der Festungsanlage Obere Donaubastion in Ulm die Geschichte der aus den deutschen Ländern stammenden Siedler von ihrer Auswanderung nach Südosteuropa vor 250 Jahren bis in die Gegenwart.
Über zwei Jahrhunderte haben die Donauschwaben Kultur und Wirtschaft in den neuen Siedlungsgebieten geprägt. Darüber und über die Länder Südosteuropas will das Museum informieren. Die Dauerausstellung zeigt das wechselvolle Leben der Donauschwaben. Tagungen und spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche sowie Vorträge, Seminare und Workshops runden das Angebot ab.
www.dzm-museum.de/de/

Verbände und Landsmannschaften

Die Verbände der Vertriebenen und Spätaussiedler und ihre Einrichtungen (Bund der Vertriebenen - Landesverband Baden-Württemberg, Landsmannschaften und sonstige Organisationen der Vertriebenen und Spätaussiedler sowie Einrichtungen, die Kulturarbeit nach Maßgabe des § 96 des Bundesvertriebenengesetzes leisten) erhalten vom Land Zuschüsse zur Pflege des Kulturguts der historischen deutschen Reichs- und Siedlungsgebiete in Ostmittel- und Südosteuropa.

Links

Links zu den BdV-Kreisverbänden, den Landesmannschaften, sowie zu weiteren Institutionen zum Thema finden Sie beim BdV - Bundesverband.

 

 

Autor

Der Autor dieses Dossiers der freiberufliche Journalist Stefan Jehle.

 
 
 
 

Literatur/ Quellen

 

Literatur/ Quellen

 

Beer, Mathias: Flucht und Vertreibung der Deutschen – Voraussetzungen, Verlauf, Folgen. Beck Verlag, München 2011, 204 Seiten (Verfasser ist Historiker, Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde, Tübingen)


Burk, Henning (Hg.): Fremde Heimat, das Schicksal der Vertriebenen nach 1945, Buch zur ARD-Fernsehserie, Rowohlt Verlag, Berlin 2011, 263 Seiten


Douglas, R.M.: Ordnungsgemäße Überführung, die Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg, Beck Verlag, München 2012, 556 Seiten (amerikanischer Historiker erarbeitete auf der Grundlage von Quellen des Internationalen Roten Kreuzes die Mitverantwortung der Alliierten)


Grosser, Thomas: Die Integration der Heimatvertriebenen in Württemberg-Baden (1945-1961), Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2006, 463 Seiten (Habil.-Schrift an der Uni Mannheim, 2002)


Kossert, Andreas: Kalte Heimat, die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945, Siedler Verlag, München 2008, 430 Seiten


Schwartz, Michael: Vertriebene und „Umsiedlerpolitik“, Integrationskonflikte in den deutschen Nachkriegs-Gesellschaften und die Assimilationsstrategien in der SBZ/DDR 1945 – 1961, R. Oldenbourg Verlag, München 2004, 1247 Seiten


Koch, Manfred, u. Liebig, Sabine (Hg.): Migration und Integration in Karlsruhe, mit Beiträgen div. Autoren, unter Mitwirkung des Büros für Integration der Stadt und der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Veröffentlichung des Stadtarchivs, Band 31, Info Verlag, Karlsruhe 2010, 264 Seiten


Müller, Ulrich (Hg.): Verlorene Heimat – gewonnene Heimat. Die Vertriebenen in Schwäbisch Gmünd und im Ostalbkreis, herausgegeben vom Dezernat 3 und dem Stadtarchiv der Stadt Schwäbisch Gmünd, initiiert von der Arbeitsgemeinschaft „Heimat und Kultur der Vertriebenen aus dem Osten“, Eigenverlag der Stadt Schwäbisch Gmünd, 2016 (2.Auflage), 288 Seiten


Rössler, Helmut (Hg.): Auf zu neuen Ufern, die deutschen Heimatvertriebenen im Altkreis Waiblingen. Aufnahme und Eingliederung, Berichte und Dokumente. Eigenverlag Bund der Vertriebenen, Kreisverband Waiblingen, Druck Michel Backnang, Waiblingen 2002, 149 Seiten


Beer, Mathias (Konzeption und Bearbeitung): Umsiedlung, Flucht und Vertreibung der Deutschen als internationales Problem, zur Geschichte eines europäischen Irrwegs, Schrift des „Haus der Heimat“, des Landes Baden-Württemberg (Einrichtung zu Deutsche Kultur und Geschichte im östlichen Europa), Eigenverlag Haus der Heimat, Stuttgart 2009, 96 Seiten


Bendel, Rainer (Hg.): Wie Fremde zur Heimat wurde, Aspekte der Integration – aus
dem Leben bekannter Persönlichkeiten, Schrift des „Haus der Heimat“, des Landes Baden-Württemberg (Einrichtung zu Deutsche Kultur und Geschichte im östlichen Europa), Eigenverlag Haus der Heimat, Stuttgart 2010, 108 Seiten


Haus der Geschichte Baden-Württemberg: Ihr und Wir, Integration der Heimatvertriebenen in Baden-Württemberg, Katalog zu „Große Landesausstellung 2010“ – ein Kooperationsprojekt mit dem Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde, Tübingen. Stuttgart November 2009, 144 Seiten


Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Statistische Analysen - Vertriebene in Baden-Württemberg, Statistische Analysen 9/2004. Stuttgart 2004, 96 Seiten

 
 
 
 
 

 

Migration

Der Zuzug von ausländischen Staatsbürgern, sowie deren Familiengründungen beeinflussen die Einwohnerzahl des Landes. So hatten im Jahr 2013 rund 3 Millionen Baden-Württemberger Migrationshintergrund - das ist fast jeder Vierte.

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