Landeskunde Baden-Württemberg

 

Schiffsverkehr

Foto: LMZ Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg werden nach Nordrhein-Westfalen deutschlandweit die meisten Güter auf dem Wasser befördert. Im Jahr 2013 waren das ungefähr 30,2 Millionen Tonnen. Dazu tragen vor allem die drei Binnenhäfen von Baden-Württemberg bei, die zu den größten Binnenhäfen Deutschlands gehören. So wurden am Hafen Mannheim 2015 rund 8,1 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen, darunter vor allem Kohle, Nahrungs- und Futtermittel. Karlsruhe (7,1 Mill.) und Heilbronn (2,8 Mill.) haben ebenso maßgeblich zum Umschlagvolumen beigetragen. Der Hafen in Heilbronn der größte Hafen in Deutschland, der nicht am Rhein liegt.

Rund 550 Kilometer Bundes- und Landeswasserstraßen können vom gewerblichen Binnenschiffsverkehr im Land genutzt werden. Die Bundeswasserstraßen teilen sich auf den Rhein mit 284 Kilometern, den Neckar mit 203 Kilometern und den Main mit 38 Kilometern auf. Zu den Landeswasserstraßen gehören der baden-württembergische Anteil des Rheins auf der Strecke zwischen Basel und Rheinfelden und von Konstanz nach Schaffhausen sowie die Nebengewässer des Rheins. Diese werden vom Land verwaltet.

Bodensee-Schifffahrt

Auch der Bodensee spielt bei der Güter- und Personenbeförderung eine wichtige Rolle. Wie in vielen Gewässern Baden-Württembergs können die Fähren hier Strecken für Fahrräder und PkW deutlich verkürzen. Allein die Fähren zwischen Konstanz und Meersburg transportieren im Jahr rund 5,3 Millionen Menschen, 1,6 Millionen PKW und 79.000 Nutzfahrzeuge. Zugleich ist der Bodensee ein wichtiges Naherholungsgebiet und ein schützenswerter Trinkwasserspeicher, der rund 4,5 Millionen Menschen mit Trinkwasser versorgt.

Potenzial des Binnenschiffverkehrs

Der Güterverkehr zu Wasser gilt als umweltfreundliche Alternative zu dem Transport auf der Straße. Zudem gibt es hier noch Kapazitäten für Wachstum. Deshalb sollen die Binnenhäfen in Baden-Württemberg weiter ausgebaut und besser mit der Bahn und dem LKW-Transport verknüpft werden.

Verladen am Rheinhafen Mannheim. Foto: LMZ

Derzeit liegt der Anteil der Güter, die in Deutschland auf der Straße transportiert werden, mit 3,05 Milliarden Tonnen ungeschlagen an der Spitze. Schiffs- und Schienenverkehr zusammen kommen nur etwa auf 593 Millionen Tonnen (2014).

Generell geht die Tendenz bei der Binnenschifffahrt zu längeren Transporteinheiten. Doch können große Containerschiffe mit einer Länge bis zu 135 Metern die Schleusen im Neckar nicht passieren. Um den Neckar konkurrenzfähig zu halten, sollen die Neckarschleusen deshalb ausgebaut und verlängert werden. Dies ist vom Land Baden-Württemberg im Bundesverkehrswegeplan 2030 beantragt und dort auch als notwendig aufgenommen worden.

Zum Bundesverkehrswegeplan 2030.

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Häfen in Baden-Württemberg

 

Die drei Binnenhäfen in Mannheim, Karlsruhe und Heilbronn gehören zu den größten Binnenhäfen Deutschlands. Mehr Infos finden Sie unter:

Hafen Mannheim

Rheinhafen Karlsruhe

Hafen Heilbronn

Insgesamt werden an zehn Häfen in Baden-Württemberg Güter umgeschlagen. Im Jahr 2010 waren das insgesamt 30,6 Millionen Tonnen.

 

 

 
 
 
 
 

Aktuell: Projekte im Verkehr bis 2030

 

Am 3. August 2016 hat das Bundeskabinett den Bundesverkehrswegeplan beschlossen. Darin ist vorgesehen, wie rund 270 Milliarden Euro bis 2030 in deutsche Straßen, Schienen und Schiffswege investiert werden sollen. Der drittgrößte Anteil bundesweit geht nach Baden-Württemberg:

Mehr zum Bundesverkehrswegeplan.

 
 
 
 
 

Ministerium

 

Winfried Hermann

ist Minister für  Verkehr. 

 
 
 
 
 

Ministerium

 

Winfried Hermann

ist Minister für  Verkehr. 

 
 
 
 
 

Publikation

 

Generalverkehrswegeplan (GVP)

Der aktuelle GVP wurde im Dezember 2010 von der baden-württembergischen Landesregierung beschlossen. Damit folgt er dem Dokument von 1995. In dem Plan werden grundlegende Ziele und Vorhaben des Landes im Bereich der Verkehrspolitik definiert.

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Publikation

 

Nachhaltige Mobilität - Für alle

Die Strategie "Nachhaltige Mobilität - für alle" hat das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur im April 2015 herausgegeben. Darin werden Trends und Leitbilder der Landesregierung aufgeführt.

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