Landeskunde Baden-Württemberg

 

Energie und Klima

Foto: LMZ Baden-Württtemberg

Nachhaltigkeit und Umweltschutz orientiert sich nicht an Ländergrenzen. So ist Baden-Württemberg Teil eines internationalen Gefüges, das sich für Klimaschutz, Energieeffizienz, den Ausbau Erneuerbarer Energien und Nachhaltigkeit einsetzt. Dieses Engagement wird auf mehreren Ebenen deutlich.

Klimaschutz und Klimawandel

Der Klimawandel ist in vollem Gange - bereits jetzt ist die Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre deutlich höher als noch zu Beginn der 90er Jahre. Das hat erhebliche Auswirkungen für Natur und Lebewesen auf der ganzen Welt. Manche Regionen sind bereits von den Folgen zunehmender Dürren, Überschwemmungen oder anderen Extremereignissen, sowie abschmelzender Gletscher betroffen. Langfristig kann der Klimawandel zu wachsendem Hunger, knappem Trinkwasser, Fluchtbewegungen und dadurch bedingten Konflikten führen. Ein Problem des Klimawandels liegt unter anderem darin, dass die schlimmsten Folgen wohl zuerst ärmere Länder treffen werden. Um dieses Szenario nicht zuzulassen, wurde das sogenannte "Zwei-Grad-Ziel" auf dem UN-Klimagipfel 2015 in Paris beschlossen. Laut diesem darf sich die Erde bis 2100 gemessen an 1990 nur um zwei Grad erwärmen - dies gilt als eine Grenze, bei deren Überschreitung die Wahrscheinlichkeit für negative Folgen deutlich erhöht wird. Um den Zielen, die international wie national gesetzt werden, gerecht zu werden, muss auch Baden-Württemberg erhebliche Anstrengungen auf sich nehmen.

Klimawandel in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg ist ein Bundesland mit starkem Industrieanteil, was zu einem hohen Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen führt. Derzeit liegt der Anteil des Bundeslands an den weltweiten Treibhausgasemissionen bei etwa 0,3 Prozent - ein Wert, der reduziert werden muss. Auch die ersten Folgen des Klimawandels sind bereits im Bundesland zu spüren: Es wird wärmer, vor allem im Winter. So ist die Jahresdurchschnittstemperatur von 8 Grad im im Jahr 1901 auf über 9 Grad (2005) angestiegen. Das Verhältnis zwischen Sommertagen und Eistagen verschiebt sich ebenfalls zu mehr warmen Tagen. In den kommenden Jahren wird sich dieser Trend fortsetzen, was inbesondere in der Rheinebene zu merken sein wird. Dort nehmen die warmen Tage zu. Auch gehen Forscher davon aus, dass der Neckar Mitte des Jahrhunderts bis zu 15 Prozent mehr Wasser führen könnte. Dies hätte im Falle eines Hochwassers erhebliche Folgen. Der Klimawandel hat zudem auch direkten Einfluss auf unsere Gesundheit: Die Hitze wird insbesondere ältere Menschen belasten, zudem könnten sich neue Krankheiten und Allergien entwickeln.

Bei den bevorstehenden Veränderungen müssen allerdings nicht alle negativ sein. So hat eine Erwärmung bis zu einem Grad zunächst positiven Einfluss auf den Ertrag mancher Nutzpflanzen oder für die Artenvielfalt in Baden-Württemberg. Auch wird mit einem Wachstum des Sommertourismus gerechnet. Die Nachteile gehen damit allerdings Hand in Hand und sind vermutlich auch mit hohen Kosten verbunden.

Klimawandel in Baden-Württemberg: Fakten - Folgen - Perspektiven

Klimaschutzgesetz

Zum 31. Juli 2013 ist das „Gesetz zur Förderung des Klimaschutzes in Baden-Württemberg“ in Kraft getreten. Das gibt klare Regeln zum Klimaschutz vor: Der CO2-Ausstoß des Landes soll bis 2020 um mindestens 25 Prozent und bis 2050 um 90 Prozent sinken. Parallel zur Reduktion der Treibhausgase wurde im Gesetz festelegt, dass Baden-Württemberg eine landesweite Anpassungsstrategie verfolgen muss. Denn selbst wenn die Temperatur, wie in Paris 2015 beschlossen, nur auf zwei Grad steigen sollte, ist mit spürbaren ökologischen und ökonomischen Folgen zu rechnen. Das Klimaschutzgesetz sieht darüber hinaus Änderungen im Landesplanungsgesetz vor, die das Klimaschutzziel mit der Regionalplanung verbinden und mahnt die öffentliche Hand zur Vorbildfunktion.

Zum Gesetzestext

Um die festgelegten Klimaschutzziele zu erreichen, hat die Landesregierung ein integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept (IEKK) entworfen. Dieses liefert die konkreten Strategien und Maßnahmen zur Umsetzung. Das aktuelle IEKK wurde im Jahr 2014 veröffentlicht und soll alle fünf Jahre überarbeitet werden.

 

 

 

 

Ministerium

 
 
 
 
 
 

Publikation

 

Klimawandel in Baden-Württemberg: Fakten - Folgen - Perspektiven

erschienen 2010

zur Publikation

 
 
 
 
 

Anpassungsstrategie

 

Strategie zur Anpassung an den Klimawandel in BW

diese Strategie ist Teil des Klimaschutzgesetzes der Landesregierung. Sie wurde im Juli 2015 vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft veröffentlicht.

zum Dokument

 
 
 
 
 

Klimawandel und Klimapolitik

 

Der Bürger im Staat
Heft 1-2008, 80 Seiten
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Ministerium

 
 
 
 
 
 

Umweltindikatoren

 

Daten zur Umwelt - Umweltindikatoren BW 2016

Dieses Faltblatt gibt einen Überblick über die Umweltindikatoren in Baden-Württemberg und zeigt Entwicklungen der vergangenen Jahre an.

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