Erwin Teufel

Geboren am 4. September 1939 in Rottweil.
Erwin Teufel war von 1991 bis 2005 Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Von 1992 bis 1996 war er Chef einer Großen Koalition, von 1996 bis 2005 führte er eine Koalition aus CDU und FDP/DVP.
Der Verwaltungsfachmann war 1992 gezwungen, die ungeliebte Große Koalition einzugehen. Mit großen Einsparanstrengungen versuchte er, die Neuverschuldung zu reduzieren und das Land angesichts der Globalisierung neu zu positionieren. Dazu gehörten große Infrastrukturmaßnahmen wie der Ausbau des Stuttgarter Flughafens. Weitere Projekte wurden angegangen, um wettbewerbsfähige Strukturen zu schaffen und die Kräfte des Landes zu bündeln.
In der Amtszeit Teufels kam es zur Fusion der zuvor regionalen Energieversorger zur EnBW und zur Fusion der beiden öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten SDR und SWF zum Südwestrundfunk (SWR).
Mit der im Januar 2005 in Kraft getretenen Verwaltungsreform und mit Strukturmaßnahmen in der Wirtschafts- und Bildungspolitik setzte Teufel weitere Akzente. Er engagierte sich stark in der Europapolitik und vertrat die deutschen Länder im EU-Verfassungskonvent. Stetigkeit, Beharrungsvermögen und Prinzipientreue, ein hohes Arbeitspensum, Detailkenntnis und der direkte Kontakt zu den Menschen zeichneten die Regierungsarbeit von Erwin Teufel aus. Er war der bislang am längsten amtierende Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg.
LpB Archiv Dossier:

Ministerpräsident Erwin Teufel verabschiedet sich nach 14 Jahren Amtszeit.
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