Landeskunde Baden-Württemberg

 

Rundfunk

Foto: LMZ Baden-Württemberg

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

Baden-Württemberg war das einzige Land, in dem historisch bedingt zwei ARD-Anstalten ihren Sitz hatten: Der 1924 zu Beginn des Radiozeitalters gegründete Süddeutsche Rundfunk in Stuttgart und der 1946 nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im von den Franzosen besetzten südwestdeutschen Landesteil errichtete Südwestfunk in Baden-Baden. Seit der Fusion von SWF und SDR im August 1998 ist der Südwestrundfunk (SWR) auf Sendung. Er sendet in Baden-Württemberg die Popwelle SWR 3, das Kulturradio SWR 2, die Landeswellen SWR 1 Baden-Württemberg und SWR 4 Baden-Württemberg, das digitale Informationsradio SWR Cont.Ra sowie das multimediale Jugendprogramm DASDING.

Am ARD-Gemeinschaftsprogramm ist der SWR als zweitgrößter Sender mit rund einem Sechstel aller Sendungen beteiligt. Mit zwei dritten Fernsehprogrammen für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bietet der SWR aktuelle und werbefreie Berichterstattung aus dem Südwesten. Zudem koordiniert und liefert er Sendungen für das Satellitenprogramm 3sat und leitet den deutsch-französischen Kulturkanal ARTE. Am Kinderkanal KI.KA sowie am Ereignis- und Dokumentationskanal Phoenix beteiligt er sich mit Eigen- und Co-Produktionen. Darüber hinaus koordiniert der SWR mit den Landesrundfunkanstalten der ARD das Online-Angebot der ARD.

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Private Sender

Neben dem SWR leisten zahlreiche lokale und regionale Fernsehanbieter einen wichtigen Beitrag zur Meinungsvielfalt. Von Mannheim, Karlsruhe, Freiburg, dem Bodensee, Stuttgart, Böblingen, Heilbronn, Reutlingen sowie aus dem Raum Ulm/Neu-Ulm versorgen private Fernsehstationen die Zuschauer mit Informationen und Magazinsendungen aus der Region. Alle regionalen Programme werden in ihren Verbreitungsgebieten analog im Kabel und digital in ganz Baden-Württemberg  verbreitet. Die Programme der Veranstalter RNF, R.TV Karlsruhe und TV-Südbaden werden zusätzlich digital über Satellit ausgestrahlt.

In Baden-Württemberg sind seit Mitte der 1980er Jahre auch private Hörfunkanbieter auf Sendung. In der Startphase des dualen Rundfunksystems konkurrierten 44 private Radiostationen mit den öffentlich-rechtlichen Programmen von SWF und SDR um die Gunst der Hörer. Diese Zahl war zu groß, die Verbreitungsgebiete der einzelnen Sender zu kleinteilig, als dass sie das wirtschaftliche Überleben aller Radiostationen hätte sichern können.  Der private Hörfunkmarkt wurde folglich von der für die privaten Hörfunkveranstalter zuständigen Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) in zwei Mediengesetznovellen sukzessive reduziert und profiliert. Nach der dritten Lizenzierungsphase teilen sich seit Anfang 2003 drei Regionalsender (Radio Regenbogen, Hit-Radio Antenne 1 und Radio 7) mit einem Jugendradio (bigFM) und 13 lokal ausgerichteten Programmen den privaten Hörfunkmarkt in Baden-Württemberg.

Seit 1995 wird in Baden-Württemberg auch zugangsoffener und werbefreier Nichtkommerzieller Lokalfunk (NKL) angeboten. Die Veranstalter bieten allen Interessierten die Möglichkeit, selbst Radio zu machen und verfolgen damit keine kommerziellen Interessen. Die Radios finanzieren sich über Mitgliedsbeiträge, Spenden und Fördermittel. Nach dem baden-württembergischen Landesmediengesetz besteht seit 2003 zudem die Möglichkeit, Frequenzen für Lern- bzw. Campusradios nach durch die LFK zu definierenden Kriterien zu vergeben. Als erstes Bundesland startete Baden-Württemberg 1996 ein Digital Radio (DAB) Pilotprojekt, seit 1999 sendet das digitale Radio im Regelbetrieb. DAB überträgt in einer besseren Klangqualität auf terrestrischem Weg Hörfunk sowie Zusatzdaten digital. Damit ermöglicht es die Verbreitung von bis zu neun Programmen über eine Frequenz.

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Vernetzung

Baden-Württemberg hat eine äußerst lebendige Musikszene, weshalb die Popförderung des Landes auf Vernetzung setzt: Die im Jahr 2003 vom Land, der Stadt Mannheim, SWR, Radio Regenbogen zusammen mit Mannheimer Unternehmen, Universal Music und der LFK gegründete Popakademie Baden-Württemberg versteht sich einerseits als Impulsgeber für ganz Baden-Württemberg, andererseits auch als Kreativpartner für verschiedene regionale Popzentren.

 

Staatsminister/ Chef der Staatskanzlei

 

Klaus-Peter Murawski (*17. Mai 1950)

ist seit Mai 2016 neben seiner Funktion als Chef der Staatskanzlei auch Staatsminister des Staatsministeriums Baden-Württemberg.

 
 
 
 
 

Staatsminister/ Chef der Staatskanzlei

 

Klaus-Peter Murawski (*17. Mai 1950)

ist seit Mai 2016 neben seiner Funktion als Chef der Staatskanzlei auch Staatsminister des Staatsministeriums Baden-Württemberg.