Landeskunde Baden-Württemberg

 

Film

Foto: LMZ Baden-Württemberg

Stand: Mai 2017

Baden-Württemberg ist nicht nur für Filmschaffende, sondern auch für ansässige Produktionsstätten ein attraktiver Standort. Als besonders wichtig gilt dabei eine enge Vernetzung von Sendern, Produktionsstätten und Bildungseinrichtungen mit der IT- und Kreativwirtschaft. So können beispielsweise durch den Animation Media Cluster Region Stuttgart (AMCRS) internationale Spezialisten für Animation und visuelle Effekte in innovativer Weise zusammenarbeiten. Zudem tragen Einrichtungen wie das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe zu einem breiten Medienspektrum bei. Dieses bildet als weltweit einzigartige Kulturinstitution eine Schnittstelle zwischen Produktion und Forschung, Ausstellung und Veranstaltung, Vermittlung und Dokumentation.

Obwohl Baden-Württemberg also kein klassisches Filmland ist, hat sich die Filmbranche in den vergangenen Jahren stark entwickelt. Diese Entwicklung lässt sich auch im TV-Sektor beobachten, wo mehrere in Baden-Württemberg gedrehte Vorabendserien inzwischen bei ARD und ZDF gezeigt werden.

Filmförderung

Das Land betreibt eine eigens konzipierte Filmförderung, die zwar vor allem kulturellen Aspekten folgt, aber auch wirtschaftliche Effekte haben soll. Eine Schlüsselstellung für die Filmförderung im Land hat die MFG Filmförderung Baden-Württemberg inne, die sich seit 1995 als Kompetenz- und Beratungszentrum für die Film- und Kinolandschaft etabliert hat. Mit ihrer Hilfe werden kulturell herausragende Filmproduktionen für Kino und Fernsehen gefördert. Das zur Verfügung stehende Jahresbudget liegt bei etwa 15 Millionen Euro. Zudem haben das Filmbüro Baden-Württemberg und die „Film Commissions“ im Land eine wichtige Beratungsfunktion für regionale und auswärtige Filmschaffende.

Ausbildung

Die Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg gilt als eine der wichtigsten bundesdeutschen Ausbildungsstätten in der Film- und Medienbranche. Seit 1991 werden hier junge Talente in allen relevanten Berufsfeldern der Branche ausgebildet - mit sichtbaren Erfolgen. Regelmäßig erhalten die Produktionen aus Ludwigsburg durch nationale und internationale Preise weltweite Anerkennung.

Festivals

Die großen Filmfestivals in Baden-Württemberg gelten als besondere Highlights. Hier fließen Förderungen des Landes in Höhe von 1,45 Millionen Euro jährlich. Dafür bieten elf große Festivals das ganze Jahr über cineastische Höhepunkte. Dazu gehören etwa das „Internationale Filmfestival Mannheim/Heidelberg“, das „Internationale Trickfilm- Festival Stuttgart“, das Animationsfilmfestival „fmx“, die „Europäische Kurzfilmbiennale Ludwigsburg“, die „Filmschau Baden-Württemberg“, das „Fernsehfilm-Festival Baden-Baden“ oder die „Französischen Filmtage“ in Tübingen und Stuttgart.

Kinos mit Tradition

Die ältesten Kinos in Baden-Württemberg wurden bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet. So öffnete das "Gloria" in Heidelberg schon 1905 seine Türen - kurz darauf folgten der "Friedrichsbau" in Freiburg (1910), das "Residenztheater" in Karlsruhe (1908), das "Lichtspielhaus" in Fellbach (1911) das "Delphi" in Stuttgart (1912). Auch das "Central Theater" in Ludwigsburg (1913) und das "Filmzentrum Bären" in Böblingen (1915) entstanden in der damaligen Zeit.

Heute gibt es fast 300 Kinos in Baden-Württemberg (zur Übersicht). Die Stadt mit den meisten cineastischen Angeboten ist mit derzeit 18 Kinos Stuttgart, gefolgt von Ludwigsburg und Freiburg mit jeweils 8 Kinos.

Nach oben

 

Staatsminister/ Chef der Staatskanzlei

 

Klaus-Peter Murawski (*17. Mai 1950)

ist seit Mai 2016 neben seiner Funktion als Chef der Staatskanzlei auch Staatsminister des Staatsministeriums Baden-Württemberg.

 
 
 
 
 

Staatsminister/ Chef der Staatskanzlei

 

Klaus-Peter Murawski (*17. Mai 1950)

ist seit Mai 2016 neben seiner Funktion als Chef der Staatskanzlei auch Staatsminister des Staatsministeriums Baden-Württemberg.