Landeskunde Baden-Württemberg

 

Medien

Foto: Anna Vogel

Medien, zumal die Massenmedien, haben in demokratischen Gesellschaften wichtige Funktionen. Die Demokratie lebt von informierten und kritischen Bürgerinnen und Bürgern. Medien liefern deshalb nicht nur Unterhaltung, sondern auch Information und Kritik. Sie sind ein wichtiger Faktor der Meinungsbildung und üben eine Kritik- und Kontrollfunktion aus. Nicht zuletzt deshalb haben die öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten Kontrollgremien, die mit Vertretern unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen besetzt sind.

Journalisten haben besondere Rechte, aber auch eine besondere Verantwortung. Ob in Freizeit, Beruf oder Schule – Medien sind aus unserer modernen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Presse, Radio, Fernsehen und Internet bestimmen in großem Maße auch die Freizeitaktivitäten der Menschen und den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg.

Standortfaktoren

Baden-Württemberg gehört zu den führenden IT- und Medienstandorten in Deutschland. In der Informations- und Kommunikationsbranche des Landes arbeiten fast 150.000 Erwerbstätige, in der Kultur- und Kreativwirtschaft weitere 118.000. Zusammen erzielen die beiden Wirtschaftsbereiche einen jährlichen Umsatz von fast 85 Milliarden Euro und gehören somit zu den stärksten Wirtschaftszweigen des Landes. Auch bei den klassischen und den neuen Medien spielt Baden-Württemberg eine besondere Rolle. Neben einer ausgeprägten regionalen Fernseh- und Filmlandschaft bietet Baden-Württemberg im Hörfunk mit seinen zahlreichen Lokal- und Regionalveranstaltern, seinem landesweiten Jugendprogramm sowie bundesweiten Radioprogrammen eine ungewöhnliche Programmvielfalt. Die Region Stuttgart zählt darüber hinaus zu den aktivsten Flecken auf der deutschen Web 4.0-Landkarte. In diesem neuen Verständnis des „world wide web“ erstellen Benutzer die bereitgestellten Inhalte in zunehmendem Maße selbst.

Dabei liegt die Betreuung der Rundfunk- und Medienpolitik des Landes Baden-Württemberg beim Staatsministerium. Ein wichtiger Punkt dabei ist die Rundfunkgesetzgebung. Der bundesweite Rahmen wird dabei durch die Rundfunkstaatsverträge vorgegeben, während der Rundfunk und die Telemedien auf Landesebene durch das Landesmediengesetz und den SWR-Staatsvertrag geregelt werden.

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Staatsminister/ Chef der Staatskanzlei

 

Klaus-Peter Murawski (*17. Mai 1950)

ist seit Mai 2016 neben seiner Funktion als Chef der Staatskanzlei auch Staatsminister des Staatsministeriums Baden-Württemberg.