Landeskunde Baden-Württemberg

 

Württemberg und Baden: Der Wiener Kongress

Großherzog Karl von Baden um 1820 Foto: LMZ Baden-Württemberg

Dr. Daniel Kirn

1815: Napoleon wurde erfolgreich geschlagen, die Mächtigen Europas treffen sich in Wien, um über die Folgen der napoleonischen Ära zu beraten und Europa neu zu ordnen. Das langfristige Ziel des Kongresses heißt ganz modern: Friedenssicherung in Europa.

Auch Württemberg war durch seinen König, Friedrich I., an diesem Kongress beteiligt. Ihm oblag es sicherzustellen, dass die Großmächte sein im Vergleich kleines Land nicht auflösen und einer der Großmächte zuschlugen oder noch schlimmer es zwischen Baden und Bayern aufzuteilen, um einen großen "Südstaat" zu schaffen.

Friedrich hatte exzellente Beziehungen zu den Mächtigen Europas. Schließlich gelang es Friedrich, dass als Verhandlungsergebnis festgehalten wurde, dass das Königreich Württemberg auch weiterhin als Mitglied des Deutschen Bundes souverän bleiben würde.

Gleiches galt für die Politik Badens: Auch hier gelang es dem zum Großherzog aufgestiegenen Markgrafen Karl Baden als Ganzes zu erhalten und seine Fläche um das Siebenfache zu vergrößern. Auch Baden trat als souveräner Staat dem Deutschen Bund bei.

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LMZ Baden-Württemberg
In der Mitte: Napoleon, 4. v.l. König Friedrich I. von Württemberg, Kupferstich 1809 Foto: LMZ Baden-Württemberg
 

Literaturhinweis

 

Hans-Peter Becht: Badischer Parlamentarismus 1819 bis 1870. Ein deutsches Parlament zwischen Reform und Revolution. Droste Verlag, Düsseldorf 2009. 934 Seiten. ISBN 978-3-7700-5297-4. EUR 98.-

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