Landeskunde Baden-Württemberg

 

Die Landesfarben: Schwarz-Rot-Gold?

Geklärt wurde schließlich auch die Frage der Landesfarben, die vor allem auf Fahnen und Flaggen wahrgenommen werden, aber auch das Layout von Publikationen der Landesregierung oder Werbeträgern mit bestimmen. Die Landesregierung hatte zunächst die Farben Schwarz-Rot-Gold favorisiert,die von 1946 an auch das ehemalige Land Württemberg-Baden geführt hatte. Diese Farbkombination, die zudem einst schon auch die Weimarer Republik gewählt hatte, galt seit der 1848er-Revolution als Zeichen der Demokratie. Diesem Vorschlag widersprach die CDU und führte ins Feld, Schwarz-Rot-Gold seien auch die Farben der Bundesrepublik, was leicht zu Verwechslungen führen könne. Zudem konterkariere dies das föderalistische Prinzip der Bundesrepublik.

Die Oppositionspartei beantragte deshalb an Stelle von Schwarz-Rot-Gold eine zweibahnige Kombination mit Schwarz-Gold zu wählen. Diesem Vorschlag schloss sich dann auch der Verfassungsausschuss mehrheitlich an, zumal bei Schwarz-Gold alle drei ehemaligen Bundesländer mit mindestens einer ihrer alten Farben vertreten waren. Nach so viel Einigkeit hätte man nun auch eine schnelle Lösung für das Landeswappen erwarten können. Doch als dann am 11. November 1953, nach 18-monatiger Beratung mit 102 Ja-, fünf Neinstimmen und sieben Enthaltungen die Verfassung des Landes mit dem Namen Baden-Württemberg und den Landesfarben Schwarz-Gold verabschiedet werden konnte, war die Wappenfrage noch immer ungeklärt und umstritten. Deshalb hieß es dazu im Artikel 24 lapidar: „Das Landeswappen wird durch Gesetz bestimmt.“

 

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Jubiläum: 65 Jahre BW

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