Landeskunde Baden-Württemberg

 

Das 18. Jahrhundert (in Baden-Württemberg)

Erst im 18. Jahrhundert nahm die Abhängigkeit der Bevölkerung von Wetter und Klima deutlich ab. Grund dafür war die Agrarrevolution: Deiche und Bewässerungssysteme wurden ausgebaut, Ödland nutzbar gemacht und bereits genutzte Gebiete wurden zunehmend gedüngt. Folge dieser Maßnahmen war vor allem eine enorme Produktivitätssteigerung. Aber auch das Verständnis von Herrschaft und Abhängigkeit von der Natur änderte sich: „Hungerkrisen wurden nun als Folge von Missmanagement verstanden“, folgert der Historiker Wolfgang Behring im Spiegel-Interview.

Stuttgart-Heslach um 1800. Foto: Robert Bothner, Quelle: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg.

Turbulente Zeiten erlebten die Menschen aber auch noch weiterhin im Zusammenhang mit einzelnen Wetterbedingungen. Besonders betroffen waren Schwaben in der Zeit nach 1786:
Ende Juni kam es in Heslach zu einem Wolkenbruch, dessen Folge eine große Überschwemmung war. Genau ein Jahr später fegte über dieselben Stellen in Heslach sowie weiter bis zum Bopser ein Wirbelsturm. Zwei Monate später schließlich wurde das Gebiet von einem Erdbeben heimgesucht. Immerhin: Im darauffolgenden Jahr war es ungewöhnlich warm, was zu Ernteüberfluss führte.

 

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