Landeskunde Baden-Württemberg

 

Das 17. Jahrhundert (in Baden-Württemberg)

Geschichtlich war das 17. Jahrhundert vor allem durch den 30-jährigen Krieg geprägt, der zu Verwüstungen und bitterster Not in Europa führte. Allein im Herzogtum Württemberg sank die Bevölkerung während des Krieges von 400.000 auf 50.000 Menschen – nur jeder achte überlebte hier den Krieg!

Ab 1621 führten klimatische Bedingungen in Baden-Württemberg zu einer Verschärfung der Situation. Kälte und zu starke Niederschläge sorgten ganze acht Jahre lang für Missernten. Diese hatten so extreme Teuerungen zur Folge, dass sich viele Menschen die Nahrung nicht leisten konnten und den Hungertod starben.

Zerstörerische Truppen ziehen durch das ganze Land. Hier: Schlacht bei Lutter im 17. Jahrhundert. Foto: AxelHH, Quelle: Wikipedia.

Die klimatischen Bedingungen verschärften die Not. Meist jedoch wurde der Bevölkerung die Nahrung entzogen, weil Ernten aufgrund der Auseinandersetzungen nicht eingebracht werden konnten oder noch vorhandene Vorräte von gegnerischen Truppen geplündert wurden.

In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erging es den Menschen nicht viel besser. Auch nach Beendigung des 30-jährigen Krieges wurden klimatisch bedingte Missernten durch militärische Zusammenstöße mit französischen Truppen verstärkt.

 

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