Landeskunde Baden-Württemberg

 

Die einstige Kleinstaaterei

Das Stauferwappen, so ihre Meinung, sollte angereichert werden durch einen Hinweis auf die wichtigsten in der Napoleonischen Ära untergegangenen Länder, die sich teilweise eine eigene Tradition, eine gewisse Identität bis heute bewahrt haben. Neben Baden und Württemberg, die einst allerdings „herausragten“, seien dies vor allem die größeren Teile, Regionen oder Herrschaftsgebiete gewesen: Franken, Hohenzollern, Vorderösterreich, die Pfalz.

Damit wurde der Tatsache Rechnung getragen, dass bis zur Zeit Napoleons, also – von damals an gerechnet – bis vor rund 150 Jahren, der deutsche Südwesten territorial zersplittert und in viele Herrschaftsgebiete unterteilt war. Mehrere hundert Klein- und Kleinststaaten oder staatenähnliche Gebilde ganz unterschiedlichen Zuschnittes, unterschiedlicher Größe, Regierungsformen und Verfassungen existierten auf dem Gebiet des heutigen Landes Baden-Württemberg. Da standen Fürstentümer neben Klosterstaaten, Reichsstädte neben reichsunmittelbaren Dörfern. Herzöge, Grafen, Bischöfe, Äbtissinnen, Patrizier, Prälaten, Ritter verfügten über Herrschaften, die mitunter gerade mal einen Weiler mit vier oder fünf Bauernhöfen umfassen konnten.

Foto: LpB Baden-Württemberg
 

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Jubiläum: 65 Jahre BW

Baden-Württemberg blickt als Bundesland auf 65 Jahre Geschichte zurück. Die Landeszentrale Politische Bildung hat zur Entstehungsgeschichte des Bundeslands ein Themenportal erstellt.

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