Landeskunde Baden-Württemberg

 

Katholische Kirche

Foto: LMZ Baden-Württemberg

Stand: September 2017

Die Katholiken im Land gehören organisatorisch entweder zur Erzdiözese Freiburg oder zur Diözese Rottenburg-Stuttgart. Beide Bistümer verdanken ihre Entstehung der Neuordnung der politischen und kirchlichen Verhältnisse nach dem Zusammenbruch des Alten Reiches und dem Ende der geistlichen Fürstentümer zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die Erzdiözese Freiburg, mit rund 1,9 Millionen Katholiken die zweitgrößte der insgesamt 27 Diözesen in Deutschland, umfasst die alten Landesteile Baden und Hohenzollern. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart mit knapp zwei Millionen Katholiken entspricht dem württembergischen Landesteil.

Unterhalb der Ebene der beiden Bistümer besteht die mittlere Ebene der Dekanate und die untere Ebene der Pfarrgemeinden. In beiden Diözesen erfährt die Pfarrseelsorge einen tiefgreifenden Umstrukturierungsprozess. Die rückläufigen Priesterzahlen haben zu einer Zusammenfassung der Pfarrgemeinden in Seelsorgeeinheiten geführt. In diesen Seelsorgeeinheiten arbeiten die verschiedenen pastoralen Dienste (Diakone, Gemeinde- und Pastoralreferenten) unter der Leitung eines Pfarrers zusammen. Sehr lebendig und präsent ist das Engagement der katholischen Kirche in Schulen sowie in der sozialen Arbeit im Rahmen der Caritas.

In den vergangenen Jahren sind mehr Menschen in die katholische Kirche aus- als eingetreten. Bei den beiden Diözesen im Südwesten standen 2016 den 1120 Zugängen mehr als 27 250 Austritte gegenüber. Im Jahr zuvor sind über 30 000 Katholiken aus der Kirche ausgetreten.

Die drei Kreise mit den höchsten Katholikenanteilen liegen laut Zensus 2011 im württembergischen Oberschwaben: jeweils 66 Prozent gaben in den Landkreisen Biberach und Sigmaringen an, katholisch zu sein. Im Landkreis Ravensburg waren es 64?Prozent.

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Statistisches Landesamt

 

Was der Zensus über die Religion verrät

Was sind die Ergebnisse des Zensus 2011 für Baden-Württemberg? Welche Aussagen können anhand der Umfrage getroffen werden und wo gibt es Lücken?

zur Veröffentlichung

 
 
 
 
 

Aktuelles Geschehen

 

Runder Tisch der Religionen

Im Mai 2017 gab es zum ersten Mal einen "Runden Tisch der Religionen" auf Landesebene. Sozialminister Lucha traf sich dafür mit Vertreter/innen der landesweit organisierten Glaubens- und Religionsgemeinschaften sowie der säkularen Bürgergesellschaft. Ziel ist ein besserer Austausch zwischen allen Beteiligten.

 
 
 
 

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