Landeskunde Baden-Württemberg

 

Jüdische Gemeinden

Foto: LMZ Baden-Württemberg

Stand: September 2017

Über 9.200 Juden leben heute in Baden-Württemberg als Mitglieder der Israelitischen Religionsgemeinschaften Badens und Württembergs. Sie sind in den israelitischen Religionsgemeinschaften Baden und Württemberg (Stuttgart) organisiert. Diese sind Teil von insgesamt 23 Landesveränden, die unter dem Dach des Zentralrats der Juden deutschlandweit bestehen.

1933, vor der NS-„Machtergreifung“, lebten noch etwa 31.000 Juden in Baden-Württemberg. Die große Mehrheit von ihnen besaß die deutsche Staatsbürgerschaft. Während des NS-Regimes wurden die allermeisten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger vertrieben oder in Konzentrationslagern ermordet.

Nach 1945 entstanden zunächst in den großen Städten wieder jüdische Gemeinden, allerdings zählten sie bis in die 1980er Jahre hinein nur knapp 2.000 Mitglieder. Erst mit dem Fall des Eisernen Vorhangs und der Zuwanderung von Juden aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion konnten die Gemeinden deutliche Zuwächse verzeichnen. Heute besteht das Gemeindeleben aus regem Besuch von Synagogen sowie von Religions- und Kulturveranstaltungen in verschiedenen jüdischen Gemeindezentren. Die Gemeinden bieten außerdem zur Pflege der jüdischen Identität eigenen Religionsunterricht, Kindergarten-, Jugend- und Seniorenbetreuung sowie eine intensive Integrations- und Sozialarbeit an. Als Körperschaften des öffentlichen Rechts sind sie demokratisch organisiert.

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Jüdisches Leben in Baden-Württemberg

 
 
 
 
 
 

Statistisches Landesamt

 

Was der Zensus über die Religion verrät

Was sind die Ergebnisse des Zensus 2011 für Baden-Württemberg? Welche Aussagen können anhand der Umfrage getroffen werden und wo gibt es Lücken?

zur Veröffentlichung

 
 
 
 
 

Aktuelles Geschehen

 

Runder Tisch der Religionen

Im Mai 2017 gab es zum ersten Mal einen "Runden Tisch der Religionen" auf Landesebene. Sozialminister Lucha traf sich dafür mit Vertreter/innen der landesweit organisierten Glaubens- und Religionsgemeinschaften sowie der säkularen Bürgergesellschaft. Ziel ist ein besserer Austausch zwischen allen Beteiligten.

 
 
 
 

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