Landeskunde Baden-Württemberg

 

Sicherheit

Arnulf-Klett-Passage in Stuttgart. Foto: Anna Vogel

Der Kriminalitätsstatistik 2015 zufolge ist Baden-Württemberg das "sicherste Bundesland" in Deutschland. Das bedeutet zunächst einmal, dass hier pro 100.000 Einwohner die wenigsten Straftaten im Bundesvergleich begangen werden. Was aber lässt sich genau unter Sicherheit verstehen?

Sicherheit beschreibt zunächst einmal jede Situation, in der es keine existenzielle Bedrohung gibt - dieses Gefühl zu haben ist ein Grundbedürfnis moderner Gesellschaften. Deshalb ist es auch staatliche Aufgabe, für Sicherheit zu sorgen. Dabei bestehen die Herausforderungen in einer sich ständig verändernden Gefahrenlage. Diesbezüglich hat sich der Begriff „vernetzte Bedrohungsfelder“ etabliert, der die Zunahme der Komplexität und das Zusammenwirken von Bedrohungsfaktoren zum Ausdruck bringen soll. Zudem beteiligen sich inzwischen eine Vielzahl gesellschaftlicher und politischer Akteure an der Debatte, weshalb Sicherheit sich längst nicht mehr nur auf den staatlichen Diskurs beschränkt. Diese Entwicklungen bleiben für die Politikfelder „Äußere“ und „Innere Sicherheit“ nicht ohne Folgen, weshalb diese Bereiche sich zunehmend verzahnen.

Ursprünglich in den 60er Jahren geprägt, hat sich der Begriff „innere Sicherheit“ deutlich erweitert. Traditionell waren ihm die Bereiche der Polizeien des Bundes und der Länder Polizei, sowie der Nachrichtendienste, zugeordnet. Doch kommen heute neben dem bekannten Bereich der staatlichen Sicherheit auch Bevölkerungs- und Katastrophenschutz, kommunale Sicherheit, Unternehmenssicherheit, sowie private Sicherheitswirtschaft hinzu.


Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu den Themen Polizei, zur Feuerwehr und dem Katastrophenschutz, sowie zum Verfassungsschutz und auch dem Datenschutz.


Von der Abwehr zur Vorsorge

Das Verständnis von Sicherheit hat sich verändert - auch in der Art, für Sicherheit zu sorgen. Während  der Fokus lange darauf lag, Bedrohungen abzuwehren, ist nun die Risikovorsorge wichtiger geworden. Es werden also eher präventive und proaktive Maßnahmen ergriffen.


 

 

Besuchen Sie auch unser Web-Portal: "Sicherheit - mehr als nur ein Gefühl?". Dort finden Sie weitere Informationen zur Kriminalitätsstatistik, zum Thema Innere Sicherheit und zur Arbeit der Polizei in Stuttgart.

 
 
 
 
 

Ministerium

 

Thomas Strobl

ist stellvertretender Ministerpräsident sowie Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration.

 
 
 
 
 

Was ist die Kriminalstatistik?

 

Seit 1971 wird die Polizeiliche Kriminalitätsstatistik (PKS) jährlich bundeseinheitlich geführt. Sie dokumentiert alle Vergehen und Verbrechen, die der Polizei in diesem Zeitraum bekannt sind. Ausgenommen davon sind Ordnungswidrigkeiten, Staatsschutz- und Verkehrsdelikte, sowie Straftaten, die außerhalb Deutschlands begangen worden sind.

Kriminalstatistik 2014

 
 
 
 
 

Ministerium

 

Thomas Strobl

ist stellvertretender Ministerpräsident sowie Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration.