Landeskunde Baden-Württemberg

 
Erbhuldigung der Deputierten der ehemaligen Fürstentümer Hohenzollern-Hechingen und Hohenzollern-Sigmaringen am 23. August 1851 auf der Burg Hohenzollern. Das zeitgenössische Ölgemälde von Georg Eberlein zeigt den preußischen König Friedrich Wilhelm IV., der sich von seinen neuen schwäbischen Untertanen huldigen lässt. Foto: Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Hohenzollern wird preußisch

Der Erbhuldigungseid am 23. August 1851

Otto H. Becker

Mit der Erbhuldigung am 23. August 1851 auf der Burg Hohenzollern, der Geburtsstätte der Hohenzollerndynastie, fand die Aufnahme der hohenzollerischen Fürstentümer in die preußische Monarchie ihren feierlichen Abschluss.

Wie in dem zeitgenössischen Ölgemälde von Georg Eberlein dargestellt, thronte König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen bei der Feier auf einem Podest unter einem Baldachin inmitten des Burghofs, umgeben von höchsten Würdenträgern und Honoratioren, darunter zur Rechten des Monarchen Kronprinz Wilhelm und zu dessen Linken die Fürsten von Fürstenberg und Thurn und Taxis, ehemals Standesherren im Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen. Dem Monarchen gegenüber sind, angeführt von Hofgerichtsadvokat Bürkle aus Sigmaringen, die 300 Deputierten aus den ehemaligen Fürstentümern Hohenzollern abgebildet, die stellvertretend für die gesamte Bevölkerung gegen Ende der Feier den Erbhuldigungseid zu leisten hatten.