Landeskunde Baden-Württemberg

 

Feuerwehr in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gibt es derzeit rund 110.500 Feuerwehrangehörige, die sich für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger einsetzen. Davon sind rund 2000 Feuerwehrmänner und –frauen hauptberuflich im Einsatz. Sie arbeiten in den acht Gemeindefeuerwehren bzw. den Freiwilligen Feuerwehren in größeren Gemeinden. In der Jugendfeuerwehr sind über 30 000 Freiwillige organisiert. Jede Stadt, die mehr als 100.000 Einwohner hat, unterhält grundsätzlich eine Berufsfeuerwehr. Zusätzlich wird diese von Abteilungen der freiwilligen Feuerwehr unterstützt.  


Zur Feuerwehrstatistik 2016


Feuerwehrmann beim Einsatz. Foto: LMZ

Dabei hat sich das Aufgabenfeld in den letzten Jahren gewandelt und beschränkt sich längst nicht mehr auf die reine Brandbekämpfung. Immer mehr wird die Feuerwehr auch als Soforthelfer bei Not- und Unglücksfällen eingesetzt. So sind Einsätze mit technischer Hilfeleistung, wie bei Unfällen und im Umwelt- und Strahlenschutz, inzwischen weit häufiger, als Maßnahmen zum Brandschutz.

Verpflichtung der Gemeinden

Jede Gemeinde in Baden-Württemberg muss eine Feuerwehr aufstellen, ausrüsten und auch finanziell unterhalten. Sie wird dabei vom Landkreis und dem Land unterstützt, etwa durch ständig besetzte Leitstellen für die Feuerwehren in den Kreisen. Auch das Innenministerium und die Regierungspräsidien fördern die Feuerwehren. Zum einen sorgt das Ministerium bei dem Kauf von Fahrzeugen oder dem Bau von Feuerwehrhäusern für Hilfe. Zum anderen stellt es mit der Landesfeuerwehrschule ein Angebot zur Ausbildung. Der Landesbranddirektor ist dem Innenministerium angehörig, die Bezirksbranddirektoren den Regierungspräsidien.

Katastrophenschutz

Der Katastrophenschutz ist in Friedenszeiten Sache der Länder. Im Verteidigungsfall führen die Länder den Katastrophenschutz im Auftrag des Bundes aus. Die Mehrheit der rund 200.000 Katastrophenhelfer in Baden-Württemberg arbeitet auf ehrenamtlicher Basis. Sie sind immer dann gefragt, wenn Menschen, Tiere oder die Umwelt gefährdet sind.

Katastrophenschutzhelfer kommen bei Naturereignissen wie Erdbeben, Orkanen oder Hochwasser zum Einsatz, außerdem bei schweren Unfällen, wie etwa einem Eisenbahnunglück oder einem Unglück in einem Kernkraftwerk, oder auch bei terroristischen Anschlägen.

Die Katastrophenschutzbehörde übernimmt dabei die Koordination verschiedener Berhörden und Einrichtungen. Die Feuerwehren gelten dabei als tragendes Element.

Krisenmanagement

Feuerwehr beim Hochwasser in Heidelberg, 2013. Foto: LMZ

Ein gutes Krisenmanagement wird dann notwendig, wenn Ereignisse plötzlich auftreten und mit der vorhandenen Organisation nicht bewältigt werden können. Auch kann es sein, dass krisenhafte Situationen von der Öffentlichkeit oder sogar den Zuständigen selbst als bedrohlich empfunden werden. In solchen Fällen ist es wichtig, Regelabläufe anzupassen und auch personelle Entscheidungen zu treffen.

Das Referat Krisenmanagement unterstützt als Dienstleister alle Ressorts, wenn Handeln über deren gewohnte Abläufe hinaus notwendig wird. Das kann bei Stromausfall vorkommen, aber auch bei Mangel an Trinkwasser, bei bundesweiten und weltweiten Epidemien oder im Falle von Kommunikationsstörungen. Das alles fällt zusätzlich zu den Bereichen der typischen nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr, die operativ gelöst wird, in den Aufgabenbereich des Krisenmanagements. Besonders wichtig ist hierbei für das Referat Krisenmanagement, Gefahren präventiv zu erkennen und schnell reaktionsfähig zu sein.

Stand der Überarbeitung: Januar 2018

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Notruf

 

In ganz Europa heißt es: Im Notfall die 112 wählen - das gilt sowohl für die Feuerwehr, als auch für den Rettungsdienst. In Baden-Württemberg nimmt den Anruf dann eine der integrierten Leitstellen entgegen. Diese leitet den Notruf an die Einsatzkräfte weiter und begleitet auch den Einsatz, indem sie eventuell weitere Kräfte zur Verstärkung losschickt.

 
 
 
 
 

Ministerium

 

Thomas Strobl

ist stellvertretender Ministerpräsident sowie Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration.

 
 
 
 
 

Was ist die Kriminalstatistik?

 

Seit 1971 wird die Polizeiliche Kriminalitätsstatistik (PKS) jährlich bundeseinheitlich geführt. Sie dokumentiert alle Vergehen und Verbrechen, die der Polizei in diesem Zeitraum bekannt sind. Ausgenommen davon sind Ordnungswidrigkeiten, Staatsschutz- und Verkehrsdelikte, sowie Straftaten, die außerhalb Deutschlands begangen worden sind.

Kriminalstatistik 2016

 
 
 
 
 

Ministerium

 

Thomas Strobl

ist stellvertretender Ministerpräsident sowie Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration.