Landeskunde Baden-Württemberg

 

Evangelische Landeskirchen

Foto: LMZ Baden-Württemberg

Stand: September 2017

Die Geschichte der beiden evangelischen Landeskirchen beginnt mit der Reformation. Die badische Landeskirche entstand 1821 aus der Union von reformierten und lutherischen Landesteilen. Sitz der Kirchenleitung ist Karlsruhe. Für die württembergische Landeskirche war neben der Reformation der Pietismus prägend. Zur Evangelischen Landeskirche in Württemberg, die etwa 2,1 Millionen Gemeindemitglieder hat, zählt bis heute, abgesehen von kleinen Grenzberichtigungen gegenüber Baden und Hessen, das Gebiet des einstigen Königreichs Württemberg. Dazugekommen sind nach dem Zweiten Weltkrieg Hohenzollern und das früher hessische Wimpfen. Mittelpunkt der Landeskirche sind seit dem 16. Jahrhundert Stuttgart als Sitz der Kirchenleitung und Tübingen mit seiner Evangelisch-Theologischen Fakultät.

In der Evangelischen Landeskirche Baden sind etwa 1,2 Millionen Gemeindemitglieder organisiert. In der Evangelischen Landeskirche Baden gibt es folgende Organisationsebenen: Die zwei Kirchenkreise Nordbaden (Sitz in Mannheim) und Südbaden (Freiburg), die jeweils unter der Leitung einer Prälatin bzw. eines Prälaten stehen. Diese wiederum gliedern sich in rund 24 Kirchenbezirke sowie etwa 677 Kirchen- und Pfarrgemeinden als Basis der Landeskirche. Die Leitung der Landeskirche übernimmt die Landessynode, der Landeskirchenrat und der Landesbischof, bzw. die Landesbischöfin. Dabei bestehen die Leitungsgremien zum Großteil aus Ehrenamtlichen.

Die organisatorische Struktur der Evangelischen Landeskirche in Württemberg sieht etwas anders aus: Die Landeskirche besteht aus etwa 1.300 Kirchengemeinden und 100 Gesamtkirchengemeinden in 50 Dekanaten. Die 47 Landesbezirke sind wiederum vier Prälaturen zugeordnet: Reutlingen, Stuttgart, Heilbronn und Ulm.

Auch die evangelischen Landeskirchen sind Träger von mehreren Schulen im Land. Rund 300 Träger kirchlicher Sozialarbeit und 1.200 Einrichtungen sind Mitglied im Diakonischen Werk Baden-Württemberg. Etwa 40.000 Beschäftigte engagieren sich im sozial-karitativen Bereich.

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Statistisches Landesamt

 

Was der Zensus über die Religion verrät

Was sind die Ergebnisse des Zensus 2011 für Baden-Württemberg? Welche Aussagen können anhand der Umfrage getroffen werden und wo gibt es Lücken?

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Aktuelles Geschehen

 

Runder Tisch der Religionen

Im Mai 2017 gab es zum ersten Mal einen "Runden Tisch der Religionen" auf Landesebene. Sozialminister Lucha traf sich dafür mit Vertreter/innen der landesweit organisierten Glaubens- und Religionsgemeinschaften sowie der säkularen Bürgergesellschaft. Ziel ist ein besserer Austausch zwischen allen Beteiligten.

 
 
 
 

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