Die Landeshymnen

Hier leben die „Ausgangsländer“ Baden, Württemberg
und Hohenzollern fort

Hans-Georg Wehling

Wer im Stadion ein Fußballspiel des SC Freiburg besucht, erlebt, wie aus tausenden von Kehlen das Badnerlied erschallt. Und wer in Tübingen bei einer der zahlreichen Studentenverbindungen einen Kommers mitmacht, erlebt am Höhepunkt des Abends, wie die inoffizielle Hymne der Württemberger Preisend mit viel schönen Reden geschmettert wird. Seltener zu hören ist das Hohenzollernlied, allenfalls bei Vereinsfesten im ehemaligen Hohenzollern.

Kräftig gesungen – man stand auf! – wurden diese Landeshymnen auch im Vorfeld der Schaffung des Südweststaates. Eine Baden- Württemberg-Hymne gibt es demgegenüber auch heute noch nicht. Hat das etwas zu bedeuten? Welche Funktionen erfüllen solche Hymnen? Was sagen sie aus über Besonderheiten und Befindlichkeiten eines Landes? Und schließlich: Wie muss die Machart sein, damit ein Lied zur Hymne des Landes oder eines selbstbewussten Landesteils aufsteigen kann?


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