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Hohenlohisch

Ein anderer Dialekt, der in Baden-Württemberg verbreitet ist, ist das Hohenlohische. Dies ist eine fränkische Mundart, die im Übergangsgebiet zum Schwäbischen und insbesondere in den Landkreisen Schwäbisch Hall, Hohenlohekreis und Bad Mergentheim gesprochen wird. Da die Hohenloher Region während der Französischen Revolution zeitweilig von den Franzosen besetzt war, gibt es auch hier viele übernommene Begriffe.

Im Vergleich zum Schwäbischen klingt Hohenlohisch weicher und melodiöser. Weil ein starker Anpassungsdruck zum Schwäbischen besteht, reagieren die Hohenloher, wenn sie für Schwaben gehalten werden, folgendermaßen: „Nur Simbl maana mir däda dahonna schwäbisch schwäza, mir bawla hohalohisch“. Dennoch beherrschen immer weniger Menschen diese Mundart und meistens sind es lediglich die älteren Generationen, die sich in hohelohischer Reinform unterhalten. Obwohl Mundarten in vergangener Zeit an Prestige gewonnen haben, sind alle Dialekte dem Generationenwandel unterworfen.

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Dialekte und Umgangssprachen - Literaturhinweis

 

Ruoff, Arno: „Sprache in Baden-Württemberg – Dialekte und Umgangssprachen.“ In: Martin Blümcke (Hg.). Alltagskultur in Baden-Württemberg. Stuttgart: Landeszentrale für Politische Bildung, 2003, S.128-140.

 
 
 
 
 

Hohenlohisch

 

Informationen über das Verbreitungsgebiet des Hohenlohischen und beispielshaft Wörter und Sätze findet man auf Wikipedia.

 
 
 
 
 

Ouklöpferle

 

Mehr über den weihnachtlichen Brauch des "Ouklöpferle" im Hohenlohischen.

 
 
 
 

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