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Dialekte

Dr. Reinhold Weber/Dorothea Urban

Baden-Württemberg ist ein multikulturelles Land, in dem Menschen aus rund 200 Staaten der Erde zusammenleben. Entsprechend vielfältig und reich ist auch die Kultur des Landes. Aber nicht nur die jeweilige Muttersprache der Zuwanderer, sondern vor allem auch die unterschiedlichen einheimischen Dialekte, in denen die Bewohner im „Ländle“ parlieren, bescheren Baden-Württemberg eine bunte Sprachenvielfalt. Rund ein Dutzend regionaler Mundarten werden in Baden-Württemberg gesprochen. Dass die Verständigung da mitunter Schwierigkeiten bereiten kann, veranschaulicht das Beispiel der „Kartoffel“: In Rottenburg, Nagold oder Freudenstadt sagt man dazu „Grombira“, in Künzelsau heißen sie „Äbirn“, „Jardepfel“ in Balingen, Waldshuter nennen sie „Härdöpfel“ und in Ravensburg spricht man von „Bodabira“.

Jenseits der immer wiederkehrenden Phasen öffentlicher Dialektbegeisterung halten sich die Dorf- und Regionalsprachen in Baden-Württemberg dauerhaft. Weder das Fernsehen mit seiner „planierten“ Sprache noch die Mobilität der modernen Gesellschaft oder das Verschwinden bäuerlicher Lebensformen gefährden ernsthaft die Mundart. Gerade in Baden-Württemberg lässt sich die enge Verknüpfung von Siedlungsgeschichte und politischer Entwicklung mit der Geschichte der Landessprachen und der Entwicklung der Mundarten gut zurückverfolgen.

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Mundartliche Bezeichnungen für 'Kartoffel'

© Berthold Gauder, Graphikdesign

Karte von Baden-Württemberg mit den unterschiedlichen Mundarten innerhalb Baden-Württembergs am Beispiel der "Kartoffel".  


 

Dialekte in Baden-Württemberg

 

Wo in Baden-Württemberg wird welcher Dialekt gesprochen? Die Übersichtskarte gibt Aufschluss.

 
 
 
 
 

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Weitere Informationen zu Dialekten und Mundartsprache finden Sie hier zusammengestellt.

 
 
 
 

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