Foto: LMZ Baden-Württemberg

Hochschullandschaft in Baden-Württemberg

Mit über 52 staatlichen Hochschulen und Berufsakademien sowie rund zwanzig kirchlichen und privaten Hochschulen verfügt Baden-Württemberg über eine der vielfältigsten Studienlandschaften der Bundesrepublik Deutschland. Die neun Universitäten, sechs Pädagogischen Hochschulen, acht Kunst- und Musikhochschulen, 23 Fachhochschulen und die Berufsakademie mit ihren acht Standorten bieten modernste Ausbildungsbedingungen in zahlreichen Studienfächern und Studiengebieten.

Mit der Filmakademie in Ludwigsburg, der Popakademie in Mannheim und der Akademie für darstellende Kunst in Ludwigsburg kommen drei weitere exzellente Ausbildungseinrichtungen für bedeutende Kunstgattungen hinzu. Die nichtstaatlichen Hochschulen ergänzen dieses Angebot mit Studiengängen insbesondere in den Bereichen Sozialwesen, Wirtschaft und Kommunikation. Mehr als 270.000 junge Menschen absolvieren an einer der Hochschulen im Land ein Studium, darunter rund 36.000 ausländische Studierende, die die Attraktivität des Hochschulstandortes Baden-Württemberg auch im internationalen Vergleich belegen.

Die Universitäten sind gekennzeichnet durch eine theorieorientierte Ausbildung und durch die Verknüpfung von Forschung und Lehre auf hohem Niveau. Bei den verschiedensten Rankings erreichen sie im bundesweiten Vergleich regelmäßig Spitzenpositionen.

Die baden-württembergischen Universitäten waren auch bei der Exzellenzinitiative der „Spitzenuniversitäten" besonders erfolgreich. 2006 wurde in der ersten Runde die Universität Karlsruhe für ihr Zukunftskonzept ausgezeichnet und zur Eliteuniversität auserkoren. Ein Jahr später gewannen in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative mit der Albert-Ludwigs Universität Freiburg, der Universität Heidelberg und der Universität Konstanz gleich drei Hochschulen aus Baden-Württemberg mit ihren Konzepten und erhielten umfangreiche Fördermittel. Im bundesweiten Vergleich weist Baden-Württemberg mit vier Eliteuniversitäten die höchste Anzahl an ausgezeichneten Hochschulen auf.

Mit der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, durch Technologietransfer, Angebote zur Weiterbildung und intensiver Kommunikation mit der Wirtschaft garantieren die Universitäten in Baden-Württemberg einen international konkurrenzfähigen Wissenschaftsstandort.

Neben den drei klassischen Universitäten Freiburg, Heidelberg und Tübingen präsentieren die jüngeren Universitäten in Hohenheim, Karlsruhe, Konstanz, Mannheim, Stuttgart und Ulm den Studierenden ihre jeweils eigenen Fächerschwerpunkte. Mit den Pädagogischen Hochschulen verfügt das Land für die Lehrerausbildung über eine Hochschulart eigener Prägung. Die Ausbildung der künftigen Lehrer an Grund- und Hauptschulen, Real- und Sonderschulen erfolgt hier konzentriert und auf hohem wissenschaftlichem Niveau. In den Kunst- und Musikhochschulen werden junge Talente unter anderem zu Musikern, Designern, Filmgestaltern, Musikjournalisten und Bildenden Künstlern ausgebildet.

Die Fachhochschulen bieten eine wissenschaftliche Lehre mit einem hohen Maß an Praxisorientierung. Neben den klassischen Studienfeldern der Ingenieurwissenschaften, der Betriebswirtschaftslehre und des Sozialwesens werden hier auch neue Studiengänge im Bereich der Medien, Information und Kommunikation angeboten. Bei der Ausbildung an der Berufsakademie besteht bereits während des Studiums ein Ausbildungsverhältnis zu einem Partnerbetrieb. Charakteristisch für diese duale Ausbildung ist die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis.

Aufgrund der demographischen Entwicklung und des doppelten Abiturjahrgangs wird die Zahl der Studienberechtigten in Baden-Württemberg bis Ende 2012 um etwa zwanzig Prozent steigen. Bis zu diesem Zeitpunkt werden rund 16.000 zusätzliche Studienanfängerplätze benötigt. Mit der Initiative „Hochschule 2012" stellt sich das Land im engen Dialog mit der Wirtschaft dieser Herausforderung.

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Internationale Hochschulabschlüsse

Die baden-württembergischen Hochschulen und Berufsakademien befinden sich schon seit Jahren in einem Prozess der Internationalisierung und Modernisierung. Dazu gehört wesentlich die Umstellung der bisherigen Diplom- und Magisterstudiengänge auf die gestufte Studiengangstruktur mit Bachelor- und Masterabschlüssen. Die erste Stufe, das Bachelorstudium, endet in der Regel nach sechs bis acht Semestern mit einem ersten berufsbefähigenden Abschluss.

In einem zwei bis vier Semester dauernden und der wissenschaftlichen Vertiefung dienenden Studium kann im Anschluss ein Masterabschluss erworben werden. Grundlage für diese Umstellung ist die Bologna-Erklärung aus dem Jahr 1999, mit der die europäischen Bildungsminister die Weichen für die Schaffung eines Europäischen Hochschulraums und die Angleichung ihrer Studiensysteme gestellt haben. Diese grundlegende Studienreform, die ein qualitativ hochwertiges Studium mit kürzeren Studienzeiten zum Ziel hat, wird bis 2010 abgeschlossen sein.

Baden-Württemberg hat – landespolitisch nicht unumstritten – zum Sommersemester 2007 Studiengebühren mit 500 Euro pro Semester eingeführt. Die Einnahmen aus den Studiengebühren werden zur Verbesserung des Lehrangebots eingesetzt. Wer die Studiengebühren nicht selbst aufbringen kann oder will, hat Anspruch auf ein Darlehen. Dieses muss erst zwei Jahre nach Studienabschluss zurückgezahlt werden – und auch nur dann, wenn ein bestimmtes Einkommen erreicht worden ist. Zudem gibt es verschiedene Ausnahmeregelungen für die Erhebung von Gebühren.

Die neue grün-rote Landesregierung hat angekündigt die Gebühren bis zum Sommersemester 2012 abzuschaffen und den Universitäten die finanziellen Ausfälle zu ersetzten.  

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Ministerium für Kultus, Jugend und Sport

 
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport

Ministerin: Gabriele Warminski-Leitheußer 

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Hochschulpolitik ist Ländersache?! – Baden-Württemberg und die europäische Hochschulpolitik

 
 
 
 
 
 

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