Landeskunde Baden-Württemberg

 

Schloss Hambach: Symbol der Demokratiegeschichte mit „Siegel“

In rund zehn Jahren wandelte sich die einstige Ruine zur gefragten Begegnungsstätte

Foto: Schloss Hambach

Stefan Jehle

„Nuff uffs Schloss“, so tönte es einst aus vielen tausend Kehlen, oft in dem kurpfälzisch geprägten, für den Südwesten typischen Dialekt. „Hinauf, hinauf zum Schloss!“ - diese Worte aus dem Jahr 1832, so gefallen in dem kleinen Ort Hambach bei Neustadt – also vor inzwischen mehr als 180 Jahren, sind heute Titel einer Dauerausstellung. Und sie erinnern an die erste große Massendemonstration auf deutschem Boden, die Freiheit, Gleichheit und Einigkeit einforderte - so wie zuvor im Leitmotto der französischen Revolution.

Jedes Jahr sind es mittlerweile über 200.000 Menschen, die das besagte Schloss oberhalb des Winzerdorfes Hambach besuchen. Es thront hoch über Weinbergen und dem größten Ortsteil der südpfälzischen Stadt Neustadt an der Weinstraße. Schloss Hambach ist ein wichtiges Symbol deutscher Demokratiegeschichte. Heute ist das Hambacher Schloss Veranstaltungsort für Ausstellungen, verschiedenartige Konzerte, Vorträge, Tagungen und vieles mehr. Mit einem Planungswettbewerb des Jahres 2005 begann – wenn man so will – eine neue Zeitrechnung. Der danach folgende Umbau und die Erweiterung wurde 2012 mit dem DAM Preis für Architektur in Deutschland des Deutschen Architekturmuseums ausgezeichnet. Mit der Eröffnung eines neuen Besucherhauses Ende 2014, der Gestaltung der Außenanlagen – und der Installation einer neuen Beleuchtungsanlage sind die Arbeiten 2015 mittlerweile abgeschlossen.

32.000 Menschen, so ist überliefert, waren rund um den 27.Mai 1832 oben auf dem Schlossberg. Sie feierten das, was man heute als „Hambacher Fest“ bezeichnet. Es gilt zu Recht als eines der bedeutendsten Ereignisse deutscher Demokratiegeschichte. Die Teilnehmer und Redner des Festes forderten die nationale Einheit Deutschlands sowie ein „conföderiertes republikanisches Europa“, sie setzten sich ein für Presse-, Meinungs-, Versammlungsfreiheit, und die Gleichberechtigung der Frauen.

Ein kleines Schloss am Rande des Pfälzerwalds als „Wiege der Demokratie“

Dieses Ereignisses wegen wird das Hambacher Schloss heute auch als „Wiege der deutschen Demokratie“ sowie der europäischen Einigung bezeichnet. Dieser Beitrag will verdeutlichen, welche besondere Wandlung das Schloss – als Ort, als Baumonument, und hin zur viel besuchten Begegnungsstätte – in den vergangenen zehn Jahren durchlaufen hat: und wie viele Millionen Euro dafür investiert wurden.

Der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker, unlängst verstorben, hielt – in schon betagtem Alter von 87 Jahren – im Jahr 2007 die Festrede aus Anlass der 175. Wiederkehr des „Hambacher Festes“. Vielen Deutschen seien Ort, Termin und Anlass kaum noch bekannt, ließ er zu dem Stichwort wissen. Anders als bei dem „Quasi-Revolutionsjahr 1848“, oder auch der Frankfurter Paulskirche, die mit Recht „ein ehrwürdiges Monument unserer Geschichte“ sei und bleibe. Weizsäcker hob dabei die Hambacher Ereignisse besonders hervor: Das was sich in der damaligen bayerischen Pfalz auf dem Hambacher Schloss ereignet habe, sei „etwas anderes, das gerade deshalb die Erinnerung bis in unsere heutige Zeit lohne. Es war eine beispiellose bürgerschaftliche Initiative wie nie zuvor“, sagte von Weizsäcker.

Der Aufruf nach Hambach war „wie eine wahrhaft zündende Fanfare“

Das Fest sei „zur ersten politischen Volksversammlung im Verlauf unserer deutschen Geschichte“ geworden, mit Wirkung weit über die Landesgrenzen hinaus. Der Aufruf nach Hambach zu kommen habe „wie eine wahrhaft zündende Fanfare“ gewirkt. Darin kam auch wenige Jahre nach den napoleonischen Kriegen wachsender Unmut über Restaurationsversuche und neue Repressalien in den deutschen Fürstentümern zum Ausdruck. Während des „Festes“ – einer als „Frühlingsfest“ getarnten öffentlichen Demonstrationsfeier – wurde erstmals die Fahne der Republikaner, das Symbol der deutschen Nation, in den Farben Schwarz-Rot-Gold öffentlich gezeigt.

Ähnlich wie von Weizsäcker hatte sich schon der erste deutsche Bundespräsident, Theodor Heuss, ausgedrückt. Heuss hielt 1932 – noch kurz vor Machtergreifung der Nationalsozialisten – erstmals als damals junger Reichstagsabgeordneter eine Rede auf dort gelegte Traditionen. Er sprach aus Anlass der 100.Wiederkehr des „Hambacher Festes“, das sich auch ganz bewusst von monarchischem Dünkel abwandte – und deshalb lange Zeit bei konservativen Kreisen umstritten blieb.

Das Schloss als Kulminationspunkt deutscher Geschichte thront auf einer Höhe von 325 Meter über der Oberrheinischen Tiefebene. Der Schlossberg liegt am östlichen Rand des Mittelgebirgszugs Pfälzerwald – und wenige Meter oberhalb der Ortschaft Hambach. Das Winzerdorf wurde im Jahre 1969 in die kreisfreie Stadt Neustadt an der Weinstraße (Rheinland-Pfalz) eingemeindet, und ist deren größter Ortsteil.

Das Schloss ist mit dem Auto von Hambach aus anzufahren, von Neustadt aus ist es über den „Hambacher Treppenweg“ und mit knapp zehn Kilometer langem Fußmarsch durch den Naturpark Pfälzerwald erreichbar. Heute führt über Hambach die Nordroute der „Pfälzer Jakobswege“, die Teil des historischen Pilgerweges nach Santiago de Compostela waren. Von den Höhenlagen aus erschließen sich reizvolle Blicke in die Oberrheinebene, die mit zu dem – „visuellen“ – Aufbruch der deutschen Demokratiegeschichte 1832 beigetragen mögen haben. Alle das trägt mit bei zu der Vielfalt, mit der Hambach – noch weit mehr als beispielsweise die „Erinnerungsstätte Rastatt“ – wahrgenommen werden kann.

Freiheitskundgebung bis heute wichtigstes Ereignis in der Ortsgeschichte

Für den Ort Hambach, mit etwa 6000 Einwohnern, bleibt die Freiheitskundgebung bis heute wichtigstes Ereignis in der Ortsgeschichte. Als Stätte für die Zusammenkunft deutscher Demokraten scheint der Schlossberg nicht  zufällig ausgewählt. Auch die abgeschiedene Lage mag die Menschen beflügelt haben. Dort kam man früh „auf den Geschmack der Freiheit“. Die Region war 1793 in die junge französische Republik aufgenommen worden. Seitdem genoss man die Pressefreiheit und andere bürgerliche Rechte. Zudem galt ab 1804 auch in der Pfalz der fortschrittliche napoleonische „Code Civil“. Der Wiener Kongress schlug das Gebiet 1815 allerdings dem Königreich Bayern zu. Aber in der damaligen „bayerischen Pfalz“ und dem benachbarten Großherzogtum Baden blieben liberale Gedanken auch durch räumliche Nähe zu Frankreich präsent.

Zu einem wichtigen Impuls für die Versammlung auf dem Schlossberg und dem Ruf nach Freiheit im Mai 1832 wurde dabei die so genannte „Juli-Revolution“ 1830, als in Paris Aufständische ein bürgerlich geprägtes liberales Königreich erzwangen. Das brachte neuen Widerstandsgeist auch in die Pfalz – und an den Oberrhein. Nicht zufällig brach wenige Kilometer weiter südlich, in Karlsruhe und Rastatt, auch nur eine Dekade später die erste deutsche Revolution der Jahre 1848/49 aus.

Über viele hundert Jahre hinweg war Schloss Hambach schlicht eine Ruine

Dabei war das Schloss Hambach zu dieser Zeit schlicht nichts anderes als eine Ruine. Die einstige Burg hat ihre Wurzeln schon in der Römerzeit, ab dem elften und bis zum 14. Jahrhundert entstanden die Ringmauern. Zu der Zeit gehörte die Anlage zeitweilig zum Bistum Speyer. Bischöfe empfingen hier ihre Weihe. Ende des 16.Jahrhunderts wurde das Schloss niedergebrannt – der Pfälzische Erbfolgekrieg gab dem Mauerwerk 100 Jahre später den Rest. Notdürftig wieder aufgebaut wurde allein die Burgkapelle.

Schon 1794 kamen erneut französische Brandschatzer. Die Burg fiel an den französischen Staat, wurde wenig später Teil der bayerischen Pfalz, und damit Besitz des Königreiches Bayern. Ab 1844 kam es kurzzeitig zu einem Versuch des Wiederaufbaus, deshalb hieß die Anlage – benannt nach Max, dem bayerischen Kronprinzen – auch zeitweilig „Maxburg“. Die Arbeiten wurden 1848/49 eingestellt.

Über mehr als einhundert Jahre sollte das Hambacher Schloss – als die für manchen wohl bedeutendste Wegmarke der 2007 ausgewiesenen „Straße der Demokratie“ – eine offene Bauruine bleiben. Nach dem zweiten Weltkrieg war es zeitweilig im Besitz des Landkreises – bis es dann 2002 in eine neu gegründete Stiftung eingebracht wurde: die „Stiftung Hambacher Schloss“, deren Träger das Land Rheinland-Pfalz, der Bezirksverband Pfalz, der Landkreis Bad Dürkheim und die Stadt Neustadt an der Weinstraße sind.

Erstmals ab 1980, zum bevorstehenden 150-jährigen Jubiläum des Hambacher Festes war der bestehende Schlossbau innerhalb von etwa drei Jahren für rund zwölf Millionen Mark (etwa sechs Millionen Euro) fast vollständig restauriert worden. Auch eine Dauerausstellung wurde in Räumen des Hambacher Schlosses der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seit dieser Zeit wuchs das Bewusstsein für ein bedeutsames Baudenkmal -  man spricht inzwischen allgemein von einer „nationalen Gedenkstätte“. Die Schlossanlage selbst und der Schlossberg definieren sich über ihre geschichtliche Bedeutung und die naturräumliche Lage im Biosphärenreservat Pfälzerwald.

Mit den ersten Restaurierungen wurde das Schloss zum Besuchermagneten

Die Anlage wurde zum beliebten Ausflugsziel: Besucherzahlen erreichten erstmals in den 1980-er Jahren Spitzenwerte. Mit Beginn der Umbauarbeiten ab 2006 blieb das Schloss zeitweilig geschlossen. Die Wiedereröffnung fand im November 2008 statt. Seit 2009 liegen die Besucherzahlen bei rund 90.0000 bis 100.000 pro Jahr für das Schloss und die Ausstellung. Hinzu kommen Veranstaltungsbesucher und die Gäste des 2011 neu eröffneten Restaurants. Insgesamt werden derzeit pro Jahr 160.000 bis 170.000 Besucher gezählt. Eine weit größere Zahl, die nicht erfasst werden kann, besucht das frei zugängliche Schlossgelände und genießt die besondere Atmosphäre, den neugestalteten Schlosspark und markante Ausblicke hin zur Oberrheinebene.

Ein neues Gesicht verpassten dem Schloss vor allem der in Berlin lebende Schweizer Architekt Max Dudler und sein Team. In einem internationalen Wettbewerbsverfahren wurde „Dudler Architekten Berlin“ im Jahr 2005 für die hochbaulichen Aufgaben ausgewählt. Ein Kasseler Büro sollte die Umgestaltung der Außenanlagen voranbringen. Dazu kam ein neues Beleuchtungskonzept, das Ende 2015 installiert worden war – und das auch nachts die stets auf dem Schlossbau thronende Schwarz-Rot-Goldene Fahne weithin sichtbar macht. Besonders markant sind die neu hinzugekommenen Baukörper: das „Restaurant 1832“ an der Südflanke des Areals – und das „Besucherhaus“, das an der Nordseite des einstigen Burghofs eröffnet wurde.

Nachdem im November 2008 die Bauarbeiten im Hambacher Schloss abgeschlossen und die Dauerausstellung „Hinauf, hinauf zum Schloss!“ wieder eröffnet wurden, gingen die Planungsarbeiten in Abstimmung mit der Denkmalpflege weiter. Das „Restaurant 1832“ wurde im April 2011 eröffnet, Architekt Max Dudler erhielt 2012 den Architekturpreis für den Umbau und die Erweiterung des Schlosses. Anfang November 2014 übergab der rheinland-pfälzische Finanz- und Bauminister, zusammen mit dem Vorstand der Stiftung Hambacher Schloss und dem Architekten das neue Besucherhaus der Öffentlichkeit. Für Max Dudler, den Architekten, ist es sein drittes Schlossprojekt. Das international tätige Büro hat viele Erfahrungen mit Steinhäusern.

Die Zielsetzung des Architekten: „das Historische zum Tragen zu bringen“

Sein Konzept beschreibt er so: er habe das Historische zum Tragen bringen wollen, im Kontext mit zeitloser Architektur. „Respekt vor dem Alten und dessen souveräne Verknüpfung mit dem Neuen zeichnen das Ensemble aus“, urteilte 2012 eine Jury. Sowohl das Restaurant, als auch das Besucherhaus – das Dudler in Anlehnung sieht an die so genannte „Urhütte“, dem Gebäude unterhalb des Burghofs, also als ein Haus „das den Besuchern dient“ – sind in regionstypischem gelbrötlichem Sandstein erbaut. Und zwar vom Sockel bis hinauf zum First. Der Grundriss des Besucherhauses passt sich der Ringmauer des Schlosses an. „Als eine Skulptur mit geknickter Geometrie“, wie Dudler es ausdrückt. Mit einem vergleichbaren Besucherzentrum – ebenfalls aus Sandstein – hat das Architektenbüro inzwischen auch das Schloss Heidelberg ergänzt.
Bereits in den Jahren vor 2008 wurde der Konzertsaal im eigentlichen Schlossbau neu gestaltet, die in den 1980-er Jahren eingezogene Kassettenartige Holzdecke ersetzt. Und erst jüngst der finale Schlusspunkt: Der neugestaltete Schlosspark wurde Juli 2015 mit einem Sommerfest eröffnet. Mitte Oktober 2015 hatte dann der Vorstand der Stiftung Hambacher Schloss zusammen mit der Schlossmanagerin den millionsten Besucher seit der Wiedereröffnung des Hambacher Schlosses im Jahr 2008 begrüßt. Zu dem Zeitpunkt war auch die neue Fassadenbeleuchtung installiert.

Die neue Panoramaterrasse nahe dem „Restaurant 1832“ bildet den zentralen Mittelpunkt der Anlage. In Richtung Süden eröffnet sich ein eindrucksvoller Rundblick hin zur  Oberrheinebene. Mehr als 29 Millionen Euro wurden insgesamt investiert in rund zehn Jahren, um aus der einstigen Burgruine ein „neues“ Schloss mit Museum und Begegnungsstätte zu formen. Das Schloss wurde inzwischen ein Touristenmagnet und erfüllt zugleich einen Bildungsauftrag – vorneweg für das Land Rheinland-Pfalz.

Europäisches Kulturerbe-Siegel: in einer Reihe mit Akropolis und „Solidarnosc“

Mitte des Jahres 2015 wurde das Hambacher Schloss von der Europäischen Kommission zudem mit dem 2006 erstmals vergebenen Europäischen „Kulturerbe-Siegel“ ausgezeichnet. Diese Ehrung erhalten Stätten und Anlässe, die beispielhaft für die europäische Einigung und für die Ideale und die Geschichte Europas und der Europäischen Union stehen. Kriterium der Auszeichnung ist nicht Schönheit oder architektonische Qualität der Kulturerbstätte, sondern ihr besonderer Wert für Europa. Zusammen mit Hambach waren die Stätten des „Westfälischen Friedens“, die Rathäuser von Münster und Osnabrück, als nationaler Vorschlag eingereicht worden.

Bislang hatten das Europäische Kulturerbe-Siegel sowohl historische Stätten wie die Akropolis in Athen, aber auch Museums-Geburtshäuser etwa von Puccini und Verdi oder auch die Schiffswerft von Danzig (als Ausgangspunkt der nach Freiheit strebenden polnischen Gewerkschaftsbewegung „Solidarnosc“) erhalten. Hambach –Wegmarke der 2007 ausgewiesenen „Straße der Demokratie“ – reihte sich hier ein.

Seit Jahren Markenkern: ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm

Das Schloss Hambach ist aber nicht nur ein authentischer – quasi Stein gewordener –
Ort der Geschichte: das vorneweg in der Dauerausstellung „Hinauf, hinauf zum Schloss!“ den Besuchern das 1832 abgehaltene „Hambacher Fest“ nahe bringt. Die Stiftung Hambacher Schloss sieht es nach eigenen Angaben generell als ihre Aufgabe, das Baudenkmal „als bedeutende Stätte für die Entwicklung der Demokratie in Deutschland und die europäische Zusammenarbeit zu erhalten und zu pflegen“. Dieses Ziel wird mit einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm, das von politischen Gesprächen, Workshops für Schulklassen bis zum Familienfest reicht, umgesetzt und soll in Zukunft „noch europäischer“ ausgerichtet werden.

Der Geist von einst lebt damit, gut 180 Jahre später, weiter. Heute ist das Schloss nicht nur historisches Museum, sondern auch Schauplatz von Diskussionsabenden zu aktuellen Themen. In regelmäßigen Abständen gibt es Termine des „Demokratie-Forums“. Vier Mal pro Jahr finden die „Hambacher Gespräche“ mit Experten und Publikum zu gesellschaftlich aktuellen Fragen statt. Dort wo am 27.Mai 1832 einst Redakteure und Anwälte, Burschenschafter und Studenten, Handwerker und Bauern, von nah und fern herbeiströmten, und als wichtigste Redner in Hambach Philipp Siebenpfeiffer und Johann Wirth auftraten, treffen sich heute Bundes- und Landespolitiker, Journalisten, Philosophen, Musiker und Kabarettisten.

Auch die Kultur der „politischen Festbankette“ wird fortgesetzt. Die Pfälzer Lebensfreude kommt dabei nicht zu kurz. Zusammen mit dem Herxheimer „Chawwerusch Theater“ laden das „Restaurant 1832“ und die Schlossverwaltung regelmäßig in den Festsaal der Burg ein. Dort können dann bis zu 130 Besucher bei Wein und Pfälzer Küche ein Stück Demokratiegeschichte nacherleben. Das viergängige Menü ist eine Hommage an den kulinarischen Charakter der Region. Zwischen den Menügängen werden von Mitgliedern der Theatergruppe Szenen des „Hambacher Festes“ – wie es sich bereits 1832 darbot – präsentiert.
Auch Schüler und junge Menschen werden mit einer eigenen Reihe angesprochen: „Demokratie leben im Hambacher Schloss“, heißt diese - In Workshops und Führungen erleben Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Geschichte hautnah und setzen sich auf interaktive und kreative Weise mit Vergangenheit, Gegenwart und eigener Lebenswelt auseinander.

Alles das, getreu dem Motto: „Hinauf, hinauf zum Schloss!“

 

 

Zeittafel

2006 bis 2008: Bauarbeiten im Hambacher Schloss sind abgeschlossen und Dauerausstellung „Hinauf, hinauf zum Schloss!“ ist wieder zugänglich.

2011: Das neue „Restaurant 1832“ ist seit April 2011 eröffnet, der Architekt Max Dudler erhielt den Architekturpreis für den Umbau und die Erweiterung des Schlosses.

2014: das neue Besucherhaus wurde Ende 2014 wurde durch den Finanzminister und den Vorstand der Stiftung Hambacher Schloss seiner Nutzung übergeben.

2015: neugestalteter Schlosspark wurde im Juli 2015 mit einem Sommerfest eröffnet.

2015: 12.Oktober - millionster Besucher seit der Wiedereröffnung 2008; über 29 Millionen Euro wurden seit dem Internationalen Wettbewerb 2005 investiert.

Links

  • 175. Jahrestag des Hambacher Festes: Festvortrag von Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker am 26. Mai 2007 auf Schloss Hambach
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  • Das Hambacher Fest: Online-Präsentation zur Demokratiegeschichte des „Instituts für Geschichtliche Landeskunde“ an der Universität Mainz e.V.
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  • Der Hauptredner 1832: Rede von Dr. Philipp Jakob Siebenpfeiffer auf dem Hambacher Fest am 27.Mai 1832 (Quelle: nach Johann Georg August Wirth: Das Nationalfest der Deutschen zu Hambach. Neustadt a.H. 1832 (Nachdruck Neustadt 1981), S. 31-41
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  • Stiftung Hambacher Schloss: Online-Auftritt der 2002 gegründeten Stiftung und der auf dem Schlossberg residierenden Schlossverwaltung.
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  • Reiseführer Wiki-Voyage: freier Reiseführer der gemeinnützigen Wikimedia Foundation.
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  • Straße der Demokratie: 2007 initiierte Tourismus-Initiative zu Veranschaulichung „revolutionärer Reiseerlebnisse“ auf den Spuren der Demokratiegeschichte.
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