Landeskunde Baden-Württemberg

 

Der Berg und die Burg Hohenzollern heute

Das Innere der evangelischen Christuskapelle auf der Burg Hohenzollern mit den Särgen der Könige Friedrich Wilhelm I. von Preußen und Friedrich II. von Preußen sowie Regimentsfahnen, aufgenommen um 1960. Foto: Foto Keidel

Nach dem Ende des „Dritten Reichs“ erhielt die Burg Hohenzollern eine weitere Funktion als Refugium des Hauses Preußen. So wurde der 1945 von der französischen Besatzungsmacht inhaftierte Kronprinz Wilhelm, Sohn Kaiser Wilhelms II., auf seinen Wunsch hin für mehrere Monate auf der Burg untergebracht und 1951 ebendort auf der Michaelsbastei beigesetzt. 1952/53 ließ dessen Sohn, Prinz Louis Ferdinand, in der ehemaligen Schlossküche ein Hohenzollernmuseum, die „Schatzkammer“, einrichten, in dem als Spitzenstücke die preußische Königskrone sowie viele Erinnerungsstücke an Friedrich den Großen gezeigt werden.

Am 28. August 1953 ließ der Chef des vormals regierenden preußischen Königshauses ferner die Särge des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelms I. und Friedrichs des Großen in die evangelische Christuskapelle überführen, wo sie bis zum 17. August 1991 verblieben sind. Mit der Schatzkammer und dann auch mit den Särgen der beiden Könige war die preußische Monarchie gleichsam an ihren Ursprung zurückgekehrt.