Eine kleine Landesbibliothek

Justinus Kerner: Sinnliches und Übersinnliches, hrsg. von Hermann Bausinger. Eine Kleine Landesbibliothek Bd. 25, Verlag Klöpfer & Meyer, Tübingen 2012. 224 Seiten. ISBN: 978-3-940086-76-1. EUR 14.-


Justinus Kerner (1786–1862) urteilt in diesen Verszeilen allzu skeptisch über seine Gedichte; aber richtig ist, dass die Erinnerung an ihn vor allem geprägt ist durch seine Bemühungen um geheimnisvolle Phänomene der „Geisterwelt“. Eine klare Trennung ist allerdings gar nicht möglich. Der Parapsychologe Kerner schrieb an den poetischen Texten mit, der Poet gestaltete seine Berichte über Geisterseher und Besessene aus, und die vielen Besucher im Weinsberger Kernerhaus wollten den geselligen Dichter wie den Heilkundigen kennen lernen – Poesie und Wissenschaft, Phantasie und Magie, Sinnliches und Übersinnliches.

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Isolde Kurz: Erzählungen und Erinnerungen, hrsg. von Andreas Vogt. Eine Kleine Landesbibliothek Bd. 24, Verlag Klöpfer & Meyer, Tübingen 2012. 224 Seiten. ISBN: 978-3-940086-75-4. 14,.-

Isolde Kurz (1853–1944) war eine »Grand Old Lady« der deutschen Literatur des frühen 20. Jahrhunderts. Vier Jahrzehnte ihres Lebens verbrachte die eigenständige Erfolgsschriftstellerin in Florenz und in dem toskanischen Fischerdorf Forte dei Marmi.

In den in diesem Band versammelten Texten – etwa aus den „Florentiner Novellen“, den „Italienischen Erzählungen“ oder den Erinnerungen „Aus meinem Jugendland“ – schildert die Tochter von Hermann Kurz (1813–1873) ihren lebenslangen „Drang gen Süden“ und erweist sich dabei als brillante Erzählerin, die durch ihre immer noch frische Sprache zu bestechen vermag.

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Gustav Schwab: Landschaftsbilder, hrsg. von Wolfgang Alber. Eine kleine Landesbibliothek Bd. 23, Verlag Klöpfer & Meyer, Tübingen 2012. 190 Seiten. ISBN 978-3-940086-74-7. EUR 12.-

Gustav Schwab (1792-1850) hat mit den »Sagen des klassischen Altertums« einen Bestseller geschrieben. In die Literaturgeschichte ist er zudem als Balladendichter (»Der Reiter und der Bodensee«), Zeitschriften-Redakteur (»Morgenblatt für gebildete Stände«) und Förderer von Talenten wie Wilhelm Waiblinger eingegangen. Immer wieder trieb es Schwab weg vom Schreibtisch hinaus in die Natur. So entstanden – Jahre vor dem ersten Baedeker – seine Wander- und Reiseführer »Die Neckarseite der Schwäbischen Alb« (1823), »Der Bodensee nebst dem Rheinthale« (1827) und »Wanderungen durch Schwaben« (1837). Darin verbindet er malerische Sehweise mit poetischer Beschreibung, nüchternen Tatsachenblick mit romantischer Empfindsamkeit, kulturhistorische Gelehrsamkeit mit durchaus modernem Naturverständnis. Schwab wurde so zum Weg-Weiser und Vor-Läufer von vielen Wanderorganisationen wie dem Schwäbischen Albverein und dem Schwarzwaldverein.
 

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Annette von Droste-Hülshoff: Am Bodensee. Meersburger Gedichte, hrsg. von Monique Cantré. Eine kleine Landesbibliothek Bd. 22, Verlag Klöpfer & Meyer, Tübingen 2012. 160 Seiten. ISBN 978-3-940086-73-0. EUR 12.-

»Unter mir der blaue See …«, im Meersburger Schloss hoch über dem Bodensee erlebte Annette von Droste-Hülshoff Lebensabschnitte voller Emotion und Schaffenskraft. »In der zweiten Hälfte meiner Heimat«, wie die aus uraltem Adel stammende, 1797 geborene Westfälin schwärmte, gelang ihr der Durchbruch als Lyrikerin. Hier reiften poetische Texte, die zum Besten der deutschen Dichtung zählen. Balladen und Naturgedichte aus der Heide vollendete sie und fand auch für ihre frischen See-Eindrücke bezwingende Sprachbilder. In Meersburg ist Annette von Droste-Hülshoff am 24. Mai 1848 gestorben.
 

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Hermann Hesse: Jugendland. Erzählungen, hrsg. von Herbert Schnierle-Lutz. Eine kleine Landesbibliothek Bd. 20, Verlag Klöpfer & Meyer, Tübingen 2011. 229 Seiten. ISBN 978-3-940086-71-6. EUR 14.-

»O unsere Knabenzeit! O ihr kurzen, von Taten überfüllten, leidenschaftlichen, frechen, stolzen Siegerjahre! Was haben wir damals erlebt und mitgemacht, und wie heiß und heftig und unvergeßlich!« Hermann Hesse (1877–1962) hat seine Knaben- und Jugendjahre im Schwäbischen erlebt, u. a. in Calw, Maulbronn und Tübingen. Darüber erzählt und reflektiert er in den hier versammelten Erinnerungen und Erzählungen »großartig und mit äußerster Subtilität«, wie der Psychoanalytiker Alexander Mitscherlich über die Erzählung »Kinderseele« urteilte.
 

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Berthold Auerbach: Dorfgeschichten, hrsg. von Hermann Bausinger. Eine kleine Landesbibliothek Bd. 19, Verlag Klöpfer & Meyer, Tübingen 2011. 224 Seiten. ISBN 978-3-940086-70-9. EUR 14.-

Berthold Auerbach (1812–1882) wurde in ganz Deutschland und in vielen anderen Ländern als Dichter verehrt und gefeiert. Aber die »Schwarzwälder Dorfgeschichten«, die seinen Weltruhm begründeten, spielen fast allein in seinem schwäbischen Heimatort Nordstetten. Er erzählt von den Menschen in diesem Dorf, von großen und kleinen Bauern, aber auch von den meist Handel treibenden jüdischen Einwohnern, zu denen seine eigene Familie gehörte: Bilder einer versunkenen Epoche - aber die geschilderten sozialen Konflikte und psychischen Probleme sind nicht nur Vergangenheit.

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Friedemann Schmoll (Hrsg.): Beziehungen und Bekenntnisse. Jugendland, hrsg. von Hermann Bausinger. Eine kleine Landesbibliothek Bd. 18, Verlag Klöpfer & Meyer, Tübingen 2011. 224 Seiten. ISBN 978-3-940086-69-3. EUR 14.-

Was passiert eigentlich, wenn zwei sich anfreunden? Wie steht es mit der Freundschaft zwischen den Geschlechtern? Sind Freunde für den Alltag da oder für Zeiten der Not? Sollen Freunde möglichst gleichartig oder doch unterschiedlich sein? An was zerbrechen Freundschaften? Freundschaften bereichern das Leben: Brüderlichkeit und die Schwesterlichkeit sowieso, Verstehen und Vertrauen, Achtung und Anerkennung, Zuneigung, Liebe zum Lebendigen, Fürsorge und Solidarität.
 

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Victor von Scheffel: Ein Lesebuch, hrsg. von Werner Witt. Eine kleine Landesbibliothek Bd. 16, Verlag Klöpfer & Meyer, Tübingen 2011. 206 Seiten. ISBN 978-3-940086-67-9. EUR 14.-

Ritter und Mönche im Mittelalter in Burgen und Klöstern am Bodensee und im Schwarzwald haben Josef Victor von Scheffel (1826–1886) inspiriert. Millionen von Leser verschlangen seine unterhaltsamen Geschichten. Mit dem Versepos »Trompeter von Säckingen« und dem Roman »Ekkehard« entwarf er ein romantisch verklärtes Bild dieser Landschaft. Realistischer begegnen uns Land und Leute in seinen immer noch modern anmutenden Reiseberichten. »Gaudeamus« versammelt humorvolle Gedichte, freche Trinksprüche und Spottlieder.
Scheffel traf im Kaiserreich den Geschmack eines breiten Publikums. Er avancierte zum Nationalpoeten.

 

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Reingeschmeckt. Essen und Trinken in Baden und Württemberg – ein Lesebuch. Hrsg. v. Friedemann Schmoll. Eine kleine Landesbibliothek Bd. 11. Verlag Klöpfer & Meyer, Tübingen 2010. 286 Seiten. ISBN 978-3-940086-60-0. EUR 14.-

Wenn Menschen essen und trinken, dann geht es nicht nur um Magensäfte und biologische Lebenserhaltung. Ernährung ist immer auch eine Aneignung der Welt, in der Moral, Kultur, Schönheit und die Beziehungen zu Mitmenschen „mitgegessen“ werden. Für die Anthologie wurde südwestdeutsche Literatur nach – mal bekömmlichen, mal schwerer verdaulichen – kulinarischen Texten durchforstet. Serviert werden Geschmackserinnerungen aus der Kindheit, deftige Geschichten aus der regionalen Küche und hiesigen Wirtshäusern, Skizzen zum deutschen Durst sowie Habhaftes vom Speisezettel der bäuerlichen Alltagsküche.  
 

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Latente Talente. Badener, Schwaben, Franken – ein Lesebuch. Hrsg. v. Friedemann Schmoll. Eine kleine Landesbibliothek Bd. 10, Verlag Klöpfer & Meyer, Tübingen 2010. 286 Seiten. ISBN 978-3-940086-59-4. EUR 14.-

Was macht die Eigenart der Menschen im deutschen Südwesten aus? Badischer, fränkischer oder schwäbischer Herkunft zu sein – was macht das aus den Leuten? An welchen Merkmalen ließe sich solches festmachen? Und natürlich: Stimmt das alles überhaupt? Wer in der Literatur des deutschen Südwestens stöbert, dem fällt bald auf, dass Fragen der regionalen Identität großes Gewicht besitzen – in Volks- und Landesbeschreibungen wie in der Lyrik, im subversiven Witz wie in staatstragender Selbstdarstellungsliteratur. Die Textsammlung bündelt regionale Nabel- und Wesensschauen, Bekenntnisse zur kulturellen Vielfalt, Grübeleien über das Trauma schwäbischer Minderwertigkeit, badischen Genießergeist, die Offenheit Hohenlohes und oberschwäbische Welterfahrung.

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Ottilie Wildermuth: Schwäbische Pfarrhäuser. Hrsg. von Friedemann Schmoll. Eine kleine Landesbibliothek Bd. 8, Verlag Klöpfer & Meyer, Tübingen 2009. 160 Seiten. ISBN 978-3-940086-57-0. EUR 12.-

Schiller und Scheffel, Hebel und Hauff, Schubart und Emil Strauß – sie sollten nicht nur in Straßennamen fortleben. Weil sie für die moderne Literatur den Grund gelegt haben und weil ihre Werke mit bestimmt haben, wie wir die Welt betrachten. Eine größere Auswahl dazu präsentiert „Eine kleine Landesbibliothek“ von Klöpfer & Meyer: Romane, Erzählungen, Gedichte, Essays, Briefe – auch Überblicksbände zur Reiseliteratur, zum Dialekt, zum Selbstverständnis der Badener und Schwaben, zum Thema Dorf und Stadt.

Die in Rottenburg gebürtige Ottilie Wildermuth (1817–1877) schrieb zunächst Geschichten und Genrebilder für Familienzeitschriften, in späteren Jahren reüssierte sie vor allem als Kinder- und Jugendschriftstellerin. Besonderen Erfolg, aber auch herbe Kritik derer, die sich getroffen fühlten, bescherte ihr ab 1850 die Reihe „Schwäbische Pfarrhäuser“.
 

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Heinrich Hansjakob: Erzählungen, Erinnerungen. Hrsg. von Werner Witt. Eine kleine Landesbibliothek Bd. 7, Verlag Klöpfer & Meyer, Tübingen 2009. 212 Seiten. ISBN 978-3-940086-54-9. EUR 14.-
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Schiller und Scheffel, Hebel und Hauff, Schubart und Emil Strauß – sie sollten nicht nur in Straßennamen fortleben. Weil sie für die moderne Literatur den Grund gelegt haben und weil ihre Werke mit bestimmt haben, wie wir die Welt betrachten. Eine größere Auswahl dazu präsentiert „Eine kleine Landesbibliothek“ von Klöpfer & Meyer: Romane, Erzählungen, Gedichte, Essays, Briefe – auch Überblicksbände zur Reiseliteratur, zum Dialekt, zum Selbstverständnis der Badener und Schwaben, zum Thema Dorf und Stadt.

Der Kinzigtäler Altkatholik Heinrich Hansjakob (1837–1916), langjähriger Pfarrer in Hagnau und Freiburg, ist in erster Linie als Heimatschriftsteller des mittleren Schwarzwaldes bekannt. Reich wurde er mit großen Auflagen seiner Bücher. Er verfasste auch vielfältige Reiseerinnerungen sowie politische Schriften und Reden. Als Sozialreformer stieß er mit seiner scharfsinnigen Kritik an Zuständen in Gesellschaft und Kirche manches Mal auf große Schwierigkeiten.
 

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Eduard Mörike: Das Stuttgarter Hutzelmännlein. Hrsg. von Monique Cantré. Eine kleine Landesbibliothek Bd. 5, Verlag Klöpfer & Meyer, Tübingen 2009. 164 Seiten. ISBN 978-3-940086-54-9. EUR 12.-

Schiller und Scheffel, Hebel und Hauff, Schubart und Emil Strauß – sie sollten nicht nur in Straßennamen fortleben. Weil sie für die moderne Literatur den Grund gelegt haben und weil ihre Werke mit bestimmt haben, wie wir die Welt betrachten. Eine größere Auswahl dazu präsentiert „Eine kleine Landesbibliothek“ von Klöpfer & Meyer: Romane, Erzählungen, Gedichte, Essays, Briefe – auch Überblicksbände zur Reiseliteratur, zum Dialekt, zum Selbstverständnis der Badener und Schwaben, zum Thema Dorf und Stadt.

Eduard Mörike (1804–1875), Pfarrer und Lehrer, gilt als Hauptvertreter des schwäbischen Biedermeier. In dem 1853 erschienenen, sprachlich außergewöhnlichen romantischen Märchen „Das Stuttgarter Hutzelmännlein“ findet sich auch die „Historie von der schönen Lau“, die die Sage über eine im Blautopf hausende Wassernixe aufgreift.
 

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Theodor Heuss: Schattenbeschwörung. Randfiguren der Geschichte. Hrsg. von Friedemann Schmoll. Eine kleine Landesbibliothek Bd. 4, Verlag Klöpfer & Meyer, Tübingen 2009. 222 Seiten. ISBN 978-3-940086-53-2. EUR 14,00.

Schiller und Scheffel, Hebel und Hauff, Schubart und Emil Strauß – sie sollten nicht nur in Straßennamen fortleben. Weil sie für die moderne Literatur den Grund gelegt haben und weil ihre Werke mit bestimmt haben, wie wir die Welt betrachten. Eine größere Auswahl dazu präsentiert „Eine kleine Landesbibliothek“ von Klöpfer & Meyer: Romane, Erzählungen, Gedichte, Essays, Briefe – auch Überblicksbände zur Reiseliteratur, zum Dialekt, zum Selbstverständnis der Badener und Schwaben, zum Thema Dorf und Stadt.

Theodor Heuss, Politiker und Journalist, stellt in seiner 1947 erstmals erschienenen „Schattenbeschwörung“ schillernde „Randfiguren der Geschichte“ in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und verknüpft in seinen Portraits von Quertreibern, Einzelgängern und Charakterköpfen Biographie und große Geschichte.

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Hermann Kurz: Erzählungen. Hrsg. von Friedemann Schmoll. Eine kleine Landesbibliothek Bd. 3, Verlag Klöpfer & Meyer, Tübingen 2009. 294 Seiten. ISBN 978-3-940086-52-5. EUR 14.-

Schiller und Scheffel, Hebel und Hauff, Schubart und Emil Strauß – sie sollten nicht nur in Straßennamen fortleben. Weil sie für die moderne Literatur den Grund gelegt haben und weil ihre Werke mit bestimmt haben, wie wir die Welt betrachten. Eine größere Auswahl dazu präsentiert „Eine kleine Landesbibliothek“ von Klöpfer & Meyer: Romane, Erzählungen, Gedichte, Essays, Briefe – auch Überblicksbände zur Reiseliteratur, zum Dialekt, zum Selbstverständnis der Badener und Schwaben, zum Thema Dorf und Stadt.

Mit psychologischer Einfühlsamkeit für Originale, kulturhistorische Anschaulichkeit und politischem Engagement für die kleinen Leute kreist das erzählerische Werk des Literaten und Journalisten Hermann Kurz (1813-1873) um das, was er selbst als »schwäbische Kultur« bezeichnet hat.
 

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Johann Peter Hebel: Kalendergeschichten. Hrsg. von Hermann Bausinger. Eine kleine Landesbibliothek Bd. 2, Verlag Klöpfer & Meyer, Tübingen 2009. 288 Seiten. ISBN 978-3-940086-51-8. EUR 14.-

Schiller und Scheffel, Hebel und Hauff, Schubart und Emil Strauß – sie sollten nicht nur in Straßennamen fortleben. Weil sie für die moderne Literatur den Grund gelegt haben und weil ihre Werke mit bestimmt haben, wie wir die Welt betrachten. Eine größere Auswahl dazu präsentiert „Eine kleine Landesbibliothek“ von Klöpfer & Meyer: Romane, Erzählungen, Gedichte, Essays, Briefe – auch Überblicksbände zur Reiseliteratur, zum Dialekt, zum Selbstverständnis der Badener und Schwaben, zum Thema Dorf und Stadt.

Kalender gehörten zu den wichtigsten populären Druckwerken. Johann Peter Hebel erkannte die praktische und pädagogische Bedeutung der Volkskalender; er steuerte unterhaltsame Abhandlungen und kleine Erzählungen bei. Seine „Kalendergeschichten“ sind Muster einer bescheiden auftretenden und doch überragenden Literatur.
 

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