28. 02. 2017

Einmal Heimkind - immer Heimkind? Diese Frage stellen sich Schätzungen zufolge bundesweit etwa 800.000 Menschen, die in den 1950er, 1960er und 1970er Jahren in so genannten Erziehungsanstalten und Heimen aufgewachsen sind. Auch In Baden-Württemberg existierten in der Zeit zwischen 1949 und 1975 über 600 Säuglings-, Kinder- und Jugendheime. Neben Institutionen in staatlicher, kommunaler und kirchlicher Trägerschaft zählten hierzu zahlreiche privat betriebene Heime. Seit 2012 bemühen sich Sozialministerium und Landesarchiv um Aufarbeitung.


22. 11. 2016

DENK-Stätten-Kuratorium "NS-Dokumentation Oberschwaben" hält in Südwürttemberg die Erinnerung an Widerstand und Opfergruppen im NS-Staat aufrecht. Am Anfang stand die Idee, mehr als 60 so genannte "DENK-Orte" miteinander zu verbinden: Orte, die als Erinnerungswege für einstige jüdische Mitbürger - teils mit Stolpersteinen - kenntlich gemacht, an die in der "T4-Aktion" ermordeten Behinderten, an Herkunftsorte von Widerstandskämpfern erinnern - oder Menschen die sich im "Rettungswiderstand" den Gefahren aussetzten.


21. 11. 2016

Am 11. November 1953, im vierten Jahr der Bundesrepublik, wurde die Landesverfassung von Baden-Württemberg von der Verfassungsgebenden Landesversammlung mit 102 Stimmen gegen fünf Nein-Stimmen und sieben Enthaltungen angenommen. Am 19. November 1953 trat sie in Kraft. Seit dieser Zeit zeigt sich das Basispapier des Landes in bester Verfassung und erheblich standfester, als damals noch gedacht. Sie ist das wichtigste politische Fundament unseres Landes.


07. 07. 2016

Er war die Schlüsselfigur und besiegelte das Ende der Monarchie – Sein Nachlass ist jetzt in Karlsruhe zu sehen. Im Karlsruher Stadtbild ist sein Name bis heute präsent: durch das Prinz-Max-Palais, Wohnsitz des Fürsten zu Zeiten der Monarchie. Berühmt geworden war der einstige Thronfolger des Hauses Baden als letzter Reichskanzler des Kaisers zum Ende des Ersten Weltkriegs. Jetzt ist Prinz Max von Baden gewissermaßen heimgekehrt.


03. 06. 2016

„Nuff uffs Schloss“, so tönte es einst aus vielen tausend Kehlen, oft in dem kurpfälzisch geprägten, für den Südwesten typischen Dialekt. „Hinauf, hinauf zum Schloss!“ - diese Worte aus dem Jahr 1832, so gefallen in dem kleinen Ort Hambach bei Neustadt – also vor inzwischen mehr als 180 Jahren, sind heute Titel einer Dauerausstellung. Und sie erinnern an die erste große Massendemonstration auf deutschem Boden, die Freiheit, Gleichheit und Einigkeit einforderte - so wie zuvor im Leitmotto der französischen Revolution.


02. 06. 2016

Der Bodensee ist nicht nur eine beliebte Urlaubsregion. In der Zeit des Nazi-Regimes gab es am nördlichen Bodenseeufer auch einige wichtige Rüstungsstandorte. Hier sorgten Weltfirmen wie Dornier und Zeppelin für Wachstum und Wohlstand. In der Buchreihe „Täter, Helfer, Trittbrettfahrer“, die mittlerweile über 100 Biographien beleuchtete, werden mit Band 5 erstmals für den gesamten Bodenseeraum die Verstrickungen lokaler Akteure in der NS-Zeit aufgearbeitet. Das Fazit von Herausgeber Wolfgang Proske zum wichtigsten Industriestandort am Bodensee, der Stadt Friedrichshafen: „Es gibt noch immer Tabu-Namen.“


02. 05. 2016

NS-Geschichte und Erinnerungskultur im deutschen Südwesten. Dieses Buch fasst erstmals für Baden-Württemberg die unterschiedlichen Verfolgungskomplexe und Opfergruppen des NS-Regimes zusammen. Es präsentiert die Ergebnisse neuer Untersuchungen (z.B. über die „Arisierung“) und führt zahlreiche lokale Studien erstmals in einem landesweiten Ansatz zusammen (z.B. über den Völkermord an den Sinti und Roma). Alle zehn Beiträge des Bandes bestehen aus einer geschichtlichen Darstellung des Geschehenen, einer Analyse seiner Deutungs- und Wahrnehmungsgeschichte und einem Blick auf aktuelle Formen der Erinnerung. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass die NS-Verbrechen eine „zweite Geschichte“ haben, die länger ist als die zwölf Jahre des „Dritten Reiches“ und die bis heute währt.


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