Regionales

Thomas Faltin/Hilke Lorenz: Unser Stuttgart – das Fotobuch. Menschen – Alltag – Stadtbilder im 20. Jahrhundert. Belser Verlag, Stuttgart 2011, 256 Seiten. ISBN 978-3-7630-2603-6. EUR 16,95.

Straßenbahngleise in der Königstraße? Eine Kleinfamilie auf der Vespa? Schmucke Charleston Girls vor dem Hauptbahnhof? Was für viele Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger erlebte Erinnerung bedeutet, ist für die jüngeren Bewohner Stuttgarts häufig unbekannt, neu und überraschend. In jedem Fall lohnt sich das Wieder- bzw. Entdecken! Nach dem Erfolg von „Unser Stuttgart – Die Stadt aus Sicht ihrer Bürger“ haben die beiden Autoren Faltin und Lorenz noch einmal die Archive geöffnet und weitere 250 der eindrucksvollsten Bilder aus dem innovativen und mehrfach ausgezeichneten Online-Portal „Von Zeit zu Zeit“ der Stuttgarter Zeitung und des Stadtarchivs in einem neuen Fotobuch vereint.

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Markus Bittmann/Meinrad Bittmann: Das Murgtal. Geschichte einer Landschaft im Nordschwarzwald. Sonderveröffentlichung des Kreisarchivs Rastatt Bd. 6. Casimir Katz Verlag, Gernsbach 2009. 288 Seiten. ISBN 3-978-938047-44-6. EUR 34

Das Tal der Murg, die über fast 80 Kilometer von den Höhen des Nordschwarzwaldes zum Rhein fließt, ist historisch durch seine politische, wirtschaftliche und kulturell-religiöse Zweiteilung in eine badische und eine württembergische Hälfte bestimmt. Markus und Meinrad Bittmann nehmen erstmals die Geschichte des Murgtals als Ganzes in den Blick. Sie verfolgen seine Erschließung und Besiedlung seit dem hohen Mittelalter, beschreiben die oft schwierigen Lebens- und Erwerbsbedingungen und fragen nach der Rolle der Frömmigkeit im Alltag der Menschen. So entsteht das vielschichtige Bild einer Schwarzwaldlandschaft im Wandel der Zeit.

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Regierungspräsidium Freiburg (Hrsg.): Der Kaiserstuhl. Einzigartige Löss- und Vulkanlandschaft am Oberrhein. Thorbecke Verlag, Ostfildern 2009. 368 Seiten. EUR 29,90.

Der Kaiserstuhl, ein knapp 100 km² großes Vulkangebirge in der Oberrheinebene, ist einer der kleinsten und dennoch bekanntesten Naturräume Deutschlands. Eine bewegte Erd- und Landschaftsgeschichte, einzigartige Gesteine und Mineralien und eine fast exotisch anmutende Tier- und Pflanzenwelt machen den Kaiserstuhl zum Ziel vieler geologischer, mineralogischer und biologischer Exkursionen.

Zahlreiche namhafte Autoren, die sich über viele Jahre intensiv mit dem Kaiserstuhl beschäftigt haben, gehen in diesem Buch ausführlich auf die Besonderheiten dieses kleinen Gebirges ein, und durch viele aussagekräftige Bilder kommt auch der ästhetische Reiz der Landschaft und ihrer vielfältigen Ausstattung nicht zu kurz.
 

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Roland Weis/Harald Riesterer: Der Hochschwarzwald. Von der Eiszeit bis heute. Thorbecke Verlag. Ostfildern 2009. 480 Seiten. ISBN 978-3-7995-0840-7. EUR 39,90.

Der Hochschwarzwald rund um den Feldberg gilt als Touristenattraktion und schönstes Freizeit und Ferienparadies in Baden-Württemberg. Seine spannende und facettenreiche Geschichte hingegen ist nur wenigen bekannt. Bronzezeitliche Pfeilspitzen auf dem Feldberg, keltische Steinkreise am Schluchsee, ein Dutzend Burgruinen in der Wutachschlucht, untergegangene Adelsgeschlechter, Klöster, Raubritter und Söldnerheere, Flößer, Glasbläser, Uhrmacher, Kriege, Pest und Katastrophen – dieses Buch blättert vergangene Jahrhunderte auf und zeichnet kundig und durch eine spektakuläre Illustration den langen Weg dieser Region von der ersten Besiedlung bis in die Gegenwart nach. Es ist die umfassende und doch kurzweilige Besiedelungs-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte einer der prominentesten Urlaubsregionen Deutschlands.



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Klaus Zintz/Heinz Gerd Schröder/Herbert Löffler: Der Bodensee: Ein Naturraum im Wandel. Thorbecke Verlag, Ostfildern 2009. 156 Seiten. ISBN 978-3-7995-0838-4. EUR 24,90.

Die Bodenseeregion ist zweifellos eine attraktive Landschaft. Und der See versorgt Millionen Menschen mit Trinkwasser. Umso bedeutungsvoller ist es, dass sich der See trotz der tiefgreifenden Veränderungen der letzten Jahrzehnte heute in einem intakten ökologischen Zustand befindet. Die seenkundlichen Grundlagen, die zum Verständnis des Ökosystems Bodensee unerlässlich sind, werden in diesem prächtigen Band unterhaltsam und verständlich erläutert. Das Themenspektrum reicht dabei von der Entstehung und Beschaffenheit des Sees über seinen Stoffhaushalt und seine Lebensgemeinschaften bis hin zur Nutzung durch den Menschen und die damit verbundenen Folgen sowie die Maßnahmen zu seinem Schutz. Auch zukünftige Herausforderungen für den See, etwa neu eingewanderte Arten und die Klimaerwärmung, werden thematisiert. 

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Eberhard Neubronner: Steine im Brot. Dorfleben auf der Alb. Fotografien von 1850 bis 1950. Silberburg Verlag, Tübingen 2009. 160 Seiten. ISBN 978-3-87407-838-2. 24,90 EUR.

Die Schwäbische Alb reicht vom Härtsfeld zum Heuberg, vom Trauf bis zum Donautal: ein herbes und schönes Mittelgebirge, eine ländliche Welt in Dörfern, kleinen Weilern und Höfen. Ohne zu romantisieren führt »Steine im Brot« mit selten oder noch nie publizierten Fotografien aus den Jahrzehnten zwischen 1850 und 1950 vor Augen, wie die Menschen dieses Landstrichs noch vor nicht allzu langer Zeit gelebt haben. Es zeigt selbstbewusste Bauern und Handwerker, Kinder und Familien, Szenen eines Alltags, der vor allem – aber bei weitem nicht nur – von schwerer Arbeit geprägt war. Eberhard Neubronner kommentiert sachkundig und einfühlsam die außergewöhnlichen Bilder einer vergangenen Zeit. 

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Rolf Kießling/Dietmar Schiersner (Hrsg.): Erinnerungsorte in Oberschwaben. UVK Verlag, Konstanz 2009. 400 Seiten. ISBN 978-3-86764-183-8. 49,00 EUR.

Ausstellungen, Jubiläen, Gedenktage, historische Feste und Spiele – die Erinnerung ist derzeit fester Bestandteil unseres kulturellen Repertoires. Gab und gibt es zwischen der nationalen und der lokalen Ebene auch eine spezifisch regionale Erinnerungskultur? Schwaben gilt als Beispiel für die Suche nach Merkmalen der Identität. Dafür stehen Personen mit regionaler Ausstrahlung wie Georg von Frundsberg oder Bauten wie die Waldburg, Identifikationen mit katholischem Brauchtum wie der Blutritt von Weingarten und nicht zuletzt Erzählungen wie die von den Sieben Schwaben oder reichsstädtische Kinderfeste. Lassen sie sich zu einer »mental map« zusammenfügen?

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Franz X. Bogner: Allgäu und Iller aus der Luft. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2009. 112 Seiten. ISBN 978-3-8062-2236-4. EUR 19,90.

Endlose saftiggrüne Hügellandschaften vor grandiosem Alpenpanorama, kleine verstreute Bauernhöfe mit vielen grasenden Kühen und traditionsreiche Städte – das ist das Allgäu. Hier hat man die Kirche im Dorf gelassen und Tradition und Geschichte in unsere Zeit retten können. Hier suchen wir Erholung und Freizeit, die Natur ist weniger verbraucht als in den vielen Ballungsräumen mit ihrem immensen Bevölkerungsdruck.

Franz X. Bogner folgt mit seiner Kamera der Iller – dem Fluss des Allgäu – von der Quelle bis zur Mündung und porträtiert die sie umgebende Landschaft in ihrer ganzen Vielfalt und Schönheit. Seine Bilderreise startet in den kargen Steilwänden der Allgäuer Hochalpen hinter Oberstdorf. Sie führt über Sonthofen und Immenstadt weiter durch die romantische Voralpenlandschaft, an den berühmten Königsschlössern bei Füssen vorbei, durch das Wurzacher Achtal und die historisch bedeutenden Städte Kempten und Memmingen bis nach Ulm, der modernen schwäbischen Metropole mit dem höchsten Kirchturm der Welt. Mit seinen außergewöhnlichen Ansichten lehrt uns der begeisterte Fotograf, diese herrliche Landschaft neu zu sehen und zu schätzen. Ergänzt werden sie durch kurze Texte zu Geschichte, Natur und Kultur der beliebten Ferienregion.

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Casimir Bumiller: Geschichte der Schwäbischen Alb. Von der Eiszeit bis zur Gegenwart. Casimir Katz Verlag, Gernsbach 2008. 472 Seiten. ISBN: 978-3-938047-41-5. EUR 32

Die Schwäbische Alb, die sich über eine Länge von knapp 200 Kilometern zwischen dem Fürstenberg bei Donaueschingen und dem Ipf bei Bopfingen erstreckt, hat trotz ihrer Kargheit und ihres Wassermangels schon sehr früh Menschen angezogen. In den Höhlen der Ostalb entstanden vor bald 30.000 Jahren einige der ältesten Kunstwerke der Menschheit. Bereits seit der Mittleren Steinzeit ist die Schwäbische Alb durchgehend bis heute besiedelt, was ihr eine Ausnahmestellung unter den Mittelgebirgen im Herzen Europas einträgt. Casimir Bumiller beschreibt in seinem Werk erstmals umfassend und zusammenhängend die lange Geschichte der Schwäbischen Alb und ihrer Bewohner von der Eiszeit bis zur Gegenwart. Seine kenntnisreiche Gesamtdarstellung bezieht alle Bereiche der Geschichte mit ein: Das Buch beleuchtet nicht nur die wechselnden Herrschaftsverhältnisse, sondern informiert gleichermaßen über das Wirtschaften auf der Alb und die vielfältige kulturelle Entwicklung. 

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Der Bodenseekreis. Ein Führer zu Natur, Geschichte und Kultur, hrsg. von Lothar Wölfle. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2009. 344 Seiten. ISBN 978-3-8062-2294-4. EUR 19,90.

Das malerische Meersburg mit seinen romantischen Gassen, das steinzeitliche Pfahlbaudorf in Unteruhldingen, das geschäftige Friedrichshafen mit seinem weltberühmten Zeppelin Museum oder das erhabene Schloss Salem – dies sind nur einige der zahlreichen Sehenswürdigkeiten im Bodenseekreis. „Wir dürfen dort arbeiten, wo andere Urlaub machen“ ist darum auch eine oft gehörte Äußerung in den Städten und Gemeinden am Nordufer des Bodensees, „Hightech im Garten Eden“ eine andere. Die Deutsche Stiftung Kulturlandschaft hat es einst auf den Punkt gebracht, was die Gegend zwischen dem badischen Sipplingen und dem württembergischen Kressbronn so besonders macht: Das Miteinander von Landschaft und Kultur, von Landwirtschaft und Industrie, von Schutz des Vorhandenen und Willen zum Fortschritt, von „Savoir vivre“ und „Schaffe, schaffe, Häusle baue“.

Der neue, überarbeitete Führer soll Besuchern wie auch Einheimischen ein verlässlicher Begleiter sein bei ihren Streifzügen durch Kultur und Natur dieses Landkreises. Denn wie es neben den weithin bekannten Sehenswürdigkeiten eine große Zahl oft versteckter kunsthistorischer Kostbarkeiten zu entdecken gibt, bietet auch die Natur hinter dem Seeufer, auf das sich das touristische Interesse konzentriert, zauberhafte Landschaften mit Weihern, Flüssen, Hügeln und Bergen. Wissenswertes zu Landschaft, Politik, Geschichte, Kunst und Kultur dieser vom See geprägten Region vermitteln die übergreifenden Beiträge, abgerundet durch das Kapitel „Touristische Informationen von A bis Z“. Die Einzelbeiträge stellen jede Stadt und jede Gemeinde ausführlich vor und geben dabei auch Hinweise auf besuchenswerte Ziele in der Umgebung.
 

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Siegfried Geyer/Manfred Grohe/Peter Sandbiller: Flug über Baden-Württemberg. Texte von Wolfgang Alber. Silberburg Verlag, Tübingen 2009. 176 Seiten. ISBN 978-3-87407-835-1. EUR 29,90. 

Dieser wunderschöne und repräsentative Bildband zeigt Baden-Württemberg aus der Vogelperspektive. Die besten Luftbildfotografen waren unermüdlich über dem ganzen Land unterwegs und haben ungewöhnliche, oft verblüffende Aufnahmen mitgebracht. Sie erlauben ganz neue Einblicke in Bekanntes und Ausblicke auf Verborgenes. Ein einsamer Schwimmer in einem See bei Kehl zieht ebenso die Aufmerksamkeit auf sich wie die riesige Solaranlage auf der Zollernalb. Auf einer Wiese im Schwäbisch-Fränkischen Wald hat ein Heuwender eine fröhliche Graphik hinterlassen. Faszinierend die Doppelseite mit den verschiedenfarbigen Röhren in einem Kabellager der Karlsruher Stadtwerke und den Steinhäufen und Sandbergen in einem Betonwerk bei Graben-Neudorf. Den Narrensprung in Rottweil hat man so noch nie gesehen: Vor dem Oberen Tor drängen sich die Schantle, danach präsentieren sie sich in geordneter Wildheit dem Publikum.

Erläutert werden die Motive der drei Starfotografen Siegfried Geyer, Manfred Grohe und Peter Sandbiller von dem Reutlinger Journalisten Wolfgang Alber, der ein profunder Kenner des Landes ist. Alle Texte sind auch in englischer und französischer Sprache abgedruckt.
 

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Ute Friesen/Jan Thiemann: Schräge Heimat. Abgefahrene Sehenswürdigkeiten in Baden-Württemberg. 176 Seiten. ISBN 978-3-8062-2263-0. EUR 14,90

„Schräge Heimat“ ist ein Reiseführer zu skurrilen, abseitigen Sehenswürdigkeiten der Region. Er garantiert Heimatkunde ohne Volkstümlichkeit: abgefahren, schräg und schrill – wie das Ländle eben (manchmal) selbst. Wo soll es an diesem Wochenende hingehen? Zum letzten Schafott Württembergs? Zum Züchter der Gummibärchenblume in Südbaden? Zum Totempfahlschnitzer im Odenwald? Vielleicht auch zum höchsten Kaktus Deutschlands in Empfingen? Zu wackelnden Wäldern? Oder zu Kettenhemden für Hunde in Hohenlohe? Oder käme gar eine Maulwurfschussanlage oder ein Besuch bei den Zwergzebus in Frage? Ute Friesen hat kuriose Orte und Skurriles in Baden-Württemberg ausfindig gemacht und stellt sie in diesem Buch vor. Der »schräge« Heimatführer spricht auch »Heimatmuffel« an, indem er Lust macht auf Ausflüge mit ungewöhnlichem Ziel.

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