Landeskunde Baden-Württemberg

 

200 Jahre Fahrrad

Der Urknall der Mobilität begann 1817 im Nordbadischen

 

 Ein Dossier von Stefan Jehle

Eine Jungfernfahrt am 12. Mai 1817 veränderte die Mobilität: Karl Drais testete damals seine hölzerne Laufmaschine: die Draisine. Sie ist eine Schlüsselinnovation auf dem Weg zur individuellen Fortbewegung - und bei weitem mehr als "nur" eine Vorläuferin des Fahrrads. In Mannheim spricht man heute vom "Urknall der Mobilität". Heute gilt diese Erfindung als das Ur-Fahrrad, noch ohne Pedale, ohne Kettenantrieb und ohne Gangschaltung. Dafür hatte die Draisine bereits eine überraschend gute Rahmengeometrie. Der zum Vorderrad versetzt angebrachte Lenker sorgte für eine enorme Wendigkeit.

Die Erfindung des Freiherrn von Drais entstand in Mannheim. Um 1820 war das Laufrad noch häufig im Mannheimer Schlossgarten zu bewundern. Dort wurde sie auch zuerst erprobt. Geboren und verstorben ist Karl Drais hingegen in Karlsruhe. Er entstammte einer Adelsfamilie. Bis heute gibt es immer wieder kleinere Hakeleien der Städte Mannheim und Karlsruhe um die "Vaterschaft" für den Erfinder.

Ohne jeden Zweifel hat Karl Drais die "Welt auf Räder gestellt". Und alles begann im Nordbadischen...

Draisinen-Nachbau (vor der Grabstätte Karl Drais), Foto: Stefan Jehle

Wie sah die Draisine aus?

Karlsruher Botschafter, Drais-Aktivist Martin Hauge in historischem Kostüm, Foto: Stefan Jehle
Mannheimer Botschafterin, Drais-Aktivistin Saara Morsch, Foto privat